14. August 2011

Helge Popelge

Es ist mal wieder Sonntag, es sind Semesterferien und zum Baden ist es zu kalt. Was also kann der gelangweilte Student mit so viel Zeit anfangen? Ganz einfach: Lecker Tee! ... mit keinem geringeren als Helge "00" Schneider. Komplett durchorganisiert traf man sich also an diesem Sonntagabend 18:30 am Carolaplatz ausgerüstet mit Kuchen, selbstgepflückten Mirabellen und natürlich Lecker Tee!* Käsebrot, Möhrchen und Eiersalat wären natürlich auch nicht verkehrt gewesen, aber man kann ja nicht alles haben. Pünktlich zur Einlasszeit für Normalsterbliche begab man sich also auf den Weg, nein, nicht AUF das Gelände der Filmnächte, sondern drum HERUM. Wer ein echter Student ist, der bezahlt schließlich nicht für sein Unterhaltungsprogramm. Von der Elbe aus gesehen linksseitig des Ministeriumsgebäudes angekommen sicherte man sich, bei schönstem Sonnenschein, auf einem kleinen Hang ein ideales Plätzchen welches sogar teilweise den Blick zur Bühne und Leinwand freigab.

*Mara de Cuja um genau zu sein, was vermutlich soviel bedeutet wie Pample de Muse oder Ana de Nas.


Hier wurde nun die Kuscheldecke ausgebreitet und man machte sich ans 1 1/2 stündige Warten auf Helge himself. Während D. aus P. und M. aus dem W. sich bereits an den Mirabellen gütlich taten trudelte mit ein wenig Verspätung gegen 19 Uhr auch K. aus B. ein. Während man nun also zu dritt** des Helge harrte verteidigte man auch heldenhaft den Proviant gegen ortsansässige Parasiten der Canidaen Überzeugung.

** A.-D. aus S. war leider gesundheitlich verhindert.
T. aus B. kommt

Parasit der Canidaen Überzeugung - Arthur
Grazile Grazien - So schön!
Currywurst-Fachverkäuferin

Pünktlich um 20:00 wurde es dann laut aus Richtung Bühne, wie auch aus Richtung entgegengesetzt der Bühne. Der geneigte Zuschauer konnte bei einem Blick in letztere Richtung deutlich die bereits bedrohlich nah heranziehenden Donnerwolken grollen hören. Während die ersten illegal-Zuschauer bereits ihre Habe wieder verstauten hielten sich unsere drei Grazien wacker. "Vielleicht zieht es ja vorbei.", "Ist doch bloß Wind." und "Schau mal da hinten wirds schon...noch grauer." waren in diesem Kontext zu vernehmen. Schließlich ertönte der liebliche Klang des Erfinders von Katze-Klo und das Intro wurde gespielt. Überglücklich erkannte man auch von seinem Posten aus deutlich Helges hell angestrahlte Figur und kann nun mit Fug und Recht behaupten den Meister einmal live und in Farbe gesehen zu haben. Das Gute Wetter hielt in etwa bis zum Ende des Intros. Bei den ersten Tönen von "Texas"*** hatte man sich bereits in seine Decken gehüllt und versuchte auf höher und geschützter gelegenes Terraine zu entkommen.

***"Texas ist nicht nur ein Name, es ist auch ein Hut; Texas ist nicht nur ein Hut, es ist ein Bundesland ... in Nebraska!"
Helge am Klavier (klicken zum Vergrößern)

Als die Witterung sich weiter zu verschlechtern drohte machte man sich raschen Schrittes auf zur Straßenbahnhaltestelle und verunsicherte auf dem Weg dahin etliche Autofahrer die angstvoll auf den orange-gelb-braunen Deckenhaufen am Straßenrand starrten. Ein wenig enttäuscht aber in ihrem Tatendrang ungebrochen machten sich die drei Grazien noch auf zu Ms. Biens Bubble Tea um vor Ort festzustellen dass geschlossen war. So schlurfte man dann die 50 Meter weiter bis zu McDonalds um die Sehnsucht nach Helge und Bubble Tea mit Eis zu bekämpfen. Im Mc Cafe Bereich des McDonalds Restaurants verunsicherte man weitere Passanten indem man sich lautstrak eine Foto-Love-Story zu den Fitness-Tipps im aktuellen Fit for Fun Magazin ausdachte. Leider muss diesbezüglich verkündet werden, dass die drei Grazien wohl nie erfahren werden wie man ungezwungenen Sex mit fremden Männern hat da die entsprechenden Seiten inklusive des Sandwich-Rezeptes leider der McDonalds Zensur zum Opfer gefallen waren.

Und plötzlicher Schluss.

Wetter -gegen 19:45 Uhr