Am 10. Mai war es mal wieder so weit: der Klaus hatte Geburtstag. Schon wieder. Komisch, ich hätte schwören können das war erst letztes Jahr! Gefeiert wurde wie immer nicht. Das wäre ja noch schöner, die bucklige Verwandtschaft in die eigene gute Stube lassen und dann auch noch mit Fresschen vollstopfen. Sowas fangen wir mal gar nicht erst an! Stattdessen kann man viel lieber sich selber mit Fresschen vollstopfen, hat man ja auch viel mehr von! Es gab jedenfalls lecker Spargel, mit allem was dazu gehört (ja verehrte Frau D. aus W., auch Zunge!). Mnamnam.
"Und was wollen wir heute sonst noch machen, Dagi?"
"Dasselbe, wie jeden Tag, Klaus. Raus gehen und Fotos machen!"
Gesagt getan. Man tuckerte nun also fröhlich mit der neuen Limousine (Facebook-Connaiseure werden sie schon begutachtet haben) gen Moritzburg. Bei herrlichstem Wetter stellte man den Oldtimer mitten im Wald ab, weil kostet nix, und wanderte zum Schloss. Zwischenzeitlich wich man heldenhaft mehreren Geschwadern von Kamikaze-Raupen aus, welche sich todesmutig von den Bäumen abseilten. Am Schloss angekommen stellte man fest, dass heute nicht nur der Klaus seinen Schlüpftag feierte.
Später, will heißen an einem anderen Tag, welcher in keinerlei Beziehung zu den vorangegangenen Absätzen steht, stattete man mal wieder der Scharfenberger Scholle, bewirtschaftet durch meine höchst selbige Frau Mutter, einen Besuch ab. Hier wurde allerlei Frühlingsblumengedöns bildlich festgehalten, Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und sich sogar körperlich ertüchtigt. So Metallpfähle in den Boden kloppen und Erde in der Schubkarre rumfahren. Diese essentiellen Tätigkeiten des Gartenbaus sind überaus wichtig zur Fruchtbarhaltung des Bodens. Durch das ganze Gekloppe im Frühling wird der Boden erst richtig aufgeweckt und kann sich so optimal auf die anstehende Arbeit vorbereiten. Gelegentlich lässt die Arbeitsmoral des Bodens allerdings doch einiges zu wünschen übrig, was eine Generalüberholung der Arbeitsbedingungen des selbigen, will heißen einen Tapeten- bzw. Standortwechsel erfordert. Die Schubkarre dient somit der Zwangsversetzung. Da nun also am Wochenende der Boden ordnungsgemäß arbeitsbereit gemacht wurde kann das Wachsen und Gedeihen nun mit 100%iger Effizienz ausgeführt werden.
Auch am Wochenende, nicht im Garten, dafür in der Neustadt, gabs Eis. Genauer gesagt Good Mimi's Eis (jetzt neu und verbessert umgezogen aus der Kläusischen Vorstadt ins Szene-Zentrum). Sehr zu empfehlen ist Peanut-Butter-Cookie-Swirl! Der Irish-Coffee-Fudge ist für meinen Geschmack zu kaffeelastig und überhaupt recht un-fudgig. Weitere Sorten Folgen im Test in den nächsten Wochen. Wahlweise auch eher, falls mich jemand zum Eis einlädt.
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