15. Juli 2008

Noch n paar Fotos von den Highland Games

Sooooo hier nun also des Köptns Impressionen von den glorreichen Highland Games.. hach sind wir nich alle schick^^

Köptn und Admiral Melli beim Saltatio Mortis Konzert


Master proudly presents The Binsenmann!

Köptn und Master posen um den Anschein trauter Zweisamkeit zu erwecken.



Schiffskatze, Admiral Melli, Master und Erster auf einem maritimen Strohballen

Erster, Admiral Melli und Master vorm brennenden Binsenmann...

Es gibt eine absolut rationale und unanzügliche Erklärung für das Stroh in den Haaren unserer geliebten Marine Offiziere! Echt jetzt!!!

7. Juli 2008

Schotten Rocken!

Vom 04.07.-06.07. fanden in Halle an der Saale die 4. Internationalen Highland Games statt. Und der Master, seines Zeichens Wahl-Schotte, ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung durch seinen Besuch zu beehren. Aber natürlich erscheint ein echter Offizier zu so einer Angelegenheit nicht allein. Im Schlepptau führte der Master nicht nur den Ersten Offizier, in dessen Behausung man sich parasitär einnistete, sondern auch Köptn Hobel und Admiral Melli feat. die Schiffskatze.

Am Freitag Morgen hieß es für unseren Seebären erst noch einige geschäftliche Dinge erledigen und einen sich verdächtig nach Rudi Carrell anhörenden Menschen davon zu überzeugen, warum ausgerechnet der Master die Praktikumsstelle bekommen sollte. Da unser Offizier allerdings allseits bekannt und verehrt ist war es nur eine Sache von 10 Minuten bis ihm der niederländische Agent aus der Hand fraß. So konnte sich dann frohen Mutes auf zu den Highland Games gemacht werden.

Standesgemäß führten Master und Köptn alkoholhaltige Tinkturen bei sich die zivilisiert im Reisegefährt geschlürft wurden. Beim Ersten angekommen wurde sich erst einmal in die Galauniform geworfen und dann machte man sich auch schon auf den Weg zum Festgelände wo man auch auf Admiral Melli und die Schiffskatze stoßen sollte.

Zur Eröffnung der Spiele wohnte man einem äußerst liebreizendem Konzert von Saltatio Mortis und einem äußerst äh... öhm... stumpigem Konzert von Knorkator bei. Ja da ging die Stimmung ab. Und da der Master auch aus unerfindlichen Gründen immer ein volles Horn hatte, obwohl er ständig daraus trank, wurde es immer lustiger. Auch wenn man diverse äußerliche Reize, wie Kälte nicht mehr ganz so wahr nahm. Allerdings war das nicht unbedingt ein Nachteil. Vor allem als es ans Massen-Pogen ging. Ja, ein vernebeltes Hirn schützt auch vor übermäßigem Schmerzempfinden. Ob die Tatsache, dass der Master zu Boden ging nun am Getränk oder an den überaktiven Mitmenschen lag sei dahin gestellt. Fakt ist, dass er sich flugs auf den eigenen Beinen wieder fand, ohne sich bewusst zu sein dafür eigene körperliche Kraft aufgewendet zu haben. Auch ließ sich in dem Trubel nicht feststellen ob es der Köptn war der dem Master die Hand reichte oder doch ein anderes Individuum. Egal... die Details des Konzertes verschwimmen und es bleiben Schlagworte wie Kick-Schlüpper, 500 Deutsche Knork und "Warum haben sie diesmal keinen Helikopter?".

Nach diesem anspruchsvollen und unterhaltsamem Auftakt der Festspiele begab sich die Crew gegen 1 Uhr zu des Ersten Behausung um sich noch einmal frisch zu machen und danach den Turm heimzusuchen. Hier wurde dann bis 5 uhr morgens mehr oder weniger abgehottet, wobei der MAster gestehen muss, dass er auf den weichen, gemütlichen Sofas des Metall-Floors doch ein klein wenig eingenickt ist. Aber es war ja auch ein lange Tag und zu diesem Zeitpunkt war unser Seebär schon 23 Stunden auf den Beinen.

Samstag Mittag wurde dann in aller Ruhe aufgestanden, oder aus dem Bett gerollt und gespätstückt. Nachmittags gab es dann lustiges Baumstämme werfen und der Köptn wurde von einem alten, bärtigen, körpergeruch absonderndem Wikinger betatscht... aber es ist ja nicht so als ob das was neues wäre^^. Es gab wieder lecker Futter und lecker was zu trinken. Immer getreu des gastfreundlichen Mottos der Navy: Niemand verlässt nüchtern das Schiff!


Abends gab es asl Höhepunkt noch eine drollige Kampfvorführung mit brennenden Schwertern und Pferden*, eine diletantische Lasershow, ein endgeiles Feuerwerk auf der Wiese liegend betrachtet und die rituelle Abfackelung eines 15 Meter hohen Binsenmannes begleitet von life Dudelsackmusik. Ja das war schön.

* die nicht brannten



Am Sonntag machten sich der Köptn, Admiral Melli und die Katze schon wieder auf den Weg Richtung Heimat, während Master und Erster noch den letzten, eher ruhigen, Tag der Highland Games genossen. Hier erwarben unsere zwei Offiziere jeder ein schmuckes Rentierfell. Eine äußerst flauschige Angelegenheit! Der Erste taufte sein totes Getier auf den Namen Thor, wie der Gott, der Master dagegen nannte sein liebes Viech Odin... wie das Bier^^

Gegen 17 Uhr neigte sich dann alles dem Ende zu und man schlurfte langsam Richtung zuhause. Hier wurde der restliche Tag mit kochen, trinken, essen und sinnlosem, spaßigem Zeugs verbracht und man ließ die Spiele ruhig ausklingen... und auch den Alkoholspiegel langsam wieder sinken.**
** Sämtliche Angaben über einen etwaigen Alkoholspiegel treffen lediglich auf den Master, die alte Säufersau, zu. Der Rest der Crew distanziert sich von jedweden Mutmaßungen^^


Besser spät, als nie.

Verehrtes Publikum sie erleben hier nun das Ende einer Ära... dies wird der letzte Eintrag in des Masters London-Blog. Allerdings hegt er die feste Überzeugung, dass auch im richtigen Leben genug spannende Dinge passieren um ein Logbuch weiterzuführen. Somit soll es auch in Zukunft allerlei spannende Berichte aus der maritimen Welt geben. An gleicher Stelle, nur unter einem anderen Namen.

Nun aber endlich zu des Masters letzter Woche im glorreichen London:
Am Montag, den 23.06. 2008 war es endlich soweit: des Masters Familie hatte sich auf einen Besuch angemeldet. Und nach einer anstrengenden, durch mehrere Raucher-Pausen unterbrochene, Anreise* fand man sich zurecht erschöpf im Custom House Hotel im Zimmer 131 wieder. Hier machte sich des Masters Besuch zu allererst ein bisschen frisch, während sich unser Offizier liebevoll der Auspackung des original deutschen echt Erzgebrige Räuchermannes für Maritza widmete. Ja doch, das ist schon ein schmucker Bursche gewesen. Liebreizend naturfarben und mit jeder Menge kleinem Gedöhns dran, so wie es sein muss.
Im Anschluss ging es noch schnell zu Tesco, die notwendigen Lebensfunktionsaufrechterhaltungsmittel kaufen und danach auch schon ab ins Bettchen. Neue Kraft für eine Woche London-Urlaub sammeln.^^
Am Dienstag stand das traditionsgemäße Sightseeing auf dem Programm, mit Big Ben, Westminster Abbey und Buckingham Palace. Und auch diesmal hatten die Türwächter wieder ihre schicken roten Uniformen an und trugen Pelzmützen. Die armen Schweine, aber es kann ja nicht jeder das Glück haben bei der Navy zu sein!

*Jaaaaa, in England sind Raucher Kleinkriminelle und dürfen fast nirgendwo zum Zug** kommen.
** Ha.Ha.Ha. Welch sprühender Wortwitz.
Ein kurzer Toiletten-Abstecher zu Harrods wurde auch noch in das Tagesprogramm mit aufgenommen bevor man sich endlich zu des Masters Bleibe begab um zünftig Nudel zu kochen.
Mittwoch war dann für die älteren Herrschaften erstmal Schonwaschgang mit Greenwich angesagt. Hier schlenderte man gemütlich durch den Park und zum Observatorium um sich natürlich auch pflichtgemäß auf dem Nullmeridian zu positionieren. Dann gab es natürlich wieder einen leckeren Milch-Shake in des Masters Stamm-Milch-Kneipe.
Abends gab es dann beim hoteleigenen Chinesen ein endgeiles Menü bestehend aus einer Mais-Hühnchen-Suppe, knuspriger Peking-Ente mit Pflaumensoße und chinesischen Pfannkuchen (so ne Art Reis-Crepes), und ..äh..öh... 3 verschiedenen süß-sauer bis würzig-scharfen Fleischdingen, Gemüse und Reis mit gebratenem Ei. Der Master sabbert heute noch wenn er dran denkt...*tropf*
Am Donnerstag stand Camden auf dem Programm. Hie erwarb der Master noch einen sehr schickomatigen Ledergürtel mit ganz vielen Täschchen dran und konnte auch endlich sein bestelltes Oberteil
abholen. Zum Mittag gab es wie immer lecker frittiertes Hühnchen und zum Abschluss noch einen Abstecher zu Starbucks. Des Masters definitives Getränk der Saison ist hier zu finden: der Dark Mocha Frappuccino. Ein Eiskaffe bestehend aus äh..ja... Mocca-Kaffee, Milch, gekräschtem*** Eis, Schokosirup, kleine Stückchen Zartbitter-Schoki und das ganze noch garniert mit Schlagsahne.
*** Wenn schon was eindeutschen, dann richtig!
Freitag gab es dann wieder ein Schonprogramm in Form des Highgate Cemetery. Hier liegen so dolle Persönlichkeiten wie Karl Marx und äh... ja... bestimmt noch einige andere. Außerdem kommt man sich auf dem Friedhof vor als wäre man life in einem Poe-Roman dabei! Und weil das Ding nur einen Katzensprung von Camden entfernt ist lotste der Master seinen Besuch erneut zu Starbucks für den täglichen Koffeeinschub. Während sich dann die ältere Generation ins Hotel begab, verweilten der Master und sein Cousinchen noch im liebreizenden Camden um sich auf ihre Art, will heißen durch Konsum, davon zu verabschieden. Danach wurde danngleich weiter dem Kapitalismus gefröhnt, als man sich nochmal zu Harrods begab und sich durch die Probierstände der Food Halls kostete.
Im Hotel wieder angekommen wurde gepflegt bei Fish & Chips und Guinness der Tag beschlossen.
Am Samstag hieß dann nocheinmal Kultur pur. Bei schönstem, brennendem Sonnenschein wurde dem Natural History Museum ein Besuch abgestattet. Für alle die es noch nicht wussten: das ist das mit den Dino-Skeletten. Und Mann war das toll! Aber richtig!!! Es wimmelte zwar zu des Masters Bedauern überall von Kindern, aber man kann ja nicht alles haben. Hach, allein schon das Museumsgebäude ist einen Besuch wert. Es wurde im Stil einer Kirche erbaut, aber anstatt der üblichen Gargoyles und Wasserspeier findet man süße, knuffige prähistorische Tierchen, Pflanzen und drollige Fischis!
Des Masters Kinderherz war hin und weg! Und innen drin erst! Da gings weiter, mit kleinen Äffchen, Vögelchen, Kätzchen und so.. alles im Mauerwerk versteckt... hach, wenn ich ein Traumhaus hätte, dann hätte es solche Wände. Natürlich waren auch die Ausstellungsstücke phenomenal. Vom Triceratops bis zum T-Rex war alles da was Hörner und Klauen hatte. Das dollste, wie der Master fand, waren allerdings nicht die Skelette, sondern die herzallerliebste Aufbereitung für die Kinder. An leder Ecke standen kleine bis riesige Dino-Robotter die total süße Geräusche gemacht haben und sich bewegt haben... hach... so was fürs Wohnzimmer *schnüff*.
Nach dem Museum ging es dann noch zum Tower und zur Tower Bridge. Hier wurde erstmal bei Ben & Jerry's lecker Eis gegessen und der Master machte einen armen Eisverkäufer sehr unglücklich, weil er seinen 5-Pfund-Eisbecher nur mit 5 und 2 Pence Stücken bezahlte. Aber Geld ist Geld und irgendwo musste er ja sein Kleinzeugs loswerden^^.
Am Sonntag, dem (vor)letzten Tag stand eine einem Marine Offizier angemessene Tätigkeit auf dem Plan: Boot fahren! Den ganzen Tag. Die Themse hoch, die Themse runter... und das für nur 5,20 Pfund pro Leut. Zwischendurch wurde nochmal am Globe Theatre ausgestiegen und über die Milenniums Bridge zur St. Pauls Cathedral gelaufen. um dann in aller Ruhe wieder zurück zu shippern.
Am 30. Juni stand dann der Master das letzte mal inseiner alten Wohnung auf, verabschiedete sich von seinem Mitbewohnern mit dem Versprechen in Kontakt zu bleiben und wenigstens zu Weihnachten ne Karte zu schicken ^^ und machte sich auf in die Heimat. Vorher musste am Flughafen nochmal 30 Pfund wegen Übergepäck *WÄH* bezahlt werden, und dann hob der Flieger auch schon ab und des Matsers Auslandssemster war vorbei.
6 Monate, die im nachinein betrachtet viel schneller vergingen als eigentlich erwartet, obwohl es zwischenzeitlich auch Momente im Leben unseres Offiziers gab in denen er nichts lieber wollte als wieder zuhause zu sein. Trotzdem würde er jeder Zeit wieder weggehen. Nicht nach London, denn das Großstadtleben und seine Anonymität sind für einen gemütlichen, alten Seebären wie den Master nicht das richtige, wie er jetzt weiß. Aber vielleicht nach Galway oder Edinburgh...so für ein Jahr..oder vielleicht sogar um den Master abzuschließen. Wer weiß... vorher muss aber erstmal der Bachelor in Dresden gemacht werden und danach wird weiter gesehen.