... ja genau, so oder so ähnlich hat sich des Masters Irland-Urlaub zugetragen. Bevor wir uns der ganzen Geschichte näher widmen erstmal ein herzliches Willkommen an alle treuen Leser!
Nach längerer Abwesenheit ist der Master gestern bei schönstem Sonnenschein wieder in heimische, sprich englische, Gewässer eingelaufen. Er war müde, hungrig und faul, und genau deshalb gibt es erst heute des Masters neuen Logbucheintrag:
11.06.2008
Der erste Reisetag. Alles in allem ein völlig gewöhnlicher, ereignisloser Tag, wenn man mal von diversen Zugverspätungen und -verwechslungen und einer geschlagenen Stunde am Check-In Schalter warten absieht. Sogar an der Sicherheitskontrolle lief alles reibungslos, das drollige Metalltürchen gab keinen einzigen Pieps von sich und unser Offizier musste noch nicht mal seine Schuhe ausziehen! Sämtliche Flüssigkeiten (der Master ist nur mit Handgepäck gereist um wertvolle Euros zu sparen) waren auch ordnungsgemäß in ein Plastiktütchen verpackt worden und so konnte unser Offizier sich auf den Weg zur Wartehalle machen.

Mit etwa 20 Minuten Verspätung startete dann um 15.05 Uhr des Masters Flugzeug nach Irland. Und ca. 16.30 fand sich unser liebster Offizier dann zum ersten mal in seinem Leben auf irischem Boden wieder. Hach. Wie schön. Und es regnet...
Egal, zum Glück war die Bushaltestelle am Shannon Airport überdacht und nach 10 Minuten kam auch schon der Bus nach Galway. Während dieser liebreizenden, einlullenden 2-Stunden-Fahrt durch verregnete Felder ist unser Segelmeister auch nur ein ganz kleines Bisschen eingeschlafen. Glücklicherweise ist in Galway am Busbahnhof eh die Endstation^^.
Eigentlich wollte ja zuerst Franzi unseren Offizier am Busbahnhof abholen, aber da sie leider arbeiten musste machte man sich allein auf den Weg zur Greenfields Road 15. Vom Busbahnhof ging es über den Eire Square (sprich "Är Squär", zu gut deutsch: Irland Platz) und durch das Gewirr unzähliger Kleinstadtgässchen. Aber was ein echter Segelmeister ist der ist vorbereitet und hat eine super genaue, detaillierte von Google mit Hand selbst abgemalte Karte! Ha! Die Karte, welche im übrigen absolut funktionstüchtig war, musste aber gar nicht richtig zum Einsatz kommen, da auf halbem Weg dem Matser seine liebe Gastgeberin begenete, die doch nicht arbeiten musste. Und so konnte man gemeinsam den Weg ins Trockene fortsetzen.
In besagter trockener Unterkunft gab es dann lecker Futter und man besprach die Planung für die kommende Woche. Und da eine lange Reise müde macht, egal ob man dabei die ganze Zeit gesessen hat, ging es zeitig ins Bettchen.
Am Donnerstag, dem 12.06. 2008 musste Franzi wieder arbeiten und so schlug sich der Master auf eigene Faust durch. Zuerst gings zur Galway Cathedral, einer unglaublich beeindruckenden, archaisch wehrhaft anmutenden Kirche. Hach, unser Offizier war hingerissen. Und als er dann auch noch zufällig einem tollen Konzert während des Gottesdienstes beiwohnte war das das Sahnehäubchen. Herzallerliebst war auch der Pfarrer, der nicht nur wie üblich für Weltfrieden und was auch immer Gottes Beistand erbat, sondern auch für die lieben Studenten, wo doch gerade Prüfungszeit ist^^ *rofl*. Fast hätte der Master losgelacht, aber in His Majesty's Royal Navy herrscht Disziplin und Ordnung!
Nach der Kathedrale widmete sich unser Segelmeister der pitoresken Innenstadt und dem so genannten Claddagh. Es wurden einige Souvenirs und Postkarten erworben und sich anschließend zum Strand begeben. Hier wanderte der Master ein wenig ziellos umher bis er sich schließlich auf einigen seinem Stand angemessenen Felsbrocken nieder ließ um sich ausgiebig der Lektüre seines marine-historischen Romans "Verfolgung im Nebel" von Patrick O'Brian zu widmen.
Als es nach einer Weile anfing etwas stürmisch und regnerisch zu werden begab man sich sicherheitshalber auf den 4 km langen Nachhauseweg.
Abends ging es dann noch auf einen kurzen Abstecher in diverse Pubs (erstmal zum angucken was dem Master die Woche noch so bevorsteht) und in eine Bar, genannt "Livingroom". Sehr hipp und groovie möchte man sagen. Und da Donnerstag glücklicherweise Cocktailtag war gönnte man sich für 5 Euro den geilsten Cocktail seit Menschen gedenken. Mudslide, also Dreckrutsche zu deutsch, nannte sich diese Köstlichkeit. Neben Bailey's und Kaluha gehören da auch noch Schokosoße, Sahne und Eiskrem rein. Hach, das ganze war eher wie ein Hochprozentiger extrem köstlicher Eisbecher (die oberste Schicht ließ sich löfflen!!!!) Hach, schnüff... um es mal mit Gimli's Worten aus dem Herrn der Ringe aus zu drücken: "Mein Herz ist schwer, denn ich habe zum letzten mal ge[trunken] was am schönsten ist."
Am Freitag, dem 13.06.2008 stand der erste große gemeinsame Ausflug auf dem Plan. Um 9 Uhr begab man sich in die Stadt um den Bus nach Rossaveal (Ros an Mhìl) zu nehmen. Hier begab man sich an Bord eines schmucken kleines Fährschiffes und machte sich auf die einstündige Bootsfahrt zu den Aran Islands. Genauer gesagt nach Inis Mòr (Inishmore), der größten der drei Inseln. Die See war zwar etwas aufgewühlt, dennoch gab es schönsten Sonnenschein und der Master genoss in seinem Element zu sein. Auch wenn er nicht selbst auf der Brücke stand hat sich die
Besatzung des Schiffes gar nicht mal dumm angestellt und so konnten unsere zwei Reisegefährten um 11.30 wieder an Land gehen um sich ein angemessenes Reisgefährt zu suchen. Dem geneigten, bewegungsfaulen Besucher stehen auf Inis Mòr Kleinbusse und Pferdekutschen zur Verfügung. Aber was ein echter Seebär ist der bevorzugt Manpower gegenüber Pferdestärken! Also beschloss man sich einen vertrauenswürdigen Drahtesel zu mieten um das liebreizende (14km lange und 3 km breite) Inselchen auf eigene Faust zu erkunden.

Ja hier gab es viel zu sehen. Die Insel zählt nur rund 800 Einwohner, Kühe, Pferde, Ziegen, Hühner und so nicht mitgerechnet. Und wenn man erst einmal weit genug vom Hafen entfernt ist glaubt man wirklich ganz allein im Nirgendwo zu sein. Nur die zahlreichen Ruinen und Felsmauern erinnern einen daran, dass es irgendwo noch eine Zivilisation gibt.
Eines der Highlights auf Inishmore ist Dún Aonghasa, ein über
4000 Jahre altes kreisförmiges, keltisches Fort. Das Fort liegt genau an den Klippen von Inishmore und schien zumindest dem Master, der den Weg gegangen ist*, uneinnehmbar.
Die Kliffs von Inishmore sind keinesfalls so berühmt oder gar so hoch wie die Kliffs von Moher. Aber dafür gibt es auch entschieden weniger Touristen und Absperrungen, so dass ein todesmutiger Master sich auf dem Bauch bis an den Rand der Klippen robben konnte um einen Blick in den Abgrund zu wagen. Ja dieses Bild mag dem ein oder anderen Leser ein schmunzeln entlocken, doch
seien Sie versichert, dass das die übliche Prozedur im Umgang mit 200 Meter tiefen Klippen ist an denen unberechenbare Seewinde wehen und gern unvorsichtige Zeitgenossen in die brodelnde, donnernde See zerren.
*dieser Weg ist nicht zu verwechseln mit DEM Weg, aber durchaus nicht unähnlich.
Ein weiterer Höhepunkt Inishmores sind die "Sieben Kirchen" (Na Seacht d'Teampheall). Eine Ansammlung von sieben...äh..ja... Kirchen auf kleinstem Raum und scheinbar wahllos nebeneinander angeordnet. Mitlerweile sind nur noch Ruinen erhalten, aber gerade das macht es so beeindruckend. Die Frage warum genau eine Insel mit Maximal 800 Einwohnern 7 Kirchen (plus 2 weitere, an anderen Stellen auf der Insel) braucht konnte leider nicht beantwortet werden. Von den Sieben Kirchen, dem nördlichsten Punkt der Radtour aus, ging es wieder zurück in Richtung Hafen. Vom Badestrand der Insel immer schön an der (extrem windigen) Küste lang. Vorbei an einer Seelöwenkolonie** und noch mehr einheimischem Wildlife***.
Auf der Coast Road holte sich des Masters zarte Alabasterhaut dann auch einen bösartigen Sonnenbrand. Es ist schon tückisch, wenn es durch den Wind so kalt ist, dass man eine Jacke tragen muss, aber die Sonne trotzdem vom Himmel brutzelt. Aber ein echter raubeiniger Seemann hällt sowas aus! Arrrrr!
Wieder am Hafen angekommen gönnte man sich noch ein leckeres Softeis und stieg dann 19.30 Uhr auf die letzte Fähre zum Festland.
Anschließend ging es mit dem Bus wieder nach Galway und um ca. 21.30 fanden sich unsere ausgehungerten Seemänner und Inselbezwinger bei Mc Donnagh's**** wieder. Das ist DIE Fischbude Galways. Immer rammelvoll. Immer lecker. Immer preiswert und immer FANGFRISCH.
**Auf dem Hinweisschild stand Seelöwenkolonie, jedoch konnte der Master keinen einzigen Seelöwen sehen, geschweige denn hören.
*** Kühe und Rentner
**** Nicht zu verwechseln mit Mc Donald's

Nach dem Abendessen begab man sich dann direkt... nein, nicht nach hause sondern ins Monroe's. Ein sehr traditioneller, rustikaler Pub in dem ein Konzert statt fand. Zu allererst begaben sich unsere zwei Seebären in den Ladies Bathroom um mit Entsetzen bei grellem Licht festzustellen wie krebsrot sie wirklich waren. Verdammt! Naja, jetzt ist es eh zu spät, also schnell noch ne Schicht Puder drauf haun und hoffen, dass es im Pub schummrig genug ist.
Nach längerer Abwesenheit ist der Master gestern bei schönstem Sonnenschein wieder in heimische, sprich englische, Gewässer eingelaufen. Er war müde, hungrig und faul, und genau deshalb gibt es erst heute des Masters neuen Logbucheintrag:
Der erste Reisetag. Alles in allem ein völlig gewöhnlicher, ereignisloser Tag, wenn man mal von diversen Zugverspätungen und -verwechslungen und einer geschlagenen Stunde am Check-In Schalter warten absieht. Sogar an der Sicherheitskontrolle lief alles reibungslos, das drollige Metalltürchen gab keinen einzigen Pieps von sich und unser Offizier musste noch nicht mal seine Schuhe ausziehen! Sämtliche Flüssigkeiten (der Master ist nur mit Handgepäck gereist um wertvolle Euros zu sparen) waren auch ordnungsgemäß in ein Plastiktütchen verpackt worden und so konnte unser Offizier sich auf den Weg zur Wartehalle machen.
Mit etwa 20 Minuten Verspätung startete dann um 15.05 Uhr des Masters Flugzeug nach Irland. Und ca. 16.30 fand sich unser liebster Offizier dann zum ersten mal in seinem Leben auf irischem Boden wieder. Hach. Wie schön. Und es regnet...
Egal, zum Glück war die Bushaltestelle am Shannon Airport überdacht und nach 10 Minuten kam auch schon der Bus nach Galway. Während dieser liebreizenden, einlullenden 2-Stunden-Fahrt durch verregnete Felder ist unser Segelmeister auch nur ein ganz kleines Bisschen eingeschlafen. Glücklicherweise ist in Galway am Busbahnhof eh die Endstation^^.
In besagter trockener Unterkunft gab es dann lecker Futter und man besprach die Planung für die kommende Woche. Und da eine lange Reise müde macht, egal ob man dabei die ganze Zeit gesessen hat, ging es zeitig ins Bettchen.
Als es nach einer Weile anfing etwas stürmisch und regnerisch zu werden begab man sich sicherheitshalber auf den 4 km langen Nachhauseweg.
Abends ging es dann noch auf einen kurzen Abstecher in diverse Pubs (erstmal zum angucken was dem Master die Woche noch so bevorsteht) und in eine Bar, genannt "Livingroom". Sehr hipp und groovie möchte man sagen. Und da Donnerstag glücklicherweise Cocktailtag war gönnte man sich für 5 Euro den geilsten Cocktail seit Menschen gedenken. Mudslide, also Dreckrutsche zu deutsch, nannte sich diese Köstlichkeit. Neben Bailey's und Kaluha gehören da auch noch Schokosoße, Sahne und Eiskrem rein. Hach, das ganze war eher wie ein Hochprozentiger extrem köstlicher Eisbecher (die oberste Schicht ließ sich löfflen!!!!) Hach, schnüff... um es mal mit Gimli's Worten aus dem Herrn der Ringe aus zu drücken: "Mein Herz ist schwer, denn ich habe zum letzten mal ge[trunken] was am schönsten ist."
Ja hier gab es viel zu sehen. Die Insel zählt nur rund 800 Einwohner, Kühe, Pferde, Ziegen, Hühner und so nicht mitgerechnet. Und wenn man erst einmal weit genug vom Hafen entfernt ist glaubt man wirklich ganz allein im Nirgendwo zu sein. Nur die zahlreichen Ruinen und Felsmauern erinnern einen daran, dass es irgendwo noch eine Zivilisation gibt.
Eines der Highlights auf Inishmore ist Dún Aonghasa, ein über
Die Kliffs von Inishmore sind keinesfalls so berühmt oder gar so hoch wie die Kliffs von Moher. Aber dafür gibt es auch entschieden weniger Touristen und Absperrungen, so dass ein todesmutiger Master sich auf dem Bauch bis an den Rand der Klippen robben konnte um einen Blick in den Abgrund zu wagen. Ja dieses Bild mag dem ein oder anderen Leser ein schmunzeln entlocken, doch
*dieser Weg ist nicht zu verwechseln mit DEM Weg, aber durchaus nicht unähnlich.
Auf der Coast Road holte sich des Masters zarte Alabasterhaut dann auch einen bösartigen Sonnenbrand. Es ist schon tückisch, wenn es durch den Wind so kalt ist, dass man eine Jacke tragen muss, aber die Sonne trotzdem vom Himmel brutzelt. Aber ein echter raubeiniger Seemann hällt sowas aus! Arrrrr!
Wieder am Hafen angekommen gönnte man sich noch ein leckeres Softeis und stieg dann 19.30 Uhr auf die letzte Fähre zum Festland.
**Auf dem Hinweisschild stand Seelöwenkolonie, jedoch konnte der Master keinen einzigen Seelöwen sehen, geschweige denn hören.
*** Kühe und Rentner
**** Nicht zu verwechseln mit Mc Donald's
Nach dem Abendessen begab man sich dann direkt... nein, nicht nach hause sondern ins Monroe's. Ein sehr traditioneller, rustikaler Pub in dem ein Konzert statt fand. Zu allererst begaben sich unsere zwei Seebären in den Ladies Bathroom um mit Entsetzen bei grellem Licht festzustellen wie krebsrot sie wirklich waren. Verdammt! Naja, jetzt ist es eh zu spät, also schnell noch ne Schicht Puder drauf haun und hoffen, dass es im Pub schummrig genug ist.
Die Band die spielte nannte sich übrigens "Without George". Franzi äußerte die Frage, warum die Band "Without George" heißt, wo doch kein einziges Mitglied George heißt. Der Master meinte darauf, dass das doch ganz normal sei. Wenn eines der Mitglieder George heißen würde, dann könnte die Band ja schließlich nicht "WITHOUT George" heißen, sondern nur "With George".
Gegen Mitternacht begab man sich dann zum Róisín Dubh, dem Schwarzen Röschen, wenn des Masters Irisch-Kenntnisse ihn nicht täuschen. Eine Mischung aus Pub und Club, wo man zufällig zwei Freunde Franzis traf. Also wurde erst noch ein bisschen mit Sinead und Sarah geplauscht bevor man sich ans abhotten machte. Da es aber am Sonntag auch wieder zeitig rausgehn sollte macht man sich gegen 1.15Uhr auf den Heimweg. Hier schloss der Master noch ausgiebig Bekanntschaft mit einem äußert liebreizendem, flauschigem, irischem Individuum.
Morgens halb 2 in Irland...
Hintertür vom Ashford Castle
Auf unserer Tour gab es auch einen Stopp am Ashford Castle, dem so genannte Guinnes Schloss. Mittlerweile ist es "nur" noch ein 5-Sterne-Hotel wo gern mal Brad Pitt und Co. absteigen, aber das hält den Master ja nicht davon ab mal durch den Vorgarten zu spazieren und Fotos zu machen^^.
Kylemore Abbey
Außerdem gabs noch ein ganz privates Meet'nGreet mit Oscar Wilde himself...
Dienstag Morgen hieß es dann um 6.30 Uhr aufstehn, denn um 9.05 Uhr sollte der Bus zum Shannon Airport losfahren. Bei strömendem Regen eilte man durch die Straßen um sich dann am Busbahnhof herzlich voneinander zu verabschieden. Hach es war schön, aber leider viel zu kurz. Aber das heißt ja nicht, dass der Master nicht nochmal irgendwann nach Irland fährt.
Hach und nun sind es nur noch 1 1/2 Wochen bis es wieder zurück in die schöne Heimat geht!
Olè und Hipp Hipp Hurra!