Äh, ja ...
Jedenfalls fand am letzten Wochenende auf der Festung Königstein die sehr passend benannte Veranstaltung "Kanonendonner über dem Elbtal" statt. Grund genug mal wieder den Aufstieg zu wagen!
Die letzte Artillerie-Runde für den Tag war bereits auf 14.00 Uhr festgesetzt und da man erst 13.30 Uhr oben auf der Festung ankam fragte man sich direkt bei einem der vielen kostümierten Mitbürger durch, wo denn hier gleich das Geböller losgehe.
Wer sich fragt, wann in der Geschichte der Festung Königstein sie jemals von den Amerikanern eingenommen wurde, dem sei gesagt: gar nicht! Aber da sie ihre eigenen Kanone mitgebracht haben durften sie auch ihre Flagge aufstellen.
Zur Feier des Tages war auch ausnahmsweise mal die Friedrichsburg offen und man konnte die grandiose Aussicht auf das Elbtal genießen. Ja, hier lässt es sich aushalten. Von der Quadratmeteranzahl würde der kleine Pavillon auch direkt ins ALGII-Budget passen, nur leider sind die Sanitären Anlagen im Hof, also sowas von unterster Standard und somit unzumutbar. Schade eigentlich.
Neben der schönen Aussicht gabs hier natürlich noch mehr zu bewundern. August höchst selbst verteilte Schoko-Taler an die lieben Kleinen. Ich hätte eh keinen gewollt, püh! Und er erklärte allerhand interessante Dinge zum Thema barocke Festmahle, #WarmesEssenIstGlückssache. Die liebreizenden Damen im Hintergrund spielten die passende Barockmusik dazu. Sehr surreal wurde es allerdings, als dann während des Konzerts draußen wieder das Artilleriefeuer einsetzte.
Wo wir dann schon einmal oben waren wurde beschlossen sich endlich mal die neue Dauerausstellung In Lapide Regis anzusehen. Sonst ist eure geneigte Autorin ja immer nur zur Weihnachtszeit auf der Festung um sich über das Historische Adventsspektakel zu fres... äh... futtern. Und bei den Menschenmassen die hier an den Adventstagen durchströmen möchte man sich lieber nicht in geschlossenen Räumen aufhalten.
Die Ausstellung ist im Übrigen sehr gut gelungen. 800 Jahre Leben auf der Festung Königstein sehr bildreich dargestellt und mit jeder Menge spaßigen Spieldingen zum Anfassen und Ausprobieren. Das lässt den anglophilen Besucher direkt an britische Museumsgepflogenheiten denken. Auch sehr genial, für Kinder bis 10 Jahre oder sehr, sehr kleine Erwachse: Kostüme! Jawoll, die fun-size Besucher können sich in Schale schmeißen und wahlweise als Offizier oder feine Dame durch die Ausstellung spazieren. Leider passte eurer viel geliebten Autorin lediglich ein Dreispitz, das Leben ist eben kein Ponyhof.
Alles in Allem hat sich der Besuch sehr gelohnt, auch wenn der Eintrittspreis bei 10 € bzw. ermäßigten 7 € liegt und dazu nochmal ca. 5 € Parkhausgebühren kommen. Trotzdem sehr lohnenswert, nur vom Besuch der Restaurants ist abzuraten. Der abgestandene Dunst von weichgekochtem Kantinen-Gemüse und Instant-Bratensoße waberte nur so über die Festungsmauern, dass einem der Appetit vergeht. Zumindest bei den Kasematten war es unerträglich, ob die anderen Restaurants (selber Betreiber) besser sind, ließ sich nicht feststellen.
Zum Abschluss gibt es nun noch ein paar pittoreske Piktogramme, by yours truly. Vor-freuen wir uns also auf die Weihnachtszeit, wenn es wieder heißt Glatteis, Frostbeulen, Eisfüße und Eierpunsch auf der Festung Königstein!
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