Tätärätäää, der Master bittet um Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Hier an dieser Stelle kommen Sie, geliebte Leser, nun in den Genuss live, hautnah und in Farbe die Weltpremiere des Gastbeitrages des Ersten Offiziers mitzuerleben.
Coming Home
Zu Beginn ein paar Worte an den Master: Ich danke Ihnen aufrichtig und aus tiefstem Herzen für diese tollen Tage in London! Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß wie mit Ihnen, Sir.
So nun zu meinem Gastbeitrag (ich hoffe ich mag den geneigten Leser auch nur annähernd so gut unterhalten wie das der Master immer tut... ):
Um 17:35 sitze ich in dem A51-Bus nach Stansted und sehe den Master langsam kleiner werden. Nein, er ist nicht geschrumpft, enfernt sich aber immer mehr von mir, bzw. ich mich immer mehr vom Master. Eine Stunde und etliche Ich-mag-noch-nicht-nachhause-Seufzer später steige ich am Flughafen London Stansted aus. Als einzige(!)* Businsassin begebe ich mich auf dem ausgeschilderten Weg ins Flughafengebäude, fahre alleine in einem Aufzug in dem ein Laster samt übergewichtigen Lastfahrer Platz gefunden hätte nach oben zu den Terminals und stehe schließlich vor den Air-Berlin-schaltern.
Zu Beginn ein paar Worte an den Master: Ich danke Ihnen aufrichtig und aus tiefstem Herzen für diese tollen Tage in London! Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß wie mit Ihnen, Sir.
So nun zu meinem Gastbeitrag (ich hoffe ich mag den geneigten Leser auch nur annähernd so gut unterhalten wie das der Master immer tut... ):
Um 17:35 sitze ich in dem A51-Bus nach Stansted und sehe den Master langsam kleiner werden. Nein, er ist nicht geschrumpft, enfernt sich aber immer mehr von mir, bzw. ich mich immer mehr vom Master. Eine Stunde und etliche Ich-mag-noch-nicht-nachhause-Seufzer später steige ich am Flughafen London Stansted aus. Als einzige(!)* Businsassin begebe ich mich auf dem ausgeschilderten Weg ins Flughafengebäude, fahre alleine in einem Aufzug in dem ein Laster samt übergewichtigen Lastfahrer Platz gefunden hätte nach oben zu den Terminals und stehe schließlich vor den Air-Berlin-schaltern.
Ich habe die Wahl an welchen der drei Schalter ich einchecke, denn noch immer bin ich allein. Es scheint nicht viele Reisende am Samstag-abend zu geben, denn auch auf dem restlichen Flughafengelände lassen sich mehr Mitarbeiter als Flugwillige sehen. Ich entscheide mich für den Schalter an dem mich gleich zwei gelangweilte Mitarbeiter anlächeln**. Die Frau spricht schnell und in einem Dialekt und als sie merkt das ich nicht so ganz hinterherkomme, bittet sie ihren Kollegen zu übersetzen. Ich atme erleichtert auf, froh nicht auf meine lausigen Englischkenntnisse angewiesen zu sein - aber zu früh gefreut - der Kollege wiedrholt einfach alles wieder auf englich, nur etwas langsamer und deutlicher als seine Vorgängerin, quasi so wie man mit einem Etwas zurückgebliebenem Kleinkind redet... . Wenigstens habe ich diesmal etwas mehr verstanden und will schon antworten als ich merke das die Frau am Schalter ihren Kollegen äußerst skeptisch anstarrt.
Es beginnt ein lustiges Gespräch darüber, dass die Frau dachte er könne deutsch, der Typ meint, ja schon, aber eben nicht gut genug, woraufhin sich die Frau beschwert warum sie immer nur unfähige Mitarbeiter bekommt und der Typ meint, er könne ja auch nix dafür... das Gespräch endet damit das die Frau einfach weiter mit mir auf englisch spricht und ihr Kollege das ganze dann jedesmal in ein besser verständliches Englisch übersetzt. Gut. Immerhin schaffe ich es so alle Fragen zu ihrer Zufriedenheit zu beantworten, von wegen Koffer selber gepackt und so... , und bei der Frage ob mein Gepäck "fragile" wäre, also leicht kaputtbare Dinge beinhaltet, sage ich einfach mal ja, weil ich meinen Koffer nun mal gern habe. Das führt dazu das mein Koffer zwar hier gewogen wird (unter 18Kg - nachdem er so schwer zuging hätte ich echt mehr erwartet) und ich auch sonst alles bekomme was ich brauche, ich aber noch zu einem anderen Schalter muß um meinen Koffer in die Hände des Flughafens zu geben. Dort wurde er dann noch mal gewogen und ich durfte zusehen wie er quasi geröntgt wurde, was schon toll aussieht. Ich glaube wenn ich das nächste mal fliege versuche ich mal ein lustiges Bild mit allen metallischen Gepäckstücken zu legen. So ein Sicherheitsbeamter braucht ja auch mal Spaß in seinem Job.
Die Sicherheitsbeamten an der Sicherheitskontrolle hatten ihren Spaß, darf man in London doch nur weiter wenn man es durch dieses Tor schafft ohne zu piepen. Also mal wieder Stiefel ausziehen (ohne Stuhl! Wie doof!) und Schmuck ablegen und nochmal versuchen. Ich hab zu allen Göttern an die ich nicht glaube gebetet das ich nicht auch noch meinen Gürtel*** ablegen muss, und irgendeiner muß mich erhört haben, denn ich bin mit Gürtel und BügelBH durch das Tor gekommen ohne zu piepsen. Nach einer halben Ewigkeit und wieder ohne Stuhl hatte ich dann auch wieder meine Stiefel ordentlich an und konnte mich mithilfe der Flughafenbahn zu meinem Gate bewegen. Dort hatte ich noch viel Zeit mein in London gekauftes Buch zu lesen und lecker englische Butterkekse zu futtern. Der Warteraum füllte sich langsam und irgendwann durften wir dann auch an Bord gehen.
Der Flug war toll und der Erste hatte auch gar keine Angst mehr. Am Flughafen war es nämlich bewölkt und dadurch schon ziemlich dunkel. Aber etwa eine viertel Stunde nach dem Start durchbrach das Flugzeug die Wolkendecke und wir konnten einen Sonnenuntergang über den Wolken erleben - was, wie ich finde,jeder mal erlebt haben muß!
Der Flug war nicht gerade ausgebucht und so hatte der Großteil der Passagiere einen Fensterpplatz und mehrere Sitze für sich. So macht reisen Spaß. Gegen 23 Uhr erreichten wir Berlin und ich fuhr mit dem Bus zum Hauptbahnhof. Den Zug nach Halle hab ich nicht mehr geschafft, wäre ja eh zu teuer gewesen, und so begab ich mich zu McDonalds, aß einen Cheeseburger und trank Cola und einen Café Latte, bevor alle McDonalds-Gäste punkt 2 Uhr nachts vor die Tür gesetzt wurden. Als eine von vielen versuchte ich es mir auf den kalten Holzbänken zum Schlafen bequem zu machen, was mir nicht so wirklich gelang****. Zum Glück schließt McD nur eine Stunde und so konnte ich kurz nach drei wieder einen Café latte trinken um mich wieder aufzuwärmen und munter zu werden. Viele der Menschen um mich herum hatten auch schon vor einigen Stunden hier gesessen und so fragt man sich doch echt, warum der Hauptbahnhof von Deutschlands Hauptstadt nicht auch einen ordentlich Wartebereich haben kann... .
Um 6 Uhr bin ich dann nach Berlin Schöneweide gefahren, wo mich eine Mitfahrgelegenheit ***** in einem tollen großen, klimatisierten und bequemen Auto nach Leipzig fuhr. Dort kam ich 10 min bevor ein Zug nach Halle fuhr an. Ich brauchte 10 min und 5 Automaten ****** um einen gültigen Fahrschein zu bekommen und zum Zug zu rennen, der anfuhr, als mich nur noch läppische 10 m von der Scheißzugtür trennten. Ich hasse die DB!
Nach einer halben Stunde Wartezeit******* und 40 min Fahrzeit stand ich dann auch endlich wieder auf Hallenser Boden. Nachdem ich noch kurz etwas zu Essen, Badepulver und eine Haartönung gekauft habe bin ich mit der Straßenbahn nach hause gefahren. Um 11 Uhr am Sonntag betrat ich endlich meine Wohnung. Home, Sweet Home.
Mein Zimmer schien mir heller und freundlicher denn je und überhaupt ist es zuhause ja doch am schönsten.
Ich packte aus, räumte auf, wusch meine Wäsche, aß Pizza und beendete den Tag schließlich mit einem tollen Wannenbad. Als ich gegen 19 Uhr in mein weiches Bett fiel träumte ich schon wieder von London.
*tasächlich sind alle anderen in andere Busse umgestiegen
**dieses typische Mir-ist-langweilig-also-bitte-gib-mir-was-zu-tun-Lächeln das ich selbst nur allzu gut kenne
***der Rock bleibt ohne Gürtel, nicht da wo er sein sollte... und so viel Spaß wollte ich den Sichterheitbeamten dann doch nicht bieten
****warum muss modern so oft auch so unbequem sein?
*****sehr nett und Besitzer eines eigenen Tonstudios in Leipzig
******Ja klar nehmt nur alle keine 20 Euroscheine oder nur Geldkarten mit aufgeladenem Chip an, ihr dämlichen Mistkrücken*******Die gesamte Reisezeit betrachtet ist das wenig, wenn man aber mal muss und zu geizig ist bei Mr.Clean (Bahnhofstoillette) 1,10 Euro zu bezahlen, dann ist das viel
2 Kommentare:
Du hattest wohl Flugangst?
Sonnenuntergang überden Wolken ist fantastisch, ich hoffe sowas nächstes Jahr wieder erleben zu dürfen.
LG
Bootsmann
Daaaaanke für die Karte. Ist heute gekommen.
LG
Bootsmann
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