Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Im Laufe seiner Existenz hatte dieses Blog bereits eine Vielzahl von Namen und eben solch eine Vielzahl an dramatis personæ wandelten durch ihre Zeilen und Absätze.

Ein letztes Überbleibsel aus grauer Vorzeit stellte bis vor kurzem die Webadresse dar. Dagi in London, das war 2008. Hier trat auch das erste mal der Segelmeister oder Master in Erscheinung. Ein raubeiniger Seebär in der Marine Seiner Königlichen Hohheit König George III. von Großbritannien. Neben seiner seefahrerischen Tüchtigkeit legte der Segelmeister auch ein gewisses Gespür für Spionage an den Tag. Entwuchsen ist dieser überaus liebenswerte Halunke den  historischen Romanen, angesiedelt in der Ära der Napoleonischen Kriege, von Patrick O'Brian.

Nach der Beendigung der glorreichen Dagi-in-London-Phase titulierte sich das Blog nunmehr aufwieglerisch und freibeuterisch als Küss mich, ich habe Skorbut! Was manchem vielleicht aus einer viel gerühmten Computerspielreihe, die auf einer Affen-Insel spielt, bekannt vorkommt. Im Jahre 2011 verschwand der hochgeachtete Segelmeister dann endgültig in die unendlichen Weiten der Sieben Weltmeere und ob er heute noch in der Antarktis Flöte spielt wissen nur die Pinguine.

Ungefähr zu dieser Zeit machte sich ein sehr dem Illeismus verfallener Studentenkörper hier breit, der in des Masters Fußstapfen folgend unter der Skorbut-Überschrift hier sein Unwesen trieb. angestachelt von allerlei hetzerischem und abstrusem Schriftgut von Sir Terry Pratchett und Helge Schneider sind Manigfaltige "esque" Stilblüten entstanden.

Mit Beendigung des Studiums wurde es dann endgültig Zeit den unziemlichen Skorbut Mantel abzulegen und sich auf zu machen in das größte Abenteuer überhaupt: das richtige Leben. Und getreu dem Motto: Die Straße gleitet fort und fort, wohin sie führt ich weiß es nicht. Wurde ein neues Pseudonym für Dagi in London gefunden. Entsprechend der ziellosen Aufbruchsstimmung die zu jener Zeit herrschte schien es passend eine Wandermetapher bzw. gleich zwei zu bemühen um mit Hilfe von J.R.R. Tolkien und Michael Ende Vom Perelin zum Haulewald - Tagebuch eines grauen Wanderers in diese Welt zu bringen.

Und hier sind wir denn auch heute noch, freilich nicht mehr so jung und studentisch vergnügt wie ehedem. Die Realität kann manchmal recht hartnäckig sein. Doch eben diese ist es, die das Blog nun mit neuem Leben füllt. Unsere Autorin, immernoch dem Illeismus verfallen, zählt inzwischen zarte 28 Sommer,und ist seit November 2014 offizielles Mitglied der Geheimloge der FI'ler ( Es ging eine lange Probezeit von 2 Jahren voraus). Diese mystische Volksgruppe tritt immer öfter in den Fokus der Öffentlichkeit mit ihren ominösen Wehwehchen und eigenwilliger Esskultur. Fructoseintoleranz, die neue Krankheit für Menschen die sonst schon alles haben. Und genau darum dreht es sich (nicht ausschließlich, man kann ja schließlich nicht NUR essen) in Dagis Welt.

Laktose- und Glutenunverträglichkeit sind inzwischen ja schon marktwirtschaftlich assimiliert worden mit jeder Menge Produkten speziell für diese Verdauungstypen. Überall findet man auf Zutatenlisten in schöner Fettschrift "enthält Gluten", "enthält Milch" oder sogar vorne auf GLUTENFREI, LACTOSEFREI. Schön, denkt man sich. Sowas müsste es doch auch für die Fructose geben. Fehlanzeige. Die aller wenigsten Nahrungsmittelproduzenten halten es für notwendig den verwendeten Zucker ebenso hervorgehoben zu präsentieren. Dabei ist in so vielen Bereichen Fruchtzucker zu finden wo eigentlich keiner reingehört: Vanillepudding kann man ja noch ansatzweise nachvollziehen, aber bei Salami stellt sich dann die Frage ob Fructose als Zutat tatsächlich notwendig gewesen wäre.

Aus dieser Problematik heraus und der ganz einfachen Frage "Was kann man dann eigentlich noch essen?" geschuldet habe ich beschlossen mich in Eigentherapie mit dem WWW über fructosefreie und fructosearme Ernährung auszutauschen. Zu finden sind diese Ergüsse inzwischen an anderer Stelle, nämlich hier: www.fructoseintoleranzpirna.wordpress.com Inspiriert wurde dies auch durch das großartige Koch- und Ratschlägebuch Fructopia von Deniz Ficicioglu, das auch als Blog unter www.fructopia.de zu finden ist.

Mit Auskopplung der Fruktoseintoleranz (schön wärs!) widmet sich eure geliebte Autorin nun wieder den schönen Dingen des Lebens. Bis Zur Unendlichkeit und noch viel weiter!

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