Juchee, Urlaub! Und was wollen wir heute machen? Den inneren Zwerg ausleben und Schätze der Erde bestaunen!
So ging es dann heute an diesem schönen Frühlings... oder haben wir doch schon Sommer? Winter war ja auch gerade erst ... jedenfalls heute an diesem ... äh ... Tag! Ja an diesem Tag fuhr man also mal wieder im Zweierpack, bestehend aus Dagi und Papa, durch das schöne Sachsenland den ganzen weiten Weg bis nach Freiberg.* In Freiberg auf dem Bahnhof angekommen suchte man zuerst einmal eine Stadtkarte um auch den Weg zum Schloss Freudenstein samt der terra mineralia zu finden. Am DB-Infocenter wurde man fündig. Als man die dem Schalter innewohnende Dame jedoch nach einer günstigen Busverbindung bis dahin fragte, konnte sie leider keine Auskunft geben. Na gut, dann gehn wir erstmal zur Haltestelle vorm Bahnhof und schauen mal an den Plan! Das ist doch 'n Plan, oder nicht? Nein? Wo ist der Plan? Warum gibt es hier keinen Plan? Woher soll ich wissen ob Bus A, B oder C in die richtige Richtung fahren, wenn hier kein Plan hängt? Am Bahnhof, wo TOURISTEN ankommen? Warum?!? Leute zum Fragen gabs hier irgendwie auch keine. Äh ja, nach anfänglicher Verwirrung wurde dann der nächste Busfahrer erstmal angehalten und siehe da: er fuhr auch tatsächlich in die richtige Richtung... fast. Nachdem er erst seine Endhaltestelle und dann wieder den Bahnhof anfuhr. Leider funktionierte auch die Haltestellenanzeige nicht, also spähte man angestrengt aus dem Bus um irgendwo etwas Schlossähnliches auszumachen und dann schleunigst den Haltewunsch-Knopf zu betätigen.
*27 Min. mit dem IRE das sind umgerechnet 9( NEUN!) Durchschnittsstraßenbahnhaltestellen!
Schloss Freudenstein sieht in echt übrigens viel besser aus als auf den schlechten Fotos vom Schlösserland Sachsen. Ich war direkt positiv überrascht. Im Schloss drin ist es stellenweise sehr... magenta. Rammstein lagen eindeutig falsch als sie titulierten "der Wahnsinn ist nur eine schmale Brücke", der Wahnsinn ist ganz eindeutig der innen komplett magenta-farbene Fahrstuhl auf Schloss Freudenstein. Das war allerdings auch (fast) das einzig Unerfreuliche. Hach ... Zwergenherzen schlagen höher bei so viel Funkeln und Schimmern. Man kann sich direkt Erebor vorstellen und den König unterm Berg...*schnüff*
Im übrigen finde ich nach dem Besuch der terra mineralia auch sämtliche Stargate Energie-Kristall-Raumschiff-und-Tunnelbau-Szenarien absolut glaubhaft. Einige dieser Schätze sehen tatsächlich so aus wie man es sich im Gate-verse vorstellt. Die Meteoriten der Ausstellung trugen dann ihr Übriges zur gelungenen Fantasy und Sci-Fi Kombo bei. Ganz zu schweigen davon, dass ich jede Menge neue Ideen für Schmuck habe, den ich mir nie im Leben werde leisten können... oder schenkt mir jemand einen Edelopal? Alternativ nehm ich natürlich auch einen Gutschein für den Museumsshop der terra mineralia, auch wenn's da leider keine Opale zu kaufen gibt.
Jedenfalls ist ein Besuch für wissenschaftlich interessierte Zwerge wie auch Elstern absolut zu empfehlen. Man erfährt außerdem jede Menge interessante Dinge über die Verwendung der Mineralien von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Schöne gegensätzliche Exponate hierzu: Der Faustkeil und der Rubin-Laser. Außerdem kann man in ein Modell der molekularen Struktur eines Kristalls (ich hab vergessen welcher, ist aber auch egal, denn es ist eigentlich ein riesiger verspiegelter Bällepool) krabbeln. In der Schatzkammer gibts dann voll spacig-schaurige Klangelemente über Lautsprecher... seeeehr mysteriös. Vielleicht wars auch nur kaputt, passte aber sehr gut. Hat mich direkt an die gute, alte Defa-Produktion von Schneeweißchen und Rosenrot erinnert, speziell an die Szene in der die Mädchen dem Berggeist in sein Reich folgen...
Im Anschluss wollte man sich dann gepflegt auf ein lecker Mittagsfresschen einlassen. Irgendwo in der Altstadt sollte es hierzu, laut Papa, ein Weinrestaurant geben. Allerdings konnte er sich weder an den Namen, noch an markante geographische Elemente in dessen Nähe erinnern. Ok, dann Fragen wir eben wen.
"Guten Tag, hier soll's irgendwo ein Weinrestaurant geben."
"Äh ja, ich glaube schon, irgendwo dort und dann rechts... aber ich bin auch nicht von hier."
"M'Kay trotzdem Danke!"
... 500m weiter ...
" Guten Tag ..."
"Jaaaa, ich glaub ich hab da irgendwo vorhin ein Schild gesehen, aber ich bin auch nicht von hier."
*hüstel* Ja so ging das noch ein bisschen weiter, bis man es nach einem Rundgang um den Freiberger Dom dann aufgab und wieder zum Schloßplatz zurückkehrte um dort in den PUBagai zu gehen. Lustiger kleiner (von der Einrichtung her möchtegern) Pub (aber der anglophile Anglist ist halt das Original gewöhnt). Hier gab's lecker englisches Bier UND es war Schnitzeltag! Na das ist doch mal ein Multi-Kulti-Mittagstisch!
Eigentlich wollten wir uns als Nachmittagskulturprogramm noch den Dom von innen ansehen, aber bei einem Eintrittspreis von 4 Euro schaltete sich unser atheistischer Geldbeutel lautstark ein und plädierte für Heimfahrt.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof wurde notgedrungen auf den Bus verzichtet, man begegnete allerdings am Stadtpark (oder so) noch ein paar netten Menschen die wissen wollten, wo das Schwanenschlößchen sei. Tja, wir sind halt auch nicht von hier!
Freiberg - Die Stadt ohne Einheimische... immer wieder eine Reise wert!
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