17. Juni 2008

Guinness, Rock and Drag Queens

... ja genau, so oder so ähnlich hat sich des Masters Irland-Urlaub zugetragen. Bevor wir uns der ganzen Geschichte näher widmen erstmal ein herzliches Willkommen an alle treuen Leser!

Nach längerer Abwesenheit ist der Master gestern bei schönstem Sonnenschein wieder in heimische, sprich englische, Gewässer eingelaufen. Er war müde, hungrig und faul, und genau deshalb gibt es erst heute des Masters neuen Logbucheintrag:

11.06.2008

Der erste Reisetag. Alles in allem ein völlig gewöhnlicher, ereignisloser Tag, wenn man mal von diversen Zugverspätungen und -verwechslungen und einer geschlagenen Stunde am Check-In Schalter warten absieht. Sogar an der Sicherheitskontrolle lief alles reibungslos, das drollige Metalltürchen gab keinen einzigen Pieps von sich und unser Offizier musste noch nicht mal seine Schuhe ausziehen! Sämtliche Flüssigkeiten (der Master ist nur mit Handgepäck gereist um wertvolle Euros zu sparen) waren auch ordnungsgemäß in ein Plastiktütchen verpackt worden und so konnte unser Offizier sich auf den Weg zur Wartehalle machen.

Mit etwa 20 Minuten Verspätung startete dann um 15.05 Uhr des Masters Flugzeug nach Irland. Und ca. 16.30 fand sich unser liebster Offizier dann zum ersten mal in seinem Leben auf irischem Boden wieder. Hach. Wie schön. Und es regnet...
Egal, zum Glück war die Bushaltestelle am Shannon Airport überdacht und nach 10 Minuten kam auch schon der Bus nach Galway. Während dieser liebreizenden, einlullenden 2-Stunden-Fahrt durch verregnete Felder ist unser Segelmeister auch nur ein ganz kleines Bisschen eingeschlafen. Glücklicherweise ist in Galway am Busbahnhof eh die Endstation^^.

Eigentlich wollte ja zuerst Franzi unseren Offizier am Busbahnhof abholen, aber da sie leider arbeiten musste machte man sich allein auf den Weg zur Greenfields Road 15. Vom Busbahnhof ging es über den Eire Square (sprich "Är Squär", zu gut deutsch: Irland Platz) und durch das Gewirr unzähliger Kleinstadtgässchen. Aber was ein echter Segelmeister ist der ist vorbereitet und hat eine super genaue, detaillierte von Google mit Hand selbst abgemalte Karte! Ha! Die Karte, welche im übrigen absolut funktionstüchtig war, musste aber gar nicht richtig zum Einsatz kommen, da auf halbem Weg dem Matser seine liebe Gastgeberin begenete, die doch nicht arbeiten musste. Und so konnte man gemeinsam den Weg ins Trockene fortsetzen.

In besagter trockener Unterkunft gab es dann lecker Futter und man besprach die Planung für die kommende Woche. Und da eine lange Reise müde macht, egal ob man dabei die ganze Zeit gesessen hat, ging es zeitig ins Bettchen.

Am Donnerstag, dem 12.06. 2008 musste Franzi wieder arbeiten und so schlug sich der Master auf eigene Faust durch. Zuerst gings zur Galway Cathedral, einer unglaublich beeindruckenden, archaisch wehrhaft anmutenden Kirche. Hach, unser Offizier war hingerissen. Und als er dann auch noch zufällig einem tollen Konzert während des Gottesdienstes beiwohnte war das das Sahnehäubchen. Herzallerliebst war auch der Pfarrer, der nicht nur wie üblich für Weltfrieden und was auch immer Gottes Beistand erbat, sondern auch für die lieben Studenten, wo doch gerade Prüfungszeit ist^^ *rofl*. Fast hätte der Master losgelacht, aber in His Majesty's Royal Navy herrscht Disziplin und Ordnung!

Nach der Kathedrale widmete sich unser Segelmeister der pitoresken Innenstadt und dem so genannten Claddagh. Es wurden einige Souvenirs und Postkarten erworben und sich anschließend zum Strand begeben. Hier wanderte der Master ein wenig ziellos umher bis er sich schließlich auf einigen seinem Stand angemessenen Felsbrocken nieder ließ um sich ausgiebig der Lektüre seines marine-historischen Romans "Verfolgung im Nebel" von Patrick O'Brian zu widmen.
Als es nach einer Weile anfing etwas stürmisch und regnerisch zu werden begab man sich sicherheitshalber auf den 4 km langen Nachhauseweg.

Abends ging es dann noch auf einen kurzen Abstecher in diverse Pubs (erstmal zum angucken was dem Master die Woche noch so bevorsteht) und in eine Bar, genannt "Livingroom". Sehr hipp und groovie möchte man sagen. Und da Donnerstag glücklicherweise Cocktailtag war gönnte man sich für 5 Euro den geilsten Cocktail seit Menschen gedenken. Mudslide, also Dreckrutsche zu deutsch, nannte sich diese Köstlichkeit. Neben Bailey's und Kaluha gehören da auch noch Schokosoße, Sahne und Eiskrem rein. Hach, das ganze war eher wie ein Hochprozentiger extrem köstlicher Eisbecher (die oberste Schicht ließ sich löfflen!!!!) Hach, schnüff... um es mal mit Gimli's Worten aus dem Herrn der Ringe aus zu drücken: "Mein Herz ist schwer, denn ich habe zum letzten mal ge[trunken] was am schönsten ist."

Am Freitag, dem 13.06.2008 stand der erste große gemeinsame Ausflug auf dem Plan. Um 9 Uhr begab man sich in die Stadt um den Bus nach Rossaveal (Ros an Mhìl) zu nehmen. Hier begab man sich an Bord eines schmucken kleines Fährschiffes und machte sich auf die einstündige Bootsfahrt zu den Aran Islands. Genauer gesagt nach Inis Mòr (Inishmore), der größten der drei Inseln. Die See war zwar etwas aufgewühlt, dennoch gab es schönsten Sonnenschein und der Master genoss in seinem Element zu sein. Auch wenn er nicht selbst auf der Brücke stand hat sich die Besatzung des Schiffes gar nicht mal dumm angestellt und so konnten unsere zwei Reisegefährten um 11.30 wieder an Land gehen um sich ein angemessenes Reisgefährt zu suchen. Dem geneigten, bewegungsfaulen Besucher stehen auf Inis Mòr Kleinbusse und Pferdekutschen zur Verfügung. Aber was ein echter Seebär ist der bevorzugt Manpower gegenüber Pferdestärken! Also beschloss man sich einen vertrauenswürdigen Drahtesel zu mieten um das liebreizende (14km lange und 3 km breite) Inselchen auf eigene Faust zu erkunden.

Ja hier gab es viel zu sehen. Die Insel zählt nur rund 800 Einwohner, Kühe, Pferde, Ziegen, Hühner und so nicht mitgerechnet. Und wenn man erst einmal weit genug vom Hafen entfernt ist glaubt man wirklich ganz allein im Nirgendwo zu sein. Nur die zahlreichen Ruinen und Felsmauern erinnern einen daran, dass es irgendwo noch eine Zivilisation gibt.

Eines der Highlights auf Inishmore ist Dún Aonghasa, ein über 4000 Jahre altes kreisförmiges, keltisches Fort. Das Fort liegt genau an den Klippen von Inishmore und schien zumindest dem Master, der den Weg gegangen ist*, uneinnehmbar.
Die Kliffs von Inishmore sind keinesfalls so berühmt oder gar so hoch wie die Kliffs von Moher. Aber dafür gibt es auch entschieden weniger Touristen und Absperrungen, so dass ein todesmutiger Master sich auf dem Bauch bis an den Rand der Klippen robben konnte um einen Blick in den Abgrund zu wagen. Ja dieses Bild mag dem ein oder anderen Leser ein schmunzeln entlocken, doch seien Sie versichert, dass das die übliche Prozedur im Umgang mit 200 Meter tiefen Klippen ist an denen unberechenbare Seewinde wehen und gern unvorsichtige Zeitgenossen in die brodelnde, donnernde See zerren.

*dieser Weg ist nicht zu verwechseln mit DEM Weg, aber durchaus nicht unähnlich.
Ein weiterer Höhepunkt Inishmores sind die "Sieben Kirchen" (Na Seacht d'Teampheall). Eine Ansammlung von sieben...äh..ja... Kirchen auf kleinstem Raum und scheinbar wahllos nebeneinander angeordnet. Mitlerweile sind nur noch Ruinen erhalten, aber gerade das macht es so beeindruckend. Die Frage warum genau eine Insel mit Maximal 800 Einwohnern 7 Kirchen (plus 2 weitere, an anderen Stellen auf der Insel) braucht konnte leider nicht beantwortet werden. Von den Sieben Kirchen, dem nördlichsten Punkt der Radtour aus, ging es wieder zurück in Richtung Hafen. Vom Badestrand der Insel immer schön an der (extrem windigen) Küste lang. Vorbei an einer Seelöwenkolonie** und noch mehr einheimischem Wildlife***.
Auf der Coast Road holte sich des Masters zarte Alabasterhaut dann auch einen bösartigen Sonnenbrand. Es ist schon tückisch, wenn es durch den Wind so kalt ist, dass man eine Jacke tragen muss, aber die Sonne trotzdem vom Himmel brutzelt. Aber ein echter raubeiniger Seemann hällt sowas aus! Arrrrr!
Wieder am Hafen angekommen gönnte man sich noch ein leckeres Softeis und stieg dann 19.30 Uhr auf die letzte Fähre zum Festland. Anschließend ging es mit dem Bus wieder nach Galway und um ca. 21.30 fanden sich unsere ausgehungerten Seemänner und Inselbezwinger bei Mc Donnagh's**** wieder. Das ist DIE Fischbude Galways. Immer rammelvoll. Immer lecker. Immer preiswert und immer FANGFRISCH.

**Auf dem Hinweisschild stand Seelöwenkolonie, jedoch konnte der Master keinen einzigen Seelöwen sehen, geschweige denn hören.
*** Kühe und Rentner
**** Nicht zu verwechseln mit Mc Donald's


Nach dem Abendessen begab man sich dann direkt... nein, nicht nach hause sondern ins Monroe's. Ein sehr traditioneller, rustikaler Pub in dem ein Konzert statt fand. Zu allererst begaben sich unsere zwei Seebären in den Ladies Bathroom um mit Entsetzen bei grellem Licht festzustellen wie krebsrot sie wirklich waren. Verdammt! Naja, jetzt ist es eh zu spät, also schnell noch ne Schicht Puder drauf haun und hoffen, dass es im Pub schummrig genug ist.



Die Band die spielte nannte sich übrigens "Without George". Franzi äußerte die Frage, warum die Band "Without George" heißt, wo doch kein einziges Mitglied George heißt. Der Master meinte darauf, dass das doch ganz normal sei. Wenn eines der Mitglieder George heißen würde, dann könnte die Band ja schließlich nicht "WITHOUT George" heißen, sondern nur "With George".



Samstag war dann erstmal ausschlafen bis Mittags und ruhige Kugel schieben angesagt und es gab lecker French Toast zum Frühstück. Im Anschluss gings nochmal in die Stadt, die Uni besichtigen und über den Markt schlendern. Hinterher wurde nochmal fix bei Lidl was zu futtern gekauft und abends, wie könnte es anders sein, ging es wieder in den Pub. Diesmal ins Sally Long's, Galways einzige Rock-Kneipe. Seeehr lolliger Laden mit schickem Wandgemälde im Stil des letzten Abendmahls. Anstelle des Jesus sitzt hier Elvis Presley umringt von David Bowie, Madonna, Jim Morrison, Jimmy Hendrix, Mick Jagger und wie sie nicht alle heißen. Hier ließ man sich gepflegt auf ein Guinness nieder und verfolgte gebannt den im Hintergrund im TV laufenden "Hannibal".


Gegen Mitternacht begab man sich dann zum Róisín Dubh, dem Schwarzen Röschen, wenn des Masters Irisch-Kenntnisse ihn nicht täuschen. Eine Mischung aus Pub und Club, wo man zufällig zwei Freunde Franzis traf. Also wurde erst noch ein bisschen mit Sinead und Sarah geplauscht bevor man sich ans abhotten machte. Da es aber am Sonntag auch wieder zeitig rausgehn sollte macht man sich gegen 1.15Uhr auf den Heimweg. Hier schloss der Master noch ausgiebig Bekanntschaft mit einem äußert liebreizendem, flauschigem, irischem Individuum.





Morgens halb 2 in Irland...

Sonntag ging es um 9 wieder aus dem Haus und in die Stadt um eine Bustour durch Connemara zu machen. Glücklicherweise landeten unsere zwei Seebären in einem Mini-Reisbus und ihr Grüppchen bestand auch nur aus etwa 20 Leuten. Auch Deklen, der Guide für diesen Tag war ein Glücksfall, Franzi kannte ihn nämlich schon von einer früheren Tour und wusste er ist erste Sahne.

Hintertür vom Ashford Castle




So ging es also durch Einöde, spektakuläre Gebirgslandschaften mit Seen und Fjorden. Zu Schlössern, Ruinen und Jahrtausende alten okkulten Begräbnisstätten und nebenbei gabs tolle Geschichten über Feen und dergleichen und unser Segelmeister lernte auch noch ein tolles irisches Lied über Torf... und so..äh.. ja.




Auf unserer Tour gab es auch einen Stopp am Ashford Castle, dem so genannte Guinnes Schloss. Mittlerweile ist es "nur" noch ein 5-Sterne-Hotel wo gern mal Brad Pitt und Co. absteigen, aber das hält den Master ja nicht davon ab mal durch den Vorgarten zu spazieren und Fotos zu machen^^.

Kylemore Abbey



Ein weiterer Stopp wurde an der Kylemore Abbey eingelegt. Hier hatte man ausführlich Zeit das Schloss/Abtei/Mädchenschule zu besichtigen, ebenso widmete man sich der süßen Neogotischen Kapelle und dem Viktorianischen Garten. Hach alles sehr romantisch. Man hätte fast einen Gary Oldman im Dracula-Kostüm an der nächsten Ecke erwarten können^^


Auf dem Rückweg nach Galway war Deklen so freundlich uns fast bis vor die Haustür zu fahren und so kamen Master und Franzi um einen zusätzlichen Fußmarsch von 2,5 km vom Stadtzentrum bis zur Greenfields Road herum.


Abends begab man sich diesmal in den King's Head wo wieder eine Band spielte. Der Master möchte bemerken, dass es in Galway bei der Unmenge von Pubs und Bars eigentlich keine Nacht gibt, in der nicht irgendwo ein kostenloses Konzert zu finden ist. Die Band nannte sich "Pyramids" und gab ein liebreizendes Potpurri von alten und neuen Rocksongs zum besten. Und als dann kurz Vor Schluss noch "Highway to Hell" gespielt wurde bebte die Hütte. Geile Stimmung, geile Band, geiles Guinness und der Abend ist perfekt.^^



Montag konnte man dann erstmal wieder ausschlafen und Kräfte tanken. Nachmittags gings wieder in die Stadt und auf nen kleinen bis mittelgroßen Strandspaziergang mit Muschel-sammeln und "Kick the Wall". Dabei handelt es sich nicht um die Fortsetzung von "Kick it like Beckham" sondern um einen lustigen Galwayer brauch einen Monolithen, der in der Bucht steht, zu treten. Das soll einem dann Glück bringen. Na mal sehn^^. Und NEIN der Master hat keine neue, extravagante Frisur, das war alles der Wind. Echt jetzt!



Außerdem gabs noch ein ganz privates Meet'nGreet mit Oscar Wilde himself...

Da der Master ja am nächsten Tag schon wieder nach London aufbrechen sollte blieb man diese Nacht fein zuhause, sah sich ein paar Filme an und futterte Popcorn.

Dienstag Morgen hieß es dann um 6.30 Uhr aufstehn, denn um 9.05 Uhr sollte der Bus zum Shannon Airport losfahren. Bei strömendem Regen eilte man durch die Straßen um sich dann am Busbahnhof herzlich voneinander zu verabschieden. Hach es war schön, aber leider viel zu kurz. Aber das heißt ja nicht, dass der Master nicht nochmal irgendwann nach Irland fährt.
Am Flughafen lief diesmal alles wie am Schnürchen, nur 10 Minuten am Check-In warten und dann in die Wartehalle um noch ein Bisschen zu lesen. Der Master kommt zur Tür rein... Oh, Soldaten... der Master geht weiter... Oh, da auch.. und da.. und dort und... HEY! Der Master ist der Dienstältere Offizier! Das ist MEIN verdammter Sitzplatz!!!! ARGH! Nunja, aber unser Segelmeister hat zu guter letzt noch ein schönes Plätzchen gefunden und die Soldaten waren entgegen aller Erwartungen auch nicht so krampfhaft proletisch wie der Durchschnitts-Bundeswehrangehörige. Alle sehr sittsam und anständig, obwohl es Amerikaner waren... aber man soll ja vermeiden in Stereotypen zu denken^^.


13.05Uhr startete dann auch pünktlich der Flieger. Und obwohl der Master neben sich ne Bratze sitzen hatte (Sind wir schon da? Fliegt das Flugzeug schon? Mami? Mami? Steigen Leute in das Flugzeug ein? Fliegen wir jetzt? Jetzt? Fällt das Flugzeug jetzt runter?Sind wir schon da? Fliegen wir jetzt verkehrt rum?MAAAAMIIIII??? ) haben alle Passagiere den Flug überlebt und auch der Master ist vollkommen geistig gesund wieder in London angekommen.


Hach und nun sind es nur noch 1 1/2 Wochen bis es wieder zurück in die schöne Heimat geht!


Olè und Hipp Hipp Hurra!

9. Juni 2008

Bang, Bang - I shot my Master down

Tätärätäää, der Master bittet um Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Hier an dieser Stelle kommen Sie, geliebte Leser, nun in den Genuss live, hautnah und in Farbe die Weltpremiere des Gastbeitrages des Ersten Offiziers mitzuerleben.
Coming Home

Zu Beginn ein paar Worte an den Master: Ich danke Ihnen aufrichtig und aus tiefstem Herzen für diese tollen Tage in London! Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß wie mit Ihnen, Sir.

So nun zu meinem Gastbeitrag (ich hoffe ich mag den geneigten Leser auch nur annähernd so gut unterhalten wie das der Master immer tut... ):

Um 17:35 sitze ich in dem A51-Bus nach Stansted und sehe den Master langsam kleiner werden. Nein, er ist nicht geschrumpft, enfernt sich aber immer mehr von mir, bzw. ich mich immer mehr vom Master. Eine Stunde und etliche Ich-mag-noch-nicht-nachhause-Seufzer später steige ich am Flughafen London Stansted aus. Als einzige(!)* Businsassin begebe ich mich auf dem ausgeschilderten Weg ins Flughafengebäude, fahre alleine in einem Aufzug in dem ein Laster samt übergewichtigen Lastfahrer Platz gefunden hätte nach oben zu den Terminals und stehe schließlich vor den Air-Berlin-schaltern.
Ich habe die Wahl an welchen der drei Schalter ich einchecke, denn noch immer bin ich allein. Es scheint nicht viele Reisende am Samstag-abend zu geben, denn auch auf dem restlichen Flughafengelände lassen sich mehr Mitarbeiter als Flugwillige sehen. Ich entscheide mich für den Schalter an dem mich gleich zwei gelangweilte Mitarbeiter anlächeln**. Die Frau spricht schnell und in einem Dialekt und als sie merkt das ich nicht so ganz hinterherkomme, bittet sie ihren Kollegen zu übersetzen. Ich atme erleichtert auf, froh nicht auf meine lausigen Englischkenntnisse angewiesen zu sein - aber zu früh gefreut - der Kollege wiedrholt einfach alles wieder auf englich, nur etwas langsamer und deutlicher als seine Vorgängerin, quasi so wie man mit einem Etwas zurückgebliebenem Kleinkind redet... . Wenigstens habe ich diesmal etwas mehr verstanden und will schon antworten als ich merke das die Frau am Schalter ihren Kollegen äußerst skeptisch anstarrt.
Es beginnt ein lustiges Gespräch darüber, dass die Frau dachte er könne deutsch, der Typ meint, ja schon, aber eben nicht gut genug, woraufhin sich die Frau beschwert warum sie immer nur unfähige Mitarbeiter bekommt und der Typ meint, er könne ja auch nix dafür... das Gespräch endet damit das die Frau einfach weiter mit mir auf englisch spricht und ihr Kollege das ganze dann jedesmal in ein besser verständliches Englisch übersetzt. Gut. Immerhin schaffe ich es so alle Fragen zu ihrer Zufriedenheit zu beantworten, von wegen Koffer selber gepackt und so... , und bei der Frage ob mein Gepäck "fragile" wäre, also leicht kaputtbare Dinge beinhaltet, sage ich einfach mal ja, weil ich meinen Koffer nun mal gern habe. Das führt dazu das mein Koffer zwar hier gewogen wird (unter 18Kg - nachdem er so schwer zuging hätte ich echt mehr erwartet) und ich auch sonst alles bekomme was ich brauche, ich aber noch zu einem anderen Schalter muß um meinen Koffer in die Hände des Flughafens zu geben. Dort wurde er dann noch mal gewogen und ich durfte zusehen wie er quasi geröntgt wurde, was schon toll aussieht. Ich glaube wenn ich das nächste mal fliege versuche ich mal ein lustiges Bild mit allen metallischen Gepäckstücken zu legen. So ein Sicherheitsbeamter braucht ja auch mal Spaß in seinem Job.

Die Sicherheitsbeamten an der Sicherheitskontrolle hatten ihren Spaß, darf man in London doch nur weiter wenn man es durch dieses Tor schafft ohne zu piepen. Also mal wieder Stiefel ausziehen (ohne Stuhl! Wie doof!) und Schmuck ablegen und nochmal versuchen. Ich hab zu allen Göttern an die ich nicht glaube gebetet das ich nicht auch noch meinen Gürtel*** ablegen muss, und irgendeiner muß mich erhört haben, denn ich bin mit Gürtel und BügelBH durch das Tor gekommen ohne zu piepsen. Nach einer halben Ewigkeit und wieder ohne Stuhl hatte ich dann auch wieder meine Stiefel ordentlich an und konnte mich mithilfe der Flughafenbahn zu meinem Gate bewegen. Dort hatte ich noch viel Zeit mein in London gekauftes Buch zu lesen und lecker englische Butterkekse zu futtern. Der Warteraum füllte sich langsam und irgendwann durften wir dann auch an Bord gehen.
Der Flug war toll und der Erste hatte auch gar keine Angst mehr. Am Flughafen war es nämlich bewölkt und dadurch schon ziemlich dunkel. Aber etwa eine viertel Stunde nach dem Start durchbrach das Flugzeug die Wolkendecke und wir konnten einen Sonnenuntergang über den Wolken erleben - was, wie ich finde,jeder mal erlebt haben muß!

Der Flug war nicht gerade ausgebucht und so hatte der Großteil der Passagiere einen Fensterpplatz und mehrere Sitze für sich. So macht reisen Spaß. Gegen 23 Uhr erreichten wir Berlin und ich fuhr mit dem Bus zum Hauptbahnhof. Den Zug nach Halle hab ich nicht mehr geschafft, wäre ja eh zu teuer gewesen, und so begab ich mich zu McDonalds, aß einen Cheeseburger und trank Cola und einen Café Latte, bevor alle McDonalds-Gäste punkt 2 Uhr nachts vor die Tür gesetzt wurden. Als eine von vielen versuchte ich es mir auf den kalten Holzbänken zum Schlafen bequem zu machen, was mir nicht so wirklich gelang****. Zum Glück schließt McD nur eine Stunde und so konnte ich kurz nach drei wieder einen Café latte trinken um mich wieder aufzuwärmen und munter zu werden. Viele der Menschen um mich herum hatten auch schon vor einigen Stunden hier gesessen und so fragt man sich doch echt, warum der Hauptbahnhof von Deutschlands Hauptstadt nicht auch einen ordentlich Wartebereich haben kann... .
Um 6 Uhr bin ich dann nach Berlin Schöneweide gefahren, wo mich eine Mitfahrgelegenheit ***** in einem tollen großen, klimatisierten und bequemen Auto nach Leipzig fuhr. Dort kam ich 10 min bevor ein Zug nach Halle fuhr an. Ich brauchte 10 min und 5 Automaten ****** um einen gültigen Fahrschein zu bekommen und zum Zug zu rennen, der anfuhr, als mich nur noch läppische 10 m von der Scheißzugtür trennten. Ich hasse die DB!

Nach einer halben Stunde Wartezeit******* und 40 min Fahrzeit stand ich dann auch endlich wieder auf Hallenser Boden. Nachdem ich noch kurz etwas zu Essen, Badepulver und eine Haartönung gekauft habe bin ich mit der Straßenbahn nach hause gefahren. Um 11 Uhr am Sonntag betrat ich endlich meine Wohnung. Home, Sweet Home.
Mein Zimmer schien mir heller und freundlicher denn je und überhaupt ist es zuhause ja doch am schönsten.
Ich packte aus, räumte auf, wusch meine Wäsche, aß Pizza und beendete den Tag schließlich mit einem tollen Wannenbad. Als ich gegen 19 Uhr in mein weiches Bett fiel träumte ich schon wieder von London.



*tasächlich sind alle anderen in andere Busse umgestiegen
**dieses typische Mir-ist-langweilig-also-bitte-gib-mir-was-zu-tun-Lächeln das ich selbst nur allzu gut kenne
***der Rock bleibt ohne Gürtel, nicht da wo er sein sollte... und so viel Spaß wollte ich den Sichterheitbeamten dann doch nicht bieten
****warum muss modern so oft auch so unbequem sein?
*****sehr nett und Besitzer eines eigenen Tonstudios in Leipzig
******Ja klar nehmt nur alle keine 20 Euroscheine oder nur Geldkarten mit aufgeladenem Chip an, ihr dämlichen Mistkrücken*******Die gesamte Reisezeit betrachtet ist das wenig, wenn man aber mal muss und zu geizig ist bei Mr.Clean (Bahnhofstoillette) 1,10 Euro zu bezahlen, dann ist das viel

7. Juni 2008

Bang, Bang - I shot my First Mate down

Der Titel des heutigen Posts hat absolut nichts mit des Masters Tätigkeiten der letzten Woche zu tun, keine Angst. Wer hingegen im Titel einen Song von Nancy Sinatra erkennt der ist gut!
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Am Montag, dem 2. Juni 2008 war es mal wieder so weit. Der Master bekam erneut Besuch von seiner Crew, genauer gesagt von seinem Ersten Offizier.

Gegen 19.37 Uhr GMT landete die Maschine des Ersten mit reichlich Verspätung in Stansted. Und kaum 2 Stunden später konnte unser überschwänglicher Master schon seinem geliebten Vorgesetzten auf der anderen Straßenseite der Liverpool Street zuwinken. Nach ausgiebigem Umarmen ging es dann zur Behausung des Segelmeisters wo zünftig Baguette mit lecker (vom Ersten mitgebrachtem) Feigenbergkäse verspeist wurde.

Am Dienstag Morgen ging es zu aller erst zu Tesco, Proviant für die Woche und schicke Unterwäsche für 1 Pfund pro Schlüppi kaufen^^. Im Anschluss stand dann auch schon Camden Town auf dem Programm. Auf dem Weg dahin gab es wieder einen Zwischenstopp am Kings Cross Bahnhof, wo der Erste eher weniger erfolgreich versuchte durch Wände zu gehen. Naja, aber niemand ist perfekt und das Foto sieht trotzdem gut aus^^.
Da es mitten in der Woche war und auch noch recht nass von oben rum waren nur (relativ) wenig Leute in Camden unterwegs. Aber umso besser konnte man sich alles anschauen! Auf dem Speiseplan stand natürlich das obligatorische frittierte Hühnchen. Es wurde jedoch nicht nur ins leibliche Wohl investiert. Neben einem Paar liebreizender Schühchen mit Schädelchen erstand der Erste auch noch zwei äuerst schicke Röcke welche der Master sogar noch um 15 Pfund runterhandeln konnte. Natürlich wurden auch pflichtschuldigst 2 der 3 vom Köptn gewünschten Dinge gekauft.

Mittwoch stand eigentlich Greenwich und das Fächermuseum auf dem Plan. Dummerweise hatte das Fächermuseum vom 2. bis zum 5. Juni geschlossen. Glücklicherweise fiel das unseren beiden Offizieren noch am Dienstag Abend auf und man konnte den Schlachtplan für Mittwoch noch spontan ändern. Es sollte stattdessen ins Tate Modern gehen. Auf dem Weg dahin wurde ein Fotostopp an der Golden Hinde eingelegt und man besichtigte noch kurz das Globe Theatre (von außen) und den dazugehörigen Shop (nicht nur von außen). In selbigem Shop erwarben unsere Seebären 2 unglaublich tolle und informative Bücher über Kleidung in der Tudor-Zeit. Diese äußerst edukativen Schriftstücke halfen dem Master nun endgültig das Thema seiner Bachelor Arbeit festzulegen.

Im Tate Modern gönnten sich Erster und Master mal einen Multimedia-Guide. Jaha, MULTIMEDIA und nicht AUDIO. Da waren nämlich sogar Fotos, Filme und Musik mit eingebaut. Äußerst informativ und unterhaltsam. Der Master wagt auch zu behaupten, dass die Exponate des Tate Modern durch den Multimedia-Guide erst richtig interessant und überhaupt verständlich werden. Und für 1 lausiges Pfund pro Student war es auch ein absolutes Schnäppchen.
Bekanntlich hält der Master ja nicht allzuviel von moderner Kunst, aber mit dem Ersten zusammen war es doch ein sehr netter Museumsbesuch. Einige der Bilder haben unserem Segelmeister sogar richtig gefallen. Leider gab es gerade von denen keine Postkarten im Museums-Shop.
Dem Ersten hat übrigens das Tate Modern auch nicht so ganz zugesagt... naja... aber es war ja umsonst^^

Nach 3 Stunden Tate sollte es noch zum Oxford Circus gehen um bei Bravissimo lecker Unterwäsche zu kaufen^^. Vorher wurde allerdings noch ein kleiner Stopp bei Starbucks eingelegt um neue Energie zu tanken. Man gönnt sich ja sonst nichts. Ungünstigerweise verliess unsere zwei Seebären an dieser Stelle ihr untrügerischer, nautischer Orientierungssinn und sie liefen eine halbe Stunde lang im Kreis bis sie endlich das Geschäft fanden. Leider war es dann auch schon 19 Uhr und Ladenschluss. Ja, das leben ist grausam, aber Donnerstag ist auch noch ein Tag und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Donnerstag hieß es ernaut "Volle Kultur-Kraft vorraus!" und man stattete der National Gallery am Trafalgar Square einen Besuch ab. Obwohl ettliche Schulklassen unterwegs waren gestaltete sich dieser Museumsbesuch als äußerst entspannt. Das lag nicht nur an ausreichend Sitzgelegenheiten in jedem Raum sondern auch an den geilomatigen Exponaten und den an wirklich jedem Gemälde zu findenden Info-Täfelchen. Diese verrieten dem geneigten Besucher nicht nur, wie sonst üblich, Künstler und Titel des Werkes, sondern auch die Geschichte die in dem jeweiligen Bild steckt wie auch kleine Besonderheiten. So war auf einem Portrait einer adeligen Dame auf ihrem Kinn eine dunkle Stelle zu sehen. Laut Infotafel handelte es sich hierbei um die Augenbraue eines Mannes, übe rdessen Portrait besagte Dame gepinselt wurde.
Was auch noch besonders auffiel, war die Farbprächtigkeit der Gemälde. Was vermuten lässt, dass die meisten der Exponate eine gründliche Restaurierung hinter sich haben. Sehr schön. Auch wenn Jesus in pink gewöhnungsbedürftig ist.
Die National Gallery wird von der Stiftung Master-Test mit dem Prädikat "Empfehlenswert!" ausgezeichnet.

Nach der Gallerie begaben sich unsere zwei Offiziere dann noch auf einen kurzen Spaziergang zum Buckingham Palace. Motiviert wurde das ganze durch dutzende Union Jacks die aus noch unbekannten Gründen über die gesamte Länge der Paradestraße vom Trafalgar Square bis zum Palast hin verteilt waren. Am Palast angekommen verspürte der Master kurzzeitig eine äußerst freudige Erregung. Sollten die weißen Beinkleider die er in der Ferne an den Torwachen wahrnehmen konnte tatsächlich Kniestrümpfe sein? Wenn ja, würde das bedeuten, dass selbige Wachen auch Kilts trugen!!!



Leider erwiesen sich besagte Beinkleider nicht als Kniestrümpfe sondern waren wirklich nur Beinkleider. Es muss wohl hohen Besuch von Außerhalb gegeben haben der seine eigenen dunkelhäutigen, weißbehosten, grünbetuchten Wachen mitgebracht hatte. Schade. Kilts wären viel toller gewesen



Aber dafür kamen unsere Offiziere noch
in den visuellen Genuss einiger berittener Rotröcke. Mit viel Bling Bling und Rüstung und so^^.

Nach diesem Kurzen Abstecher ging es dann endlich noch einmal zu Bravissimo shoppen. Der Erste ergatterte ein äußerst schmuckes Teil und kann sich nun mit recht als stolz der britischen Marine fühlen. Unser Segelmeister ging leider leer aus, da sein Objekt der Begierde nur noch in Elfenbein vorhanden war. Aber es gibt ja noch den Online Versand und so ist für des Masters Unterwäsche noch nicht aller Tage Abend!
Anschließend begab man sich natürlich noch zu Harrods, erkundete ausgiebig die Food Halls und erwarb auch das ein oder andere Teilchen. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle der Strawberry-Cheesecake of DOOM.


Am Freitag stand, wie könnte es anders sein, Greenwich auf dem Plan. Zuerst begaben sich unsere zwei raubeinigen Wasserratten ins Fächermuseum . Hach, was es nicht alles gibt. Schön schick, schön antik und schöööön teuer. Das Museum war zwar recht klein aber die ausgestellten Stücke schon unglaublich beeindruckend. Man denkt gar nicht was für Kunstfertigkeit in so einem kleinen Teil steckt. DieGriffe waren filigran aus Elfenbein oder Perlmut geschnitzt und mit Gold und Silber verziert.

Natürlich konnten unsere zwei Offiziere nachher im Museums-Shop nicht widerstehen und erwarben jeder einen schicken schwarzen, handbemalten Seidenfächer mit floralem Motiv.

Im Anschluss ging es durch den schönen Greenwich Park zum National Maritime Museum um die Arktis zu erkunden ...





... und Lord Nelson zu huldigen. Der Erste stimmt dem Master übrigens zu, was dessen Vermutungen über Nelsons tatsächliches Ableben angeht. Natürlich wurden auch wie immer ein paar feindliche Schiffe versenkt und der Erste steuerte erfolgreich ein Schiff der Navy in den Hafen von Sydney (man konnte sogar die Oper sehen!).







Am Samstag, des Ersten letztem Tag auf Landurlaub ging es standesgemäß ins Spielzeugmuseum. Auch hier hatte man wieder viel Spaß beim Dinge Anschauen, sich Verkleiden, peinliche Fotos machen und den Master in Dame besiegen. Danach ging es dann nochmal zu des Masters Behausung und man verspeiste lecker Kroketten und Chicken-Fingers. Wer jetzt denkte:"Aha, aber Hühner haben doch gar keine Finger!" der hat die Lacher auf seiner Seite.







17.35 fuhr dann auch schon des Ersten Bus von der Liverpool Street ab und man musste sich verabschieden. Hach. Aber es sind ja jetzt nur noch 3 Wochen bevor der Master wieder heimische Gefilde ansteuern kann.

Aber am Mittwoch gehts erstmal zur nächsten Insel. Der Master verbringt eine Woche in Irland bei Franzi und wird versuchen im Atlantik zu baden. Also dann, geliebtes Publikum, bis zum 17. Juni.

Gruß und Kuss!
21.50 Uhr GMT - Kleiner Nachtrag:
Soeben wurde in London erfolgreich die Grillsaison eingeleitet. Zum Angrillen gabs lecker Plantanes (so ne Art riesige, sehr süße Bananen), Rindersteak und Chicken Tikka... irgendwas sauscharfes pakistanisches. Traditionelles Essen da wo Faisal und Co. herkommen. Zur romantischen Untermalung gabs liebreizenden Indie-Pop* von Yasirs Handy. Hach ja, Jungens und ihr Spielzeug...
Egal, Essen war lecker und umsonst und der Abend war lustig** also beschwert sich der Master nich. War jedenfalls sau lieb von des Masters Wohnungsgenossen ihn zum Grillen einzuladen. Und er fühlt sich jetzt auch gar nicht mehr so wehleidig weil die Wurstsisters heute ohne ihn grillen.
* Indie im Sinne von indisch, nicht zu verwechseln mit independent.
** Auch wenn Maritza fünfmal sagt "Achtung die Plantanes sind HEIß!" heißt das nicht, dass Muneeb nich alles auf einmal in den Mund steckt und dann fast ausspucken muss während alle anderen fast aufm Tisch liegen weil sie ihn auslachen... ach Schadenfreude is schon was dolles^^