26. März 2008

Visit from Ireland - Part II

Montag, 24.03.2008
Heute musste sich der Master mit unlustigen Dingen wie Vortrag ausarbeiten und handout erstellen abmühen, während Franzi auf der Oxford Street shoppen war*.

Abends ging es dann für lächerliche 3 Pfund ins Kino, auch wenn der Herr an der Kasse am Anfang ein paar Probleme mit Franzis Studi-Ausweis hatte, da auf dem dummerweise alles in Irisch stand^^. Naja, nach etwas gut Zureden hat er den dann doch akzeptiert.

The Spiderwick Chronicles ist echt ein toller Film: es gibt Monster, Gemetzel, Feen, Tomatensoße und Explosionen. Was will man mehr??? Ok, das Ende war für des Master Geschmack einen Tick zu kitschig, aber irgendwas ist ja immer. Trotzdem steht fest, liebe Leute**: unbedingt ansehen!

* Nach Schuhen, die den wohlklingenden Namen Trinity Laser Vamp tragen ^^
** sprich: Köptn und Erster



Dienstag, 25.03.2008
Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und Franzi und der Master sitzen im Zug nach Greenwich.



Leider war ein Stück des Geländes abgesperrt... BBC hat mal wieder irgendwas mit Shakespeare verfilmt. Schauspieler waren keine da, aber ein Kulissenstück mit der Aufschrift "Globe Theatre" war ein Hinweis^^




Der Master huldigt Nelson
(in der Painted Hall der Royal Navy Academy)


Franzi und Master... vom Winde verweht


Der Master auf dem Null-Meridian (schon wieder)


Nach der Tour durch die Academy und das Observatorium gab es jede Menge Spaß im National Maritime Museum:


Schiffchen.. naja fast... zumindest eine tolle Heckgallerie


Der Master an Bord


Sturm in der Antarktis...


Stirb, du flötespielende Schwuchtel!!!

Öhöm, ja die interaktiven Kinderabteilungen wo man alles angrabbeln kann, haben dem Master außerordentlich gefallen. War auch toll mit Geräuscheffekten ausgestattet, mit Schiffsknarzen, Windgeheul und Männergestöhn^^.


Wichtiges Wissen für Offiziere in His Majesty's Royal Navy

Neben dem Spaßfaktor konnte man sich im National Maritime Museum natürlich auch weiterbilden...


Amtlicher Rattenfänger... auch ein wichtiger Beruf!


diverse Uniformen und die Epauletten von Sir Thomas Cochraine


Der Master an den Karronaden...

Wie es sich gehört wurde das feindliche Schiff auch versenkt, dummerweise waren sie vor ihrem Untergang noch dazu in der Lage einen letzten Schuss abzugeben und den Master ebenfalls zu versenken... mit Explosion!
Das ist Schiffe-Versenken wie es sein muss!
Aber nicht nur am Geschütz hat sich der Master versucht. Er hat auch höchst selbst ein Schiff virtuell in den Hafen von Dover gesteuert. Leider gab es keinen Gegenverkehr den man hätte rammen können um eine Explosion zu erzeugen.

Nun ja, nach einem sehr tollen, interaktiven Tag in Greenwich ging es gegen 16 Uhr wieder Richtung heimischen Hafen. Diesmal allerdings nicht mit DLR sondern im Doppeldecker-Bus. Franzi hatte sich eine Straßen-Roller-Coaster-Fahrt für ihren Besuch gewünscht und die wurde hiermit erfüllt^^.

Zuhause angekommen ging es nochmal schnell zu Tesco um sich eines dieser riiiisiegen Ostereier zu kaufen. Die waren nämlich jetzt schön runtergesetzt. Von 7 Pfund auf 2,50!


Hmnamnam, leckere belgische Schokolade mit Knusperzeugs und Bananen-Aroma. In der Packung von dem großen Ei waren auch noch 6 kleine Trüffel-Eier, auch mit Bananen-Geschmack.

Nach dem Abendessen und der rituellen Ei-Schlachtung ging es nochmal nach Camden Town. Und zwar in einen Pub an dem der Master schon mal vorbeigekommen war und der ihm sehr positiv im Gedächtnis geblieben war obwohl er bisher noch keine Chance hatte hinein zu gehen.

Dieser Pub, genannt Devonshire Arms, ist von der Musik und Einrichtung her die klassisch englische Variante des Heavy Duty in Dresden. Sehr süße Deko, sehr süße Musik und sehr süßes Klientel^^. Das Pint Guinness kostet nur 3 Pfund und die haben leckeren Cider genannt Green Goblin für 3,55 Pfund.

Der Master mit 2 grünen Goblins^^ und JA es ist dunkel... es ist ein PUB!

Später kamen dann auch ein paar interesante Menschen an unserem Tisch und haben Schach gespielt. Die haben uns dann spontan auch gleich mal nen Flyer ihrer lustigen Rockband in die Hand gedrückt mit dem wir zum nächsten Konzert verbilligt reinkommen. Die Musik ist gar nicht mal schlecht, auch wenn der Sänger sich n kleines Bisschen wie David Bowie anhört^^, aber der Master wird sicherlich mal hingehn und sie sich live anschauen. Mal sehn vielleicht kommt ja Botschafterin Alicia auch noch mit.

Hier mal der Link zur Homepage der Band: www.myspace.com/thehyenas

Mittwoch, 26.03.2008

Jetzt ist der ganze Spaß vorbei. Der Master hat Franzi ordnungsgemäß am Bahnhof abgeliefert und ihr hinterher gewunken und muss sich nun wieder an seinen Vortrag setzen, denn der muss bis Morgen zum letzten Gruppentreffen fertig sein damit wir den am Freitag auch halten können.

Neues gibt es sicherlich erst am Sonntag zu berichten, wenn dann mein nächster Besuch eingetrudelt ist.

Bis dahin: Riggt die Gräting auf Morgen ist Donnerstag!

23. März 2008

Visit from Ireland - Part I

Donnerstag, 20.03.2008
Am späten Nachmittag des heutigen Tages erwartete der Master nun also endlich seinen ersten Besuch aus... naja... fast der Heimat. Franzi studiert zwar momentan in Galway, Irland, aber wir kennen uns ja von zu hause von der TU Dresden.

Nach geringfügigen Startschwierigkeiten gelang es unserem Segelmeister auch seine Kontakperson an der slightly crowded Liverpool Street Station zu lokalisieren und man machte sich auf den Weg in des Masters Bleibe. Danach wurde erst einmal beratschlagt, was es denn die kommenden Woche zu Futtern geben sollte und Selbiges wurde dann auch prompt bei Tesco, dem Lebensmittel und Tünnef Discounter Ihres Vertrauens, erstanden. Das wars dann auch für den ersten Tag schon. Reicht ja auch!

Freitag, 21.03.2008
Bei schönstem Oster-Sonnenschein ging es zu einer extensiven Campus- und Nachbarschafts-Sightseeing Tour inklusive Oster-Fotoshooting im Mile End Park. Auf dem Weg zum Campus konnte unser Segelmeister noch eines recht interessanten Jesus-Impostors gewahr werden. Ok, er trug weder Bart, lange Haare, noch Jesuslatschen, aber das massive Holzkreuz, das er über seiner Schulter trug war ein definitiver Hinweis!

Silberner Schnatz auf dem Library Square, Campus der Uni des Masters

Queens Building, Verwaltungsgebäude der Uni

Franzi und geblendeter Master^^

Eingang der Faculty of Arts.
hier studiert der Master, wenn nicht gerade geschlossen ist^^

Oster-Master im Mile End Park
Nach dem ganzen Grünzeug ging es dann "in die Stadt". Zugegebenermaßen ist das East End immernoch Stadtzentrum, aber 15 Minuten mit der Tube dauert es schon bis zu Sehenswürdigkeiten wie Covent Garden.

Dort kam man auch in den Genuss einer spontanen und äußerst unterhaltsamen Vorstellung eines Briten, der sich erst bis auf die Unterhose auszog um sich anschließend mit Frischhaltefolie einwickeln zu lassen und zu sterben, zumindest hat er das ständig behauptet. Ja, das war sehr... interessant. Natürlich hat euer getreuer Master auch alles auf Video festgehalten. Das muss aber wie immer erst noch geschnitten werden und folgt später. Für den Anfang hier ein paar Fotos:



Die spinnen, die Briten.

Anschließend ging es noch einmal durch den Green Park zum Buckingham Palace.

Österlicher Master im Greenpark

Union Jack auf dem Buckingham Palace

Nach dem kleinen Stadtrundgang hieß es vorerst: Ab nach hause! Essen fassen.
Denn 19.30 Uhr stand mal wieder ein Jack the Ripper Walk auf dem Programm. Diesmal geleitet von Donald, Kurator des London Crime Museums und Author zweier Bücher über Englands berühmtesten Mörder.

Samstag, 22.03.2008
Camden Town!!!
Camden Town ist böse. Der Master liiiiebt Camden Town, aber er kann einfach nicht widerstehn sich Dinge zu kaufen. Der Master ist schwach und ohne den moralischen Beistand seines Köptns völlig schutzlos dieser sündigen Einkaufswelt ausgeliefert.

Egal! Jetzt befindet er sich im Besitz eines schicken neuen Uniform-Mantels. Schwarzer Kord mit silbernen Knöpfen. Er hat ja auch nur 45 Pfund gekostet!!! Hach...naja, aber Franzi konnte auch nicht widerstehn und hat sich ein Paar neue Schuhe gekauft^^. Zum Mittag gabs leckeres Lamm-Curry und als Dessert Donut mit Schoko-Mandel Überzüg, gefüllt mit Schlagsahne. Namnam! Im Camden Stables Market erstand unser Segelmaster dann noch einen liebreizenden 31 Jahre alten Teepot zum Silbernen Thron-Jubiläum der Queen. Very posh mit Wappen und Schnörkeln^^.

Nach nur 6 Stunden Shopping und Schaufensterbummel hieß es um 19 Uhr angetretetn zum Pub Walk in Hampstead. Da Franzi der Ripper Walk so gut gefallen hatte haben wir uns entschlossen gleich noch einen zweiten Walk mitzumachen.
Wir haben zwar den Altersdurchschnitt unserer kleinen Amerikanisch-Französisch-Finnisch-Deutschen Gruppe drastisch gesenkt, aber hey, so lange das Bier fließt ist das doch dem Master egal!^^.

Hampstead ist das absolute Nobelviertel Londons, mit den Häusern von Ozzy Osbourne, Ridley Scott, Erfinderin von Mary Poppins oder dem Lover von Oscar Wilde^^. Neben historischen und Star-technischen Informationen über Hampstead wurde natürlich auch aktiv in Londons Pub-Geschichte partizipiert und eifrig neue Biere probiert. Ein Pub der dem Master besonders ans Herz gewachsen ist, ist "Ye Olde White Bear". Der älteste Pub Hampsteads und gleichzeitig dauerhafter Wohnsitz der süßesten Pub-Pussy* ganz Londons!
*Dies ist keine offizielle Bezeichnung, der Master fand sie aber irgendwie passend^^


Das erste Bisschen Liebe und Flauschigkeit das der Master seit Anfang Januar hatte!!!

Sonntag, 23.03.2008
Tagesprogramm: Spitalfields Market
Hier gab es einen unglaublich tollen, kitschigen mit Glitter überhäuften Laden voll sinnlosem Gedöns. Das Hätte dem Ersten sicher auch gefallen^^!

Überraschenderweise war auch dieser Markt, ähnlich wie in Camden, sehr gut besucht. Es gab wieder jede Menge Klamotten aber auch sehr leckere Fress-Stände. Wieder mal viel zu viel um alles zu beschreiben.
Besonders liebreizend fand der Master den Spitalfields Flying Angels Back Stand. Hier haben wir uns für ca. 10 Pfund mit Naschwerk eingedeckt^^ Ostern ist ja schließlich nur einmal im Jahr! Am Flower Power City Bakery Stand haben wir uns auch noch ein äußerst leckeres Kartoffelbrot mit Rosmarin gekauft. Namnam. Und es ist sogar so fest, dass man tatsächlich kauen muss! Ein Traum!!!

Nach einem Cappucchino im Charles Dickens Coffee House ging es dann auch schon nach hause um das Oster Dinner vorzubereiten. Lecker Stir Fry bestehend aus Reis, Hühnchen (mit Papas Indischem reisauflauf-Gewürz), Paprika, Tomate, Pilze und, und, und. Als Dessert gab es dann natürlich Backwerk: Kalten Hund gemacht mit belgischer Schokolade, Mandeln und Belegkirschen und etwas dass sich Chocolate Crunch nannte. Ein Blätterteig Dingsi gefüllt mit Schokolade und mit Puderzucker bestäubt.

Morgen geht Franzi alleine shoppen während der Segelmeister ausnahmsweise mal wieder seiner Pflicht nachkommt und weiter an seinem Vortrag für Linguistik arbeitet. Aber dafür gehts abends ins Kino zu The spiderwick Chronicles.
Mein nächster Besuch darf dann mit mir entweder in The Other Boleyn Girl oder in Meet the Spartans gehn^^

So das wars für heute, der Master ist müde und geht gleich ins Bettchen. Fotos vom neuen Mantel gibts später.

Gute Nacht ^^

19. März 2008

Happy Easter!!!

Heute ist zwar erst Gründonnerstag und die meisten Menschen feiern erst am Sonntag Ostern, aber das ist dem Master egal. Deshalb wünscht er jetzt schon allen treuen Lesern

Frohe Ostern
und
Eine erfolgreiche Eiersuche... Mile End Park, 2 Minuten von der Uni entfernt

... an welcher der Master dieses Jahr leider nicht teilnehmen kann... schnüff. Dabei gibt es im UK viel geilere Osternaschsachen als in Deutschland. Riiiiiiiesige Schokoeier, riiiesige Schokohasen, Schokodinos, Schokopiranhas und und und. Es fehlt eben nur jemand der das Zeuch für den Master versteckt^^
Also wenn ihr dieses Jahr den Garten auf der Suche nach Essbarem umgrabt, denkt an den Master und sucht für ihn ein Ei mit!


Maritza mit Easter Bunny

16. März 2008

Paint me green, Paddy!!!

Heute fanden in London die große alljährliche St. Patrick's Day Parade und das dazugehörige Festival satt.* Aber dazu später mehr.

Der heutige Tag begann für unseren Segelmeister bereits um 9 Uhr morgens, denn selbiger hatte sich ja, wie bereits gestern schon erwähnt, dazu bereit erklärt Botschafterin Alicia beim Umzug zu helfen.
So traf man sich also Punkt 10.30Uhr GMT vor dem Genesis Cinema in Stepney Green und machte sich von dort aus über die Hannibal Road auf zu ihrer alten Behausung. Der Master staunte nicht schlecht als er dort 2 riesige Trolleys (solche wie er auch selber hat), einen halb so großen Trolley, 2 kleinere Reisetaschen, eine Ikea-Tragetasche, eine weitere Umhängetasche und einen Wäscheständer erblickte. Das versprach ein ganzes Stück Arbeit zu werden.

Umziehen, wie jeder weiß, ist Scheiße. Umziehen ohne Auto ist doppelt Scheiße, aber Umziehen ohne Auto aber dafür MIT Regen... naja... das kann sich wohl jeder selbst denken. Die erste Hürde war, den ganzen Kram über die liebreizenden, traditionellen, extremst schmalen, englischen Treppen überhaupt bis zur Wohnungstür zu bekommen. Von da gings dann durch das Gott sei Dank breitere Treppenhaus vom zweiten Stock runter. Von da ca. 10 Minuten Fußweg bis zur Bushaltestelle. Danach Mega-Koffer in den Bus hiefen und den Busfahrer zum Lachen bringen**. 2 Stationen später: aussteigen und wieder 5 Minuten Fußweg bis zur nächsten Buslinie. Wieder Koffer reinhiefen und diesmal etwas länger fahren, vorbei am Lidl bis zur Westferry DRL Station.
Von da sollte es rein theoretisch ein Katzensprung bis zur Limehouse DLR Station gewesen sein, wo sich die neue Wohnung befindet. War es aber nicht. Erstens gelang es dem Master trotz ausgezeichneter navigatorische Kenntnisse nicht den richtigen Weg zu ermitteln*** und zweitens regnete es immernoch... und stürmte. Egal. "Folgen wir einfach mal den Schienen, dann müssten wir ja irgendwann zu dem Bahnhof kommen!" Dachten wir. War aber auch nicht so. Denn dummerweise führte keine einzige Straße direkt an den Schienen lang, was zur Folge hatte, dass wir immer im Zick-Zack gelaufen sind. Ich möchte den geneigten Leser an dieser Stelle informieren, dass wir immernoch jeder je einen riesigen Koffer und eine Tragetasche dabei hatten.
Nachdem wir uns dann endgültig verlaufen hatten und vor einer Mauer angekommen waren wurde beschlossen evtl. doch wieder einen Hauptverkehrsweg aufzusuchen. Da angekommen eine freudige Überraschung: "Sieh mal da, Schienen!" Von dieser exorbitanten Sicht angespornt machte man sich neu gestärkt auf den Weg. An den Schienen angekommen musste jedoch festgestellt werden, dass noch immer kein Bahnhof in Sicht war. Verdammt! Und aus irgend einem unerfindlichen Grund zeigte des Masters normalerweise zuverlässige Karte an, dass an der Stelle, wo die Schienen waren überhaupt keine sein dürften... oder, dass die Straße über die sie liefen eigentlich an einer anderen Stelle sein müsste. Eigenartig.
Der völligen Erschöpfung und Verzweiflung nahe werden der Master und seine Botschafterin plötzlich von einer netten Dame angesprochen, die fragt, ob wir zu "Andrei" in die WG ziehen wollen. Und überraschenderweise lautet die Antwort darauf "JAAA!!!!" Es stellte sich heraus, dass selbige junge Dame die Freundin Andreis war und wusste, dass wir auf dem Weg sind. Und wie die Packesel beladen und mit Stadtplan in der Hand müssen wir wohl ihre Aufmerksamkeit erregt haben. Dank ihrer 1-A Wegbeschreibung kam man dann auch ratz fatz am neuen Quartier der Botschafterin an. Andrei kam uns freundlicherweise auch schon entgegengeeilt und schleppte höchst selbst die 2 fetten Koffer in den 3. Stock. Tja, zu irgendwas müssen Männer ja gut sein^^.
Liebend gern würde ich an dieser Stelle berichten, wie froh der Master und seine Botschafterin waren es nun endlich hinter sich zu haben. Leider befanden sich jedoch noch ein kleiner Trolley, 2 Reisetaschen und ein Wäscheständer in der alten Wohnung. Also auf zur zweiten Runde.
Intelligenter Weise erkundigte man sich vor verlassen der neuen Wohnung, wo denn die nächste Bushaltestelle wäre: "Na ganz einfach: am Lidl. Keine 10 Minuten von hier." AAARRRGGGHHHH!!!! Master und Alicia brauchten auf dem Hinweg über eine halbe Stunde, da sie dummerweise am Lidl vorbeigefahren waren, weil sie dachten, sie müssten zur Limehouse Station. Egal. Was solls. Jetzt ist es eh zu spät. "Komm wir gehn los." Es regnet immernoch.
Glücklicherweise verlief die zweite Runde, bei der dann auch Botschafterin Andrea mit anpackte, wesentlich glatter, auch wenn der Master Morgen eine blaue Hüfte und Striemen an der Schulter haben wird****.

13.30 war dann endlich alles in der neuen Wohnung, des Master Frisur nicht mehr existent und seine Hosen vom Saum bis zu den Knien völlig durchnässt. Über Schuhe und Socken wird gar nicht erst geredet.

14.00 Uhr befand sich der Master dann endlich wieder zuhause und konnte sich trockene Sachen anziehen, die Haare kämmen, eine Banane und Fleischbällchen essen, sich eine Mütze aufsetzen um die schlimme Frisur zu verstecken und dann ging es 15 Uhr endlich an den spaßigen teil des Tages:

St. Patrick's Day Parade.
Die bereits vorbei war als man 15.40Uhr am Trafalgar Square eintraf. Gut, dass es noch das Festival gab. Bis 17 Uhr blieb man beim Konzert von Raisin Murphy*****. Hier gab es jede Menge brüllende, tanzende, betrunkene Iren. Das war lustig.^^

Anschließend gings zum Leicester (sprich: Lester) Square um traditioneller irische Musik zu lauschen. Der Master fand das außerordentlich toll und freut sich schon auf seine Zeit in Irland um da hoffentlich in vielen Pubs in den Genuss solcher Musik zu kommen.

Zum Schluss widmete man sich den in Covent Garden befindlichen irischen Fressständen. Da leider ein Becher Irish Beef mit Mashed Potatoes 5 Pfund kostete wurde nix gegessen. Botschafterin Alicia lud allerdings ihre fleißigen Helferlein noch auf eine Tasse lecker heiße Schokolade mit Marshmallows und Schlagsahne ein. Namnam.

Dann machte man sich auch schon auf den Heimweg, denn der heutige Tag war doch recht anstrengend. Auf dem Weg zur Tube Station wurde noch ein kleiner Zwischenstopp in einem tollen DVD/CD Kaufhaus gemacht und der Master erstand die "Moulin Rouge" 2-Disc-Special-Edition-DVD für lächerliche 3 Pfund.

Mittlerweile ist der Master so müde, dass er sich heute nichtmal mehr seiner neuen DVD widmen kann. Er wird jetzt nur noch diesen Eintrag vervollständigen und sich dann ganz schnell ins Bettchen begeben.

Also gute Nacht liebe Leute.

P.s.: Es regnet immernoch.


* Auch wenn der eigentliche St. Patrick's Day erst morgen am 17.03. ist.
** Die SAU!!!
*** Es könnte daran gelegen haben, dass mein SUPI TOLLER Stadtplan dummerweise die Straße auf der wir uns befanden nicht mehr anzeigte.
**** Aua, aua. Schwere, klobige Dinge.
***** LOL ... Raisin Murphie... die Rosine Murphy... der Master ist froh nicht Rosine zu heißen, oder Backpflaume, oder wie irgend ein andere Trockenobst.
Der Master und Charlie Chaplin am Leicester Square

Impressionen vom St. Patrick's Day Festival

15. März 2008

Nachbar meines Vertrauens: J.T. Ripper

Heute begab sich der Master zusammen mit seiner schweizer Botschafterin Alicia auf eine kleine, aber ausgesprochen feine, Erkundungstour auf den Spuren einer nicht nur lokalen Berühmtheit durch unser höchst eigenes Stadtviertel. Der geneigte Leser hat sicher bereits richtig geschlussfolgert: man nahm am so genannten Jack The Ripper Walk teil.

Treffpunkt war an der Tower Hill Tube Station und nach der Entrichtung eines geringen Studenten-Oboluses von 5 Pfund (normal Sterbliche 6 Pfund) ging es auch schon los: Durch Hinterhöfe, vorbei an alten Stadtmauerresten (teilweise sogar noch aus der Römer Zeit, also ca. 1700 Jahre alt) und pitoresken* Backsteinbauten auf den Spuren des berühmtesten Mörders Londons.

Neben den original Crime Scenes*** wurde ein äußerst ausführlicher Einblick in die Lebensgeschichten der Opfer, ihre Todesumstände, Verstümmelungen, Ausweidungen, polizeiliche Ermittlungen und Verschwörungstheorien geboten. Zusatzlich wurde alles wunderbar durch unsere äußerst sympatische Führerin Fiona im Stil einer klassischen Gruselgeschichte erzählt.

Was Master und Botschafter gleichermaßen als "most shocking" empfanden war die Tatsache, dass der Ripper wirklich in unserer nächsten Nachbarschaft gewütet hat. Gleich gefolgt von der Erkenntnis, dass wir im so genannten Prostituierten Viertel (zumindest nach Maßstäben von 1888) untergekommen sind.^^ Ja ja, Home Sweet Home... die Slums des viktorianischen Englands.

Nach 2 Stunden, die trotz einsetzendem Regen wie im Flug vergingen, begaben sich Master und Botschafterin noch zum Ten Bells Pub. Dem Legendären Pub, den auch jene ermordeten Belles des Jour aufsuchten, um sich das letzte Pint ihres Lebens zu gönnen.

* "pitoresk" ist hier nach Rincewind zu übersetzen.**
** Für nicht Scheibenweltler: schäbig, verfallen, herunter gekommen.
*** In soweit sie noch vorhanden sind, London hat sich ja in über 100 Jahren doch ein klein wenig verändert.




Nun ja, und weil all das Gerede vom Morden und Abschlachten hungrig macht gabs zum Abschluss für den Segelmeister und seine Begleitung noch einen extremst leckeren Bagel**** mit Lachs und Frischkäse und dazu ein Teechen.

**** Brötchen mit Loch in der Mitte. Nicht zu verwechseln mit "Beagle", das ist ein Hund.


Dear Jacky-Boy

Alles in allem muss festgehalten werden, dass die London Walks äußerst empfehlenswert sind. Der Master wird sich wohl auch noch auf verschiedene andere Themen Stadtrundgänge einlassen. Wie zum Beispiel: Oscar Wilde's London, Haunted London, In the Footsteps of Sherlock Holmes, Historic Greenwich mit Bootsfahrt*****,Ghosts of the Old City und Stonehenge. ( http://www.walks.com/ )

Morgen heißt es dann erstmal zeitig aufstehn, denn der Master hat sich verpflichtet seiner Botschafterin bei ihrem mittlerweile leider 3. Umzug in London zu helfen. Es hatten also nicht alle so viel Glück mit ihrem temporärem Heim wie der Master. Naja, danach begeben wir uns dann zur St. Patrick's Day Parade (auch wenn der eigentliche Feiertag erst am Montag ist) und vielleicht hinterher noch ins Kino zu "The Cottage". Das Kino an der Uni bietet im übrigen Monatskarten an!!! und das für nur 15Pfund!

***** Köptn der is für uns!!!

Das wars für heute, gehabt euch wohl liebe Freunde! And keep your hand at the level of your eyes... nicht, dass das beim Ripper helfen würde^^

Von der Beleuchtung einmal abgesehen handelt es sich hier um ein originales Gässchen aus dem Viktorianischen Zeitalter. An solchen Orten wurde fleischlichen Freuden und Blutvergießen gefrönt. Wer weiß, vielleicht ist der Ripper hier sogar selbst vorbei gekommen?

Achja, das Schlussbild ist natürlich eher weniger authentisch, hat mich aber trotzdem sehr angesprochen^^

11. März 2008

Suchbild

Finde den Unterschied:


Neoscope (Sänger von Down Below) und eine Stewardess von British Airways

--> Richtig, es gibt keinen!!!


Und damit mich der Erste nicht für immer und ewig hasst erwähne ich an dieser Stelle, dass er selber Liam in einen Hund reingeschnitten hat. Bäh! ^^



10. März 2008

Hässlich kann man sein, man muss es nur zu nutzen wissen!

Wie man unschwer am Titel des heutigen Posts erkennen kann, war der Master gestern auf nem ASP-Konzert.^^

Laut Ticket und Internetauskunft sollte 19 Uhr Einlass sein und so machte sich der Master gegen 18 Uhr auf Richtung Camden Town. Dank zahlreicher Möglichkeiten an Tube-Verbindungen hätte das pünktliche Eintreffen in Camden Town eigentleich kein Problem sein sollen. Dummerweise entschied sich gerade gestern Murphy's Law dazu unseren geliebten Segelmeister heimzusuchen. Unzählige Bauarbeiten und unplanmäßige Bahn-Ausfälle führten dazu, dass der Master doch tatsächlich eine volle Stunde brauchte um in den Zielhafen einzulaufen, obwohl er unter normalen Umständen nur 30 Minuten gebraucht hätte.

Glücklicherweise liegt der Club Underworld, wo das Konzert stattfinden sollte, direkt gegenüber der Tube Station und so kam der Master um einen allzu langen Fußmarsch herum.
Vor der Unterwelt angekommen hieß es erst einmal "queuing", sprich "kjuing". Es war zwar arschkalt und windig aber wenigstens hat es nicht auch noch geregnet. Nunja, als also nun unser Offizier da so eine Viertel Stunde in der Schlange stand hieß es plötzlich: " Ihr steht falsch rum an!!!" Super. Also mussten wir uns alle mal von der linken Seite des Eingangs zur rechten begeben, wodurch der Master natürlich seinen angestammten Platz in der Schlange verlor. Da er jedoch bereits im Besitz eines Tickets war war es ihm egal. Eigentlich hat es den Master sogar richtiggehend gefreut! Man könnte es schon fast als Vorsehung bezeichnen. Denn keine 5 Minuten später hört doch der Master nich etwa so 2 Leute hinter sich seine liebreizende Muttersprache erklingen!

Hier hieß es nun sofort zur Tat zu schreiten und der Master gab freudig seinen Platz in der Schlange erneut auf um sich dem kleinen deutschen Grüppchen, bestehend aus 2 Aupairs und einem Teaching Assistent, anzuschließen.

Lustigerweise stellten wir 4 (Britta, Bree, Ulrike und der Master) auch gleich mal fest, wie einsam es doch sein kann, wenn man keine Kontakte zu Menschen hat die RICHTIGE Musik hören.^^ So wurden auch gleich Handynummern ausgetauscht um in Zukunft gemeinsam lustige Dinge zu tun.

Nach weiteren 15 Minuten Wartezeit* gings dann endlich rein und ins warme.

Underworld ist echt n netter Club auch wenn Bühne und "Konzertraum" eher winzig sind, aber dafür ist man um so näher am Geschehen dran.
Zu allererst gings natürlich zur Garderobe um für Sage und Schreibe 1,50 Pfund** das Mäntelchen abzugeben. Anschließend wurde sich ausgiebig dem Merchandise-Stand gewidmet und ein gewünschtes Mitbringsel für den Köptn und auch eins für den Ersten*** erworben. Natürlich hat sich der Master auch was für sich selbst gekauft. Als die erworbenen Güter verstaut waren fing auch schon die erste Vorband zu spielen an. Name: Uninvited Guest. Mucke: Najaaaa. Bandmitglieder: Einer hätte von Tokio Hotel sein können XD und er ist voll panne bei seinem schlechten Gitarrensolo abgegangen... naja, egal... der Master hat sich in der Zeit erstmal n lecker Bierchen geholt.
Als nächstes standen Lahannya ( http://www.lahannya.com/ ) auf dem Programm. Also bei denen kann der Master echt sagen, dass sie neben den Apokalyptischen Reitern die beste Vorband sind die er je erlebt hat! Gute Musik, gute Bühnenshow und man sollte nicht glauben wie sehr sich die Attraktivität eines Mannes steigern lässt, wenn er einen Ventilator günstig platziert und seine schicken langen Haare wehen lässt.^^ Einer von den Typen hat den Master sehr an den Witcher erinnert mit seinen weißblonden Haaren und dem etwas katzenhaften Gesicht und den markanten Wangenknochen. Der hätte sicher auch dem Ersten gefallen****. Jedenfalls haben die Dame und Herren von Lahannya ordentlich Stimmung gemacht und als dann gegen 21 Uhr endlich ASP ( http://www.thetalesofasp.com/ ) auf die Bühne kamen wurde es erstmal extrem Laut***** von seiten des Publikums.

Das erste was dem Master durch den Kopf ging als er ASP live sah war: "Wow, der Sänger ist wirklich so hässlich. Ich dachte immer er ist nur nicht besonders fotogen."
Nunja, an dieser Stelle nochmal ein kleiner Verweis auf den Titel dieses Eintrags. Mit seinem gruseligen Make Up und seiner echt tollen Mimik hat er es voll drauf sich in Szene zu setzen. Es lässt sich absolut nachvollziehen warum ASP von der Orkus****** zur besten Live-Band gekürt wurden.
Neben der sehr tollen, wenn auch bisweilen schmerzhaft für die Augen ausfallenden Light-Show******* muss man auch noch die absolut geniale Live-Stimme von Asp******** erwähnen. Es ist schon beeindruckend was für verschiedene Tonlagen und Brüllvarianten der Mann drauf hat.
Apropos Gebrüll, der Master hatte ja erst etwas Angst, dass in dem nur halbvollen Club nicht so richtig Stimmung aufkommen würde. Aber weit gefehlt. Alle waren voll am rumspringen, rumkreischen und mitsingen, der Master natürlich eingeschlossen. ^^ Und besonders bei "Krabat" hat es den Master mitgerissen... hach...

Was auch noch bemerkenswert ist im Vergleich zu Deutschland: Der Altersdurchschnitt solcher Konzerte ist hier wesentlich höher als bei uns, was vermutlich auch daran liegt, dass die Szene hier genrell älter ist als die in Deutschland. Sehr...öhm... interessant fand ich eine Frau Ende 50 mit fett lila Haaren, Make-Up à la Nina Hagen mit den dazugehörigen Klamotten. Oder auch n Typ in dem Alter mit Vollbart und lustiger Oppa-Strickjacke ^^ ... ja es war schon sehr lustig gestern.
Und ASP schienen auch sehr gerührt zu sein, dass in London so viele Leute so gut mitsingen können. Naja und als dann das Publikum zum Schluss noch wie besessen "Wir wollen brennen!" schrie sind sie dann auch nochmal für ne zweite Zugabe auf die Bühne gekommen. Hach, es war ein genialer Abend, nur Schade dass die Crew nicht beim Master sein konnte. Aber früher oder später ist auch mal wieder ein ASP Konzert bei uns in der Nähe und dann ...

Nach dem Konzert machte sich der Master dann gemeinsam mit Ulrike auf den Heimweg via Northern Line. Und Vietrel Eins befand er sich dann endlich in seinem heimischen Flur und schlich sich auf leisen Sohlen und im dunkeln in sein Zimmerchen um die lieben Mitbewohner nicht zu wecken.

*Die aber wesentlich schneller vergingen, da man nun liebreizende Gesellschaft hatte.
**Das sind 2,10 Euro!!! Die Schweine!!!!
***Weil er doch ASP so mag.
**** Auch wenn er um die Haare NICHT aussah wie eine Stewardess^^
***** So laut wie eben ca. 150 Leute werden können.
****** Es war doch die Orkus, oder Köptn?
******* Grelle Blinke-Lichter sind BÖÖÖÖÖÖÖÖSE!
******** ASP ist die Band und Asp ist der Sänger.
Bitte ignorieren, dass der Master so grimmig dreinschaut ^^
Fülle mich, erfülle mich, erfülle mich mit BIER!

3. März 2008

Der Master ist die geilste Sau von allen!

Heute an diesem denkwürdigen 3. März fand im Curzon Cinema in Mayfair die Premiere zum neuen Scheibenwelt-Film "The Colour of Magic" statt.
Trotz unermüdlichem Hoffens und unendlich vieler Glück-Wünsche war es eurem Master nicht vergönnt in den Genuss der heiß begehrten Premierentickets zu kommen. Aber was ein echter Scheibenwelt-Fan ist der lässt sich durch so Kleinigkeiten wie Eintrittskarten von nichts, absolut gar nichts abhalten!

So kam es also, das unser allseits geliebter Marineoffizier Punkt 17.00 Uhr GMT sich im pikfeinen Mayfair wiederfand um zusammen mit den ersten 30 genauso Bekloppten die besten Plätze zu sichern. Erste Reihe genau vorm Eingang des Kinos! Nachdem nun also pflichtschuldigst der Posten bezogen worden war hieß es: abwarten, ganz ohne heißen Tee. Der wäre bei dem Wind und der Eiseskälte wirklich schön gewesen. Aber so ein alter Seebär wie der Master ist den Elementen natürlich ohne Frage überlegen.

Während der lächerlichen winzigen Wartezeit von 1 1/2 Stunden hatte man dann auch ausreichend Gelegenheit seine Mitwartenden zu Mustern und sich ihrer liebreizenden Zauberer-, Hexen-, Postboten und Zeiblum-Kostüme zu erfreuen. Neben den unvermeidlichen Pratchett-Fanatikern waren an diesem Abend natürlich auch noch ein paar ganz hartgesottene Herr der Ringe Fans anwesend, denn schließlich sollte laut Presseberichten auch Sean Astin zur Premiere erscheinen.

Gegen 18.30 Uhr ging es dann plötzlich ohne Vorankündigung, Fanfaren oder Trommelwirbel los und die ersten drei Wagen rollten an. Der Inhalt: Sean Astin aka Samweis Gamdschie aka Zweiblum samt Anhang, also Frau und Bälger, denen er zuerst einmal aus dem Wagen half. Kinder und Frau ordentlich abgestellt ging es auch schon ans Autogramme schreiben. Man möge es dem Master verzeihen, dass er kein schickes Foto in der Vorderansicht von Sean Astin geschossen hat, aber er war einfach zu aufgeregt mit dem Winterschmied und Kuli in der einen und der Kamera in der anderen Hand. Und den armen Mann mit meinem bösen Mörderblitz zu belästigen als er mir gerade mein Buch signiert hat hab ich dann doch nicht über mich gebracht. Aber wie heißt es so treffend: Ein schöner Rücken kann auch entzücken.

Sean Astin von seitlich hinten ^^
Sean Astin (und Elijah Wood) im Herrn der Ringe
Nach meiner Wenigkeit und einem Hinweis, dass er mir mein Buch gerade schon signiert hat und es nicht nochmal machen muss, wenn er nicht unbedingt will, widmete sich Sean Astin den restlichen nach Aufmerksamkeit schreienden Zaungästen. Und ich wage zu behaupten, jeder der ein Autogramm haben wollte hat auch eins bekommen.

Als nächstes erschien Sir David Jason aka Albert aka Rincewind auf dem nicht vorhandenen roten Teppich der sehr an eine Kopfsteinpflasterstraße erinnerte. Bei seiner Ankunft brach die wahre Hölle los. Als Nicht-Brite möge man es mir nachsehen, dass ich ihn nur aus Hogfather und Colour of Magic kenne und mich die plötzliche Hysterie doch ein wenig überraschte. Es wurde gekreischt, geschubbst, gedrängelt und arme kleine Masterleine gegen Absperrungen gequetscht. Durch die ganze Aufregung hatte es David Jason dann doch eher eilig ins innere des Kinos zu kommen und so schrappte der Master um etwa 47,38cm an einem Autogramm von Albert/Rincewind vorbei. Naja, zur Strafe wurde der Mann geblitzdingst!

Sir David Jason

Vor des Meisters höchst selbster Ankunft trudelte dann auch noch Bernard Pearson zusammen mit Gattin ein.

Pterry kam dann auch prompt hinterher, sehr schick im schwarzen Anzug und natürlich mit Hut und Gehstock, wie es sich gehört. Als allererstes widmete sich Mr. Pratchett der anwesenden Presse und ein nicht ganz so glaubensfester Scheibenweltler hätte vermuten können, dass Pterry sich ganz untypisch ohne ein "Hallo" und Autogramme davon stehlen wollte. Aber weit gefehlt! Nach dem die bösen Papparazzo abgespeist wurden gings in aller Ruhe zu den Fans. Und auch hier bekam wirklich jeder der auch nur einen Fetzen Papier dabei hatte auch ein Autogramm*! Den Stift hatte Pterry ganz vorbildlich selbst mitgebracht.

* Autogramm ist in diesem Fall mit "Er hat jeden einzelnen nach seinem Namen gefragt und sogar noch eine Widmung hingeschrieben" zu übersetzen.


Pterry

Nachdem sämtliche Prominenz dann im Kino verschwunden war machten sich die ersten Fans unauffällig daran die überaus reizenden Hartkarton-Plakate an den Absperrungen zu entwenden. Dieser Versuchung konnte natürlich auch der Master nicht widerstehen und ist somit nun im Besitz eines endgeilen riesigen Plakates von Colour of Magic. Es stellt sich jetzt nur noch die Frage wie ich das Teil heil nach Deutschland bekomme. Naja bis es soweit ist verschönert es mein Zimmer hier!
Das war es dann erstmal für Heute, denn ich muss erstmal von meinem Adrenalin-Hoch wieder runter kommen... ich bin immernoch ganz hibbelig!

Silber: Sean Astin, Schwarz: Pterry

Endgeiles Plakat, Unordnung bitte ignorieren ^^

Ein paar Impressionen von der Premiere... auch wenn Bildqualität und Kameraführung unter meiner Anspanung etwas gelitten haben ^^

2. März 2008

Des Masters neue Kleider

Olè, olè!
Nach ca. 6 Stunden und 70 Pfund befindet sich der Master im Besitz einer tollen neuen Sonntags-Ausgeh-Party-Konzert-Garderobe.

Gestern so gegen 11.00 Uhr machte sich der Master mit Maritza auf den Weg um in Camden ein bisschen hardcore Shopping zu betreiben. Als Offizier in His Majesty's Royal Navy muss man ja schließlich anständig in der Öffentlichkeit erscheinen. Dummerweise musste der ursprünglich geplante Kurs nach Camden geringfügig geändert werden als in Bank, wo man eigentlich umsteigen wollte, gebaut wurde und die Tube nach Camden Town leider nicht verfügbar war. Also musste der Master gezwungenermapen einen kleinen Umweg in kauf nehmen.

In Camden angekommen, schlug dem Master diesmal keine Welle an kleinkindlicher Geräuschbelastung entgegen, wie etwa in Bethnal Green, sondern eher eine optische Flut an schwarzgekleideten Individuen.


Maritza in Camden

So weit so gut. Und es wurde auch noch besser. Am Wochenende ist in Camden immer die Hölle los. Sämtliche märkte haben geöffnet und sind natürlich auch gut besucht.

In einem der Märkte fand der Master auch sogleich ein liebreizendes neues Uniformröckchen, welches er auch sogleich käuflich erwarb. Im Anschluss daran, begab man sich in ein so genanntes Schuhgeschäft*. Hier hat sich Maritza ein paar süße Schühchen gekauft** , die Dank Super-Sonder-Schlussverkauf nur noch 5 Pfund anstatt 30 kosteten.

* Der Master ist allerdings der Meinung das Körperverletzendes-Klaustrophobie-erzeugendes-Folterkämmerchen eine angemessenere Beschreibung ist.
** Ihre letzten hatte sie ja dem Master geschenkt. ^^



Maritza und der Master

Es wurde ja bereits in vorangegangen Logbucheinträgen erwähnt wie zauberhaft der Master Camden findet. Man muss es einfach erlebt haben! Deswegen wird unser Offizier sich hüten hier seitenweise tolle Dinge zu beschreiben. Besuchen kommen und selber anschauen ist die Devise!
Jedenfalls erstand der Master passend zu seiner Jacke noch einen Rock und ein Top, wie in nachstehendem Film zu bewundern: