16. Februar 2009

Heimat Urlaub - Die Zweite

Vom 09. bis 15. Februar 2009 befand sich unser geliebter Segelmeister mal wieder auf wohlverdientem Heimaturlaub. Und wie es seine maritime Natur nun einmal vorschreibt, sah er sich außer Stande nicht auch darüber wieder einen neuen Logbucheintrag zu verfassen:


Montag Morgen machte man* sich also frohen Mutes auf zum Pirnaer Bahnhof um püntklich um 9.30 Ortszeit vom netten Herrn Busfahrer am Hauptbahnhof Dresden als erste in den Bus gelassen zu werden. Wie es einem Offizier in His Majesty's Royal Navy geziemt wurden natürlich sofort die besten Plätze ganz vorn in Beschlag genommen.**




*Was in diesem Fall nicht nur mit Master sondern Master+Klaus zu übersetzen ist.
** Die Tatsache, dass unser Segelmeister immer paranoider wird und diverse Bus-Abbrenn-Weil-Toilettenhäuschen-In-Flammen-Aufgeh-Und-Einzige-Fluchtmöglichkeit-Fahrertür-Sei-Aktionen haben mit der Platzwahl rein gar nichts zu tun! Dies sei hier nur der vollständigkeit halber erwähnt.

Kaum 3 Stunden später fand man sich auch schon in Berlin am Flughafen Tegel wieder. Die verbleibenden 1 1/2 Stunden bis der Flieger starten sollte wurden ausgiebig genutzt um die örtlichen Toiletten auszukundschaften und sich über die überaus liebreizend maritime Ordnung und Shipshape-haftigkeit des Flughafens Tegel zu freuen. Nein wirklich, welch ein koordinierter Augenschmaus! Da ist eine große Tafel die die jeweiligen Check-In Schalter ausweist wo man sein Ticket holt. Von da aus geht man zwei Schritte nach rechts und ist , schwupps, schon bei der Sicherheitskontrolle UND am Gate. Jeder Check-In Schalter hat hier sein eigenes Gate. Das ist mal überaus praktisch und zeitsparend.
Der Flug ins schöne Heimatland unseres Offiziers lief relativ ereignislos ab. Auch wenn er überaus enttäuscht war anstatt eines leckeren Sandwiches nur ein mickriges Tütchen mit Nussmischung zu erhalten. Das Leben ist eben kein Ponyhof. Das stellte der Master auch während der Landung fest. Als unroutiniertem Wenig-Flieger möge man es ihm verzeihen wenn ruckartig abgebrochene Landeanflüge und ein erneutes Durchstarten ihn doch sehr verunsichern und an den nötigen Qualifikationen des Flugkapitäns zweifeln lassen. Das Heimatelement unseres Seebären ist ja nun einmal das Wasser und nicht die Luft. Des Masters Mätresse dagegen hatte großen Spaß am Durchstarten selber, wie auch an des Masters Bammel. Die Sau! Aber wer es nicht gewohnt ist in so hohen Kreisen wie ein Marine Offizier in King George's Navy zu verkehren der ist eben einiges an aerodynamischem Schrott gewöhnt. Sei es drum, schließich und endlich war die Landung doch butterweich und man konnte unbeschadet von Bord gehen.

In London angekommen regnete es natürlich wie es aus Strömen. Gott sei dank fährt die Tube ja im Untergrund und so wurde man auch beim Umsteigen nicht nass. Gegen 18 Uhr GMT war man dann auch endlich bei des Masters höchst liebreizender Gastgeberin Nina angekommen. Die Seesäcke wurden verstaut, man begab sich zum Proviant Magazin*** und abends noch zusammen mit einer deutschen Freundin von Nina in den New Globe Pub. Die Uni-Bar, quasi, bei der es montags immer Student-Discount auf Bier und Cider gibt.


*** aka Tesco

Nach einer erholsamen Nacht auf der Isomatte machte man sich am Morgen zu dritt auf zur Uni um a) Klaus selbige mal zu zeigen, b) um Ninas Mietvertrag zu kopieren und um c) des Masters Namen dort einzutragen. Klingt komisch, ist aber so. Danach ging es auch direkt zum Idea Store, etwas was man hierzulande allgemein als Bücherei bezeichnet. Dort legte der Master seinen/Ninas Mietvertrag vor um eine Bücherei-Karte zu erhalten. Danach ging er... nein, nicht IN die Bücherei sondern zum Tower. Dort wurde die Karte vorgelegt und infolge dessen konnten Master und Mätresse für je 1 Pfund in den Tower. Olé! Hier wurde wieder viel bestaunt und sich besonders sabbernd über die Kronjuwelen gebeugt.

Nach dem Tower machte man sich auf zum standardmäßigem Sightseeing: Big Ben, Houses of Parliament, Buckingham Palace und natürlich Harrods. Dort wurden auch mal wieder leckere Dinge erworben. 1 Tiramisu für Nina und je ein Pfefferminz-Schoko Cupcake und ein Butter-Karamell Cupcake für den Master und seinen Anhang.
Am Mittwoch begab man sich zu allererst nach Camden Town wo unser Master ein schickes schwarzes, mit viiiiiiielen Rüschen besetztes Blüschen und ein Streifen-Sicherheitsnadel-Shirt, diesmal in grün-schwarz, erwarb. Hier hielt man auch gleich einen angeregten Plausch mit der Dame die die Streifen-Shirts seit je her herstellt und verkauft. Ja den Master vergisst eben keiner so schnell! Für Klaus wurde später um eine schicke Taschenuhr gefeilscht und man tat sich am China-Futter gütlich. Im Anschluss gings noch über die Oxford Street und zu Starbucks. Und weil hinterher immernoch Zeit war fuhr man noch auf einen Sprung zur St. Paul's Cathedral und zum Tate Modern.
Donnerstag stand pflichtgemäß Greenwich auf dem Programm. Natürlich durfte auch der obligatorische Milchshake nicht fehlen. Leider war Starbar ausverkauft und so musste man sich mit Lion zufrieden geben. Im National Maritime Museum kamen dann wieder alle Ausflugsteilnehmer auf ihre Kosten. Besonders hervorzuheben ist hierbei eine äußerst professionelle Schiff-mit-Kran-Beladungs-Aktion und ein tadelloses Ansteuern der Freiheitsstatue von Klaus. Dass er beim Schiffe Versenken nicht ein einziges mal getroffen hat wird hier nicht erwähnt. Bei der Postenzuweisung an Bord der HMS Käsetoast sollte man seine Tetris-artigen Beladungskünste durchaus bedenken.

Nina musste am Abend noch etwas dem Studium frönen während unser Seebär Klaus mal in eine echte Hafen Kaschemme entführte. Viele der früheren Besucher des Master werden sich sicher noch an das Devonshire Arms erinnern. Diesen überaus liebreizenden Metal/Rock Pub im Herzen von Camden... hach...

Am Freitag stand für unseren Offizier und seine Mätresse das Museum of Childhood auf dem Plan, ebenso wie die Liverpool Street mit Spitalfields Market, Bricklane und dem obligatorischen Jack the Ripper Pub: The Ten Bells. Gegen 15 Uhr traf man sich mit Nina in der Uni um nach Covent Garden zu fahren. Von da gings zum Leicester Square und quer durch Soho und China Town wo man sich schließlich zu einem gepflegten All-You-Can-Eat China Buffet nieder ließ.

Am letzten Tag des Urlaubs ging es für Master und Klaus nocheinmal nach Camden und zu Oxford Street zum Shoppen bei Primark, Top Shop und Co. 16 Uhr war man dann auch pünktlich bei Maritza zum Tee trinken und Kekse essen. Später wurde dann noch lecker Popcorn gemacht und man schwelgte in alten Zeiten.

Sonntag Morgen hieß es dann schweren Herzens Lebewohl sagen zu Nina und sich wieder Richtung Heathrow Airport Terminal 5 begeben. Und gegen 22 Uhr Ortszeit am 15.02.2009 befand sich unser Segelmeister wieder an Bord seiner eigenen, mentalen HMS Käsetoast. Der Heimaturlaub war schön, aber wie immer viel zu kurz.

Aber wer weiß... es wird sicher nicht das letzte mal gewesen sein.

2. Februar 2009

Intermezzo

Der Master ist Stolz hier an dieser Stelle verkünden zu dürfen, dass sein neuestes Unterfangen zur lobpreisung der Marine seiner Majestät King George's erfolgreich abgeschlossen ist. Zu bewundern ist selbiges Meisterwerk der weihnachtlichen Anglophilie unter http://wwwpub.zih.tu-dresden.de/~s6392370/index.htm

Des Masters persönliches Curriculum Vitae ist einzusehen unter http://wwwpub.zih.tu-dresden.de/~s6392370/Dagi.htm . Es ist vielleicht nicht schön dafür aber seltenund erfüllt die Aufgabenstellung! Bäh!