19. März 2012

Murphy's Law

Heute bei WURST für die WELT geht es um ein allseits beliebtes Phänomen: das so genannte Gesetz des Murphy.

Edward A. Murphy, jr. stellte eine tolle Lebensweisheit auf die besagt: "Alles was schief gehen kann, wird schief gehen." Und recht hat er! An dieser Stelle folgt nun ein überaus faszinierendes Praxisbeispiel zur beweishaften Untermauerung der obigen Aussage.

Man nehme eine Ausgangssituation bestehend aus einer Dani, einer Mareike und einer Dagi. Unsere 3 Probanden begeben sich nun frohen Mutes an einem Montagnachmittag zu einem beliebigen Flughafen. Nehmen wir aus naheliegenden Gründen an, es handele sich hierbei um den Flughafen Dresden. Unsere Probanden haben im Vorfeld natürlich alle vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen unternommen um das Risiko des Eintretens von Murphy's Law besonders gering zu halten, was in diesem Fall bedeutet: sämtliche Flugverbindungen für diesen Montag zwischen Charlotte (USA) und Frankfurt (Dtl.) sowie zwischen Frankfurt (Dtl.) und Dresden (Dtl.) wurden gesichtet und notiert, gar liebreizende Schildchen wurden herzallerliebst mit allerlei buntem Flitterkram beklebt und entsprechende Zugverbindungen zwischen Pirna und dem Flughafen Dresden herausgesucht. So weit so gut.

Unsere Probanden Treffen also nur durch minimale Komplikationen beeinflusst um genau 14:09 Uhr unter dem Flughafen ein. In weiteren 3 Minuten hat man sich ordnungsgemäß an einem Tor mit der Beschriftung "Arrivals" formiert und präsentiert stolz bereits zuvor erwähnte Schildchen. Der Flieger, welcher für unsere Probanden von besonderem Interesse ist, ist laut Informationstafel bereits 14:05 Uhr gelandet. Es heißt nun also theoretisch nur noch die unerhebliche Zeit zwischen dem Ausstieg einer bisher nicht näher genannten 4. Probandin, dem in Empfang nehmen des Reisegepäcks und der Zollkontrolle zu überbrücken. Statistisch betrachtet nimmt so eine Tätigkeit am Flughafen Dresden maximal 27 Minuten in Anspruch. Theoretisch zumindest. Praktisch gesehen ist genau dies der Zeitpunkt an dem unsere ersten 3 Probanden beginnen sich über Murphys Gesetz Gedanken zu machen. Nach weiteren 15 Minuten und exponentiell wachsender Anspannung beschließt man sich an eine dritte, außenstehende Partei zu wenden. Via Mobiltelefon kontaktiert man einen Agenten welcher hier den Codenamen M.A.M.A. tragen soll. Selbiger Agent bestätigt: Murphy's Law hat zugeschlagen und Probandin Nummer 4 war wider erwarten nicht in der zuvor erwähnten Maschine. Der neuste Informationsfluss veranlasst unsere ersten 3 Probanden sich gegen 16 Uhr mit Agent M.A.M.A. am Rendevous-Punkt zu verabreden um die Chance des erfolgreichen Abschlusses der Aktion "Florida-Tine" um 16:25 zu gewährleisten. Nach dem ersten Murphy Schub beschließt man sich etwas Entspannung mit Hilfe von Zucker, Kaffe und Backwaren zu verschaffen. Während man sich so also selbst therapiert schlägt unverhofft der zweite Schub Murphy zu. Um 15:21 meldet sich Agent M.A.M.A. mit der Schreckensnachricht: Probandin Nummer 4 wird auch im nächsten Flieger nicht Anwesend sein. Vielleicht sogar nicht einmal im übernächsten, welcher für 22:50 registriert ist. Möglicherweise wird der Luftweg zu unzuverlässig und Probandin Nummer 4 könnte sich gezwungen sehen ihre Reise auf dem Schienenweg fortzusetzen, durch welchen die spätmöglichste Ankunftszeit auf 22 Uhr festgesetzt würde.

Da nun also unsere ersten 3 Probandinnen weder einen bestimmten Rendevous-Punkt noch eine Uhrzeit festsetzen können, beschließt man die Aktion "Florida-Tine" abzubrechen und auf einen anderen Zeitpunkt zu vertagen. Auch wenn sie dann leider nicht so spektakulär und peinlich wird wie ursprünglich geplant.

Nun liebe Kinder, so und nicht anders funktioniert Murphys Gesetz. Schaltet auch nächste Woche wieder ein, wenn es heißt: "Was ist eigentlich ein Misstrauensvotum?"


Zum besseren Verständnis der Begriffe "peinlich" und "Flitterkram" haben wir hier noch einige bunte Bilder für euch.

3 Probandinnen

Erste Kontaktaufnahme mit Agent M.A.M.A.



Peinlicher Flitterkram: