30. August 2008

Noch mehr Schränke...

... nur viel, viel geiler!
Der Master bekam gestern seine erste Tour durch eines der zahlreichen Depots des Kunstgewerbemuseums. Und zwar ging es ins Möbeldepot. Drei Etagen im Küchenflügel des Neuen Palais in Pillnitz vollgepackt mit Schränken, Truhen, Kommoden, Tischen, Stühlen, Sofas, Spiegeln, Musikinstrumenten und auf dem Dachboden noch ne Kammer voller geiler Metallbeschläge!
Hach... *sabber*... das alles steht normalerweise der Öffentlichkeit gar nicht offen, aber als Praktikant vom Dienst durfte unser Offizier völlig uneingeschränkt und unbeobachtet durch dieses El Dorado der Schnitzkunst streifen. *seufz* Hach es war so geil und hat ja auch fast nur 2 1/2 Stunden gedauert sich alles anzuschauen und den Restaurator mit Fragen zu Löchern ^^. Will also heißen der Master hat vor Mittag eh nicht angefangen zu arbeiten, aber das war vielleicht auch ganz gut da der Tequila-Grill-Abend bei Maika doch seine Spuren hinterlassen hatte.
Nunja, da unser geliebter Segelmeister so begeistert von all dem kunsthandwerklichen Kram war und der nette Holz-Mensch das natürlich auch freudig zur Kenntnis genommen hat bot er auch gleich an den Master mitzunehmen wenn er mal in eines der anderen Depots geht. Hach... geilomat war das toll! Wenn er den Platz und das Vermögen hätte würde der Master sich seine Behausung nur mit so dollen monumentalen, mit Schnitzwerk verzierten Schränken und Truhen einrichten...*seufz*

27. August 2008

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein ... Schrank!

Ein fröhliches Yo Ho an all die Seebären und Landlubber da draußen! Es wird wieder mal Zeit für einen neuen Logbucheintrag unseres geliebten Masters, also festhalten, anschnallen und wir sind gleich nach der Werbung wieder zurück...

Klick mich!

Wie viele unserer geneigten Leser sicher wissen, hat unser geschätzter Offizier am 23.08. mit seinem so genannten Kulturpraktikum im Kunstgewerbemuseum Dresden angefangen... nun ja... es begann folgendermaßen:
Eines montag Morgens begab sich ein kleines unschuldiges Masterlein zum Schloss Pillnitz um seine neuen Pflichten anzutreten. Um 9 Uhr sollte es losgehen und vorbidlich, wie unser Seemann nun mal ist, war er sogar eine halbe Stunde früher da und wurde wärmsten vom Chef der Wache empfangen. "Hallo! Sie sind das also...ja..schön... is nur sonst noch keiner da bei Ihnen. Hm... naja... hm... ach, ich zeig Ihnen das jetzt einfach mal." Sprachs und ab gings zum Speed-Umschauing mit dem netten Wachmann, welcher sich dann allerdings auch wieder Verabschieden musste, denn er hat ja auch Arbeit zu tun. Naja, da saß der Master dann also im Büro... allein ... bis dann gegen 9 Uhr die ersten Kollegen und seine Mentorin eintrafen. "Guten Morgen... so jetzt müssen wir erstmal schauen wo wir überhaupt einen Arbeitsplatz für sie haben. Warten sie noch mal kurz..." "Ja guuuuut", dachte sich unser Offizier, "es ist ja nicht so als wüssten sie nicht schon seit 1 1/2 Monaten, dass ich heute anfange." Egal, als dann sämtliche andere (neue) Kollegen erstmal verstaut waren bekam endlich auch der Master ein gar schnuckeliges Plätzchen zugewiesen. Bildhübsche Aussicht, PC und Chefsessel alles inklusive. Oder um es mit den Worten des Chefs auszudrücken: "Oh wie schön, da sitzt ja wieder jemand in unserem Materialschrank!" Darunter darf man sich jetzt vorstellen, was man will.

Aber so schlecht war es gar nich, wenn auch etwas muffig war es doch überaus günstig direkt neben der Küche gelegen, was einen unbegrenzten Nachschub an Tee sicher stellte. Leider war diese Unterbringung nur temporär und eine Woche später wurde unser Offizier umverlagert in das Büro seiner Mentorin, weil: "Da ist doch noch son Tisch frei!". Also bekam er einen dollen Laptop OHNE Internetzugang und durfte weiterarbeiten. Heute gab es dann für unseren Offizier eine technische Steigerung und er durfte (nach Anfrage, Selbst ist der Master!) in die Bibliothek umziehen, denn hier gibt es Internet. Olè, olè! Was wäre der typische Anglistikstudent denn ohne Leo, Beolingus und Wikipedia? NICHTS!!! *hüstel*

Nunja, so waltet der Master nun also umgeben von zahlreichen informativen und unterhaltsamen Epitomen seiner Pflicht und durchforstet ganz nebenbei die Untiefen besagter Bücheransammlungsstelle nach geeignetem Material für seine zukünftige Bachelorarbeit. Dabei wäre er sogar schon einmal fast von der Leiter gefallen als er in den obersten Regalen nach brauchbaren Informationen suchte. Aber alles halb so wild, ein echter Seebär verträgt so einiges. Und immer dran denken: Es nicht die Höhe die einem gefährlich werden kann, sondern nur der Boden!

11. August 2008

Dein Freund und Helfer in der Not - Babyfeuchttücher

Lang, lang ist's her, seit unser geliebter Offizier seinen letzten Bericht veröffentlicht hat, doch nun ist es endlich wieder so weit. Viel Spaß, ihr Landlubber und Seebären da draußen!


Vom 8. bis 10. August befand sich unser Master völlig spontan zusammen mit seinem geliebten Kapitän und dem Ersten Offizier auf Kaperfahrt durch das grüne Herz Deutschlands*. Wie es dazu kam? Nun ja, der Köptn als solcher steht ja in einem gewissen Ruf, dank welchem er zahlreiche überaus nützliche Freunde in der Welt der Reichen und Schönen hat. Einem dieser "Freunde", wir bezeichnen ihn jetzt an dieser Stelle einfach mal als des Köptns Mätresse, gelang es aufgrund seiner Position einige gar liebreizende Freikarten für ein überaus knuffiges und urtümliches Festival der Rock-Musik zu ergattern. Da selbige Person allerdings zum angegebenen Datum andersweitig okkupiert war kamen unsere Offiziere in den Genuss bereits erwähnter Karten.

*Da essen sie noch Hunde, nach altem Rezept, zur winterkalten Stunde.

Mittwoch Nacht waren dann alle Formalitäten erledigt und man machte sich am nächsten Tag auf um ausreichend proviant so wie Spirituosen zu organisieren. Schließlich muss die ordnungsgemäße Einhaltung aller Navy-Richtlinien, die unter anderem einem Seemann einen halben Liter Rum pro Tag zugestehen, auch auf dem Festland gewährleistet werden!

Freitag Nachmittag wurde pünktlich mit der Tide ausgelaufen und kaum 3 Stunden später fand sich die Crew mitten im Nirgendwo wieder. Nun ja, vielleicht ist "nirgendwo" nicht ganz das richtige Wort... es gab natürlich schon...Dinge... Scheunen und so... am besten lässt sich das ganze wohl als äußerst rustikale und pitoreske Feld-und-Wiesen-Landschaft beschreiben.
Aber was ein echter Seebär ist, der kommt auch mit wenig aus und so blieb immerhin genug Platz um ein dem Köptn angemessenes Pracht-Zelt aufzubauen. Natürlich inklusive der äußerst maritim gehaltenen Standarte vor dem Eingang. Selbige wurde auch sogleich ehrerbietigst von benachbarten Wohnwageninsassen betrachtet.

Gegen 20 Uhr, also 8 Glasen der Nachtwache, begann auch das kulturelle Programm dieses Tages. Allerlei lustige Gesellen spielten auf zu Tanz und Sauf und die Crew amüsierte sich einwandfrei. Während einer kurzen Umbaupause fand man sich in der Achterkajüte zum Kapitänsdinner mit Pommes und Currywurst ein um anschließend wieder ausreichend Kraft zum maritimen abhotten zu haben.

Leider löste sich gegen 1 Uhr die Festgemeinschaft bereits auf und unseren Offizieren blieb keine andere Wahl als die Zeit mit schlafen totzuschlagen.
Am Morgen danach begaben sich Erster und Master aufgrund von fortgeschrittenem Verdreckungsgefühl auf die Suche nach angemessenen Bademöglichkeiten. Da man sich im Land der Tausend Teiche befand hätte das eigentlich kein Problem sein sollen. Nun ja, tausend Teiche kann schon sein, nur einmal ist er zu klein, dann zu schlammig, dann das Ufer zu Steil, dann zu nah an der Straße und dann wieder Naturschutzgebiet. Nach einigem Suchen gelang es unseren beiden Offizieren allerdings ein annehmbares Gewässer zu lokalisieren und man machte sich an die Morgentoilette, auch wenn besagtes Gewässer leider nur knietief war. Der Erste, die alte Mädchensau hatte natürlich piekfein einen Badeanzug dabei. Pah, da kann der Master nur lachen, ein echter Kerl geht au natural!

--> Nachtgeschrei

Wieder ganz shipshape hergerichtet machten sich unsere Seebären wieder auf Richtung Köptn, welcher mittlerweile aufgewacht war, nur um festzustellen, dass Master und Erster seine Anziehsachen im Auto spazieren fuhren. Ja das Leben kann grausam sein. Aber trotz seiner Versifftheit gelang es ihm unterhaltsame Kontakte zu anderen Zeltplatzbewohnern zu knüpfen.
--> Schelmish

Kurze Zeit später hieß es antreten zum Backen und Banken. Der schiffseigene Smutje** zauberte leckere Pasta mit Tomaten-Basilikum Soße und Reibekäse auf den nicht vorhandenen Tisch und man schlug ordentlich zu.


--> Schelmish

Nachmittags ließ man sich noch zusammen mit ein paar anderen Liebhabern der Biersorte 5,0 zu einer gepflegten Runde Munchkin nieder und beagb sich gegen 16 Uhr wieder in den Musiksalon.

** Verkleidet als Erster Offizier

Die Highlights dieses Abends waren eindeutig Nachtgeschrei, Schelmish, Saltatio Mortis und natürlich die Apokalyptischen Reiter. Aber auch das Late Night Special mit Ingrimm war überaus unterhaltsam.

Saltatio Mortis und die Reiter waren als Hauptact des Abends natürlich wieder sehr geil... denkt der Master... naja, bei Saltatio Mortis WEIß der Master dass sie geil waren***, obwohl er immer mal wieder zwischendurch aus dem Zelt verschwand um nach dem Ersten Offizier zu suchen der spurlos verschwunden war.

*** Alea, im Rock auf der Absperrung stehend und der Master in der ersten Reihe...hach... er hätte nur die Hand ausstrecken müssen um...Pfui! Aus! Böser Master!!!


Als dann die Reiter endlich auf die Bühne kamen hatte der Master den Ersten bereits gefunden. Leider befand sich selbiger in einem durch bösartigen Alkoholmissbrauch verursachtem Delirium und bei dem ständigen Gejammer "Hilf mir! Ich steeeerbe!!!", den Würgegeräuschen und den öfters einsetzenden Zitterattacken sah sich der Master außer Stande ein Mitglied seiner Crew einfach so auf dem Dixi-Klo verrotten zu lassen. So konnten die Reiter leider nur akustisch bewundert werden und der Master tanzte für sich selbst vor den Dixi-Klos****. Der Köptn leistete dem Master solidarisch Gesellschaft und wurde von selbigem auch kurzzeitig IN das Party-Zelt entlassen damit wenigstens einer mal was von den Reitern sieht.

--> Alea, von Saltatio Mortis... Leckerfleisch^^

****Männer sind reudig. Einige weniger als andere, aber reudig sind sie alle. Was bringt Männer dazu, wenn keinen Meter Weg von ihnen ein durchaus respekteinflößender Marineoffizier an einem Klo lehnt nicht auch ein Klo zu benutzen sondern selbigem Offizier nur den Rücken zu zudrehen und in die Landschaft zu pissen...BAH.

Irgendwann war der Erste dann wieder soweit stabil, dass man ihn zusammen mit einem Brechnapf, einer Flasche Wasser und einer Packung Baby-Feuchttüchern in das Zelt hiefen konnte. So konnten sich unsere zwei verbleibenden Offiziere noch der letzten Band des Abends widmen: Ingrimm. Sehr drollige Kombo deren Sänger aussieht wie Gimli der Zwerg...nur..äh... peinlicher.

Weil es die Nacht über empfindlich Kalt wurde begaben sich unsere Seebären noch an ein überaus verlockend prasselndes Feuer unter einem Topf Gulasch an welchem sie sich auch bis 3 Uhr morgens ordentlich durchräuchern ließen. Anschließend kroch man ins Bett um am nächsten Morgen vom Ersten geweckt zu werden, der das Zelt verließ um sich allein auf die Suche nach einem Tümpel zu machen um die Spuren der letzten Nacht in trauter Zweisamkeit mit einem Dixi-Klo abzuwaschen... Mehrer Stunden später, unsere zwei Offiziere waren auch wieder wach und auf den Beinen, kehrte der verlorene Sohn heim, allerdings ohne Wasser gefunden zu haben. Wie heißt es so schön? Das Leben ist ein Strand!


Zu Besserung der Stimmung wurde erstmal magenschonender Babybrei konsumiert und anschließend faulte man noch ein wenig vor dem Zelt herum. Gegen 13.30 machte man sich daran wieder den heimischen Hafen anzusteuern. Unterwegs an der Autobahnraststätte noch nen ordentlichen Kaffee abfassen und lecker Salami mit trocken Brot und Gurke essen und schon war man wieder daheim. Dann erstmal ein schönes Schaumbad nehmen um sich nicht mehr wie ein Schinken zu fühlen und anschließend schlaaaaaaaaaaaaaaaaafen.

Alles in allem war es ein sehr geiles Festival*****, auch wenn auf dem Zeltplatz nicht mehr als 50 Leute waren und überhaupt der Publikumszulauf sehr gering war. Denn für ein solches Aufgebot an Bands sind 400 Leute Publikum schon recht ...dezent. Aber dafür war es eine überaus persönliche und intime atmosphäre^^.

***** Mit dem Namen Dragensdorf Rockt!