12. August 2010

Familienbesuch

Ja es ist mal wieder soweit: Ferien! Oder wie es im Volksmund heißt - vorlesungsfreie Zeit.
Dies nahm sich unser getreuer Segelmeister zum Anlass seine allerliebste Cousine vom Lande zu sich in die Stadt einzuladen. Auf dem Schlachtplan standen, wie bei solchen Gelegenheiten üblich, allerlei Möglichkeiten das schwer verdiente Geld loszuwerden. Man erwarb manigfaltige Erzeugnisse der Textilindustrie wie auch einige multimediale Gegenstände und wohlriechende Essenzen. Auch die Kultur sollte natürlich nicht zu kurz kommen, weswegen man sich das neueste Meisterwerk des großen Christopher Nolan zu Gemüte führte. Überaus beeindruckend und bildgewaltig. Auch möchte der Master an dieser Stelle anmerken, dass er auch schon immer einmal schwerelos durch eine Hotel Lobby gleiten wollte.
Natürlich hat die Sächsische Schweiz nicht nur kapitalistischen unterhaltungsmedialen Wert. So begab man sich eines sehr frühen Morgens auf in Richtung Pfaffenstein, um selbigen über das Nadelöhr zu erklimmen. Der Master erinnert sich hier immer gern an eine Begebenheit vor vielen Winter als man wagemutig versuchte den vereisten Gipfel zu bezwingen. Man scheiterte jedoch und musste unverrichteter Dinge abziehen, dennoch war es ein denkwürdiges Ereignis! Einiger der treuen Leser werden sich sicher noch daran erinnern.


Vom Eise verschneit sind Strom und Bäche ...*

*Der Segelmeister ist sich durchaus bewusst, dass es "befreit" heißen müsste, aber das würde nun wirklich nicht zum Bild passen!



Der Herr Vater sich an der Morgensonne erquickend.

Schweiß, Schweiß Baby!


Nach dem Pfaffenstein samt Barbarine beschloss man, sich noch dem nahegelegenen Quirl** und der Diebshöhle zu widmen. Nachdem man, wie üblich den Wanderwegshinweißschildern gefolgt war, stellte man geringfügig irritiert fest, dass der Weg entgegengesetzt der Pfeilrichtung um ein vielfaches kürzer gewesen wäre. Nun ja, am Ende ist man immer klüger.***

** Nein, hier ist nicht von einem Küchengerät die Rede.
*** Meistens, zumindest.
In den unendlichen tiefen der Diebshöhle begab sich unser tollkühner Master auf eine waghalsige Entdeckungstour durch die selbe, ohne jedoch wie erhofft auf die hier heimischen Orks zu stoßen. Nun ja, vielleicht beim nächsten mal.
Nach so viel Natur hieß es am nächsten Tag ersteinmal wieder auf in die Konsumgesellschaft. In der Neustädter Tikibar, dem Stammlokal unseres Segelmeisters, gönnte man sich zur Stärkung einen kleinen fast gar nicht kalorienarmen Milchshake um im Anschluss im Cuchi in der Königsstraße sich gepflegt zu Sushi und Suppe nieder zu lassen. Hier leistete dem Master und seiner Cousine auch des selben Mätresse Gesellschaft. Die Mätresse darf sich im übrigen ab sofort offiziell und hauptberuflich mit IHK Abschluss als staatlich geprüfter Kraftfahrer mit Spezifizierung auf Personenverkehr im Nah- und Fernverkehr bezeichnen. Oder wie es der Master liebevoll nennt: Fach-Busfahrer.Im Anschluss an vortrefflich rohen Fisch sehnte man sich noch nach etwas zum Magen abschließen. So begab man sich ins Stilbruch, eine überaus pitoreske Studentenbar im Herzen der Neustadt. Hier war günstigerweise gerade Cocktailtag, so gab es jeden Cocktail zu günstigen Preisen. Dazu bestellte den allseitsbeliebten Käse-Oliven-Teller nur umfestzustellen, dass einfach nichts mehr in den Magen passt. So etwas gab es noch nie! Für den Käse-Oliven-Teller war bisher immer Platz gewesen!

Nach dieser Schmach beschloss man sich mit flüssiger Nahrung darüber hinweg zu trösten. Es war sehr günstig.
Nach ausgiebigen 5 Stunden Schlaf machte man sich am nächsten Tag auf zur Frau Mutter des Segelmeisters um gemeinsam stützende Reizwäsche kaufen zu gehen. Der Master ist stolz berichten zu können, dass auch er ein überaus liebreizendes Exemplar in Flieder und Rosa erstehen konnte. An dieser Stelle möchte der Master darauf hinweisen, dass in früheren Zeiten Rosa eine überaus männliche Farbe war, wie sie nur von Prinzen und anderen Abkömmlingen von edlem geblüt getragen wurde.

Am Sabbat wurde dann das getan, was man zum Sabbat so tut, nämlich nichts. Schlafen fetzt!
Als am nächsten Tag die Sonne beschloss sich wieder geringfügig auf die Erde herab zu lassen beschloss man noch ein wenig durch Dresdens Altstadt zu schlendern und der Türkischen Cammer einen Besuch abzustatten. Hach, wie das funkelte. Wer Hätte nicht gern einen 80.000 kg schweren Sattel mit glitzer Nippes? Besonders erwähnenswert, speziell für den Ersten Offizier, sind hier die Prunkzelte. In dem poplige zwei-Türkenzelt würde der Erste locker eine ganze Barbarenhorde unterbringen können. Die Raumhöhe von 3 Metern sorgt dann auch für ausreichend Belüftung der selbigen.
Zum Abschluss wie könnte es anders sein, wurde sich des Masters liebstem, durchaus maritim geprägten Kaffeehaus gewidmet. Bei lecker Java Chip Coffee Frappucino und Cookie ließ man hier geruhsam den letzten Urlaubstag ausklingen. Aber das Ende wird dies noch lange nicht sein. Seien auch Sie mit dabei, wenn es wieder heißt Familienbesuch 2 - Weihnachten hier auf Küss mich, ich habe Skorbut!