7. Juni 2008

Bang, Bang - I shot my First Mate down

Der Titel des heutigen Posts hat absolut nichts mit des Masters Tätigkeiten der letzten Woche zu tun, keine Angst. Wer hingegen im Titel einen Song von Nancy Sinatra erkennt der ist gut!
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Am Montag, dem 2. Juni 2008 war es mal wieder so weit. Der Master bekam erneut Besuch von seiner Crew, genauer gesagt von seinem Ersten Offizier.

Gegen 19.37 Uhr GMT landete die Maschine des Ersten mit reichlich Verspätung in Stansted. Und kaum 2 Stunden später konnte unser überschwänglicher Master schon seinem geliebten Vorgesetzten auf der anderen Straßenseite der Liverpool Street zuwinken. Nach ausgiebigem Umarmen ging es dann zur Behausung des Segelmeisters wo zünftig Baguette mit lecker (vom Ersten mitgebrachtem) Feigenbergkäse verspeist wurde.

Am Dienstag Morgen ging es zu aller erst zu Tesco, Proviant für die Woche und schicke Unterwäsche für 1 Pfund pro Schlüppi kaufen^^. Im Anschluss stand dann auch schon Camden Town auf dem Programm. Auf dem Weg dahin gab es wieder einen Zwischenstopp am Kings Cross Bahnhof, wo der Erste eher weniger erfolgreich versuchte durch Wände zu gehen. Naja, aber niemand ist perfekt und das Foto sieht trotzdem gut aus^^.
Da es mitten in der Woche war und auch noch recht nass von oben rum waren nur (relativ) wenig Leute in Camden unterwegs. Aber umso besser konnte man sich alles anschauen! Auf dem Speiseplan stand natürlich das obligatorische frittierte Hühnchen. Es wurde jedoch nicht nur ins leibliche Wohl investiert. Neben einem Paar liebreizender Schühchen mit Schädelchen erstand der Erste auch noch zwei äuerst schicke Röcke welche der Master sogar noch um 15 Pfund runterhandeln konnte. Natürlich wurden auch pflichtschuldigst 2 der 3 vom Köptn gewünschten Dinge gekauft.

Mittwoch stand eigentlich Greenwich und das Fächermuseum auf dem Plan. Dummerweise hatte das Fächermuseum vom 2. bis zum 5. Juni geschlossen. Glücklicherweise fiel das unseren beiden Offizieren noch am Dienstag Abend auf und man konnte den Schlachtplan für Mittwoch noch spontan ändern. Es sollte stattdessen ins Tate Modern gehen. Auf dem Weg dahin wurde ein Fotostopp an der Golden Hinde eingelegt und man besichtigte noch kurz das Globe Theatre (von außen) und den dazugehörigen Shop (nicht nur von außen). In selbigem Shop erwarben unsere Seebären 2 unglaublich tolle und informative Bücher über Kleidung in der Tudor-Zeit. Diese äußerst edukativen Schriftstücke halfen dem Master nun endgültig das Thema seiner Bachelor Arbeit festzulegen.

Im Tate Modern gönnten sich Erster und Master mal einen Multimedia-Guide. Jaha, MULTIMEDIA und nicht AUDIO. Da waren nämlich sogar Fotos, Filme und Musik mit eingebaut. Äußerst informativ und unterhaltsam. Der Master wagt auch zu behaupten, dass die Exponate des Tate Modern durch den Multimedia-Guide erst richtig interessant und überhaupt verständlich werden. Und für 1 lausiges Pfund pro Student war es auch ein absolutes Schnäppchen.
Bekanntlich hält der Master ja nicht allzuviel von moderner Kunst, aber mit dem Ersten zusammen war es doch ein sehr netter Museumsbesuch. Einige der Bilder haben unserem Segelmeister sogar richtig gefallen. Leider gab es gerade von denen keine Postkarten im Museums-Shop.
Dem Ersten hat übrigens das Tate Modern auch nicht so ganz zugesagt... naja... aber es war ja umsonst^^

Nach 3 Stunden Tate sollte es noch zum Oxford Circus gehen um bei Bravissimo lecker Unterwäsche zu kaufen^^. Vorher wurde allerdings noch ein kleiner Stopp bei Starbucks eingelegt um neue Energie zu tanken. Man gönnt sich ja sonst nichts. Ungünstigerweise verliess unsere zwei Seebären an dieser Stelle ihr untrügerischer, nautischer Orientierungssinn und sie liefen eine halbe Stunde lang im Kreis bis sie endlich das Geschäft fanden. Leider war es dann auch schon 19 Uhr und Ladenschluss. Ja, das leben ist grausam, aber Donnerstag ist auch noch ein Tag und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Donnerstag hieß es ernaut "Volle Kultur-Kraft vorraus!" und man stattete der National Gallery am Trafalgar Square einen Besuch ab. Obwohl ettliche Schulklassen unterwegs waren gestaltete sich dieser Museumsbesuch als äußerst entspannt. Das lag nicht nur an ausreichend Sitzgelegenheiten in jedem Raum sondern auch an den geilomatigen Exponaten und den an wirklich jedem Gemälde zu findenden Info-Täfelchen. Diese verrieten dem geneigten Besucher nicht nur, wie sonst üblich, Künstler und Titel des Werkes, sondern auch die Geschichte die in dem jeweiligen Bild steckt wie auch kleine Besonderheiten. So war auf einem Portrait einer adeligen Dame auf ihrem Kinn eine dunkle Stelle zu sehen. Laut Infotafel handelte es sich hierbei um die Augenbraue eines Mannes, übe rdessen Portrait besagte Dame gepinselt wurde.
Was auch noch besonders auffiel, war die Farbprächtigkeit der Gemälde. Was vermuten lässt, dass die meisten der Exponate eine gründliche Restaurierung hinter sich haben. Sehr schön. Auch wenn Jesus in pink gewöhnungsbedürftig ist.
Die National Gallery wird von der Stiftung Master-Test mit dem Prädikat "Empfehlenswert!" ausgezeichnet.

Nach der Gallerie begaben sich unsere zwei Offiziere dann noch auf einen kurzen Spaziergang zum Buckingham Palace. Motiviert wurde das ganze durch dutzende Union Jacks die aus noch unbekannten Gründen über die gesamte Länge der Paradestraße vom Trafalgar Square bis zum Palast hin verteilt waren. Am Palast angekommen verspürte der Master kurzzeitig eine äußerst freudige Erregung. Sollten die weißen Beinkleider die er in der Ferne an den Torwachen wahrnehmen konnte tatsächlich Kniestrümpfe sein? Wenn ja, würde das bedeuten, dass selbige Wachen auch Kilts trugen!!!



Leider erwiesen sich besagte Beinkleider nicht als Kniestrümpfe sondern waren wirklich nur Beinkleider. Es muss wohl hohen Besuch von Außerhalb gegeben haben der seine eigenen dunkelhäutigen, weißbehosten, grünbetuchten Wachen mitgebracht hatte. Schade. Kilts wären viel toller gewesen



Aber dafür kamen unsere Offiziere noch
in den visuellen Genuss einiger berittener Rotröcke. Mit viel Bling Bling und Rüstung und so^^.

Nach diesem Kurzen Abstecher ging es dann endlich noch einmal zu Bravissimo shoppen. Der Erste ergatterte ein äußerst schmuckes Teil und kann sich nun mit recht als stolz der britischen Marine fühlen. Unser Segelmeister ging leider leer aus, da sein Objekt der Begierde nur noch in Elfenbein vorhanden war. Aber es gibt ja noch den Online Versand und so ist für des Masters Unterwäsche noch nicht aller Tage Abend!
Anschließend begab man sich natürlich noch zu Harrods, erkundete ausgiebig die Food Halls und erwarb auch das ein oder andere Teilchen. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle der Strawberry-Cheesecake of DOOM.


Am Freitag stand, wie könnte es anders sein, Greenwich auf dem Plan. Zuerst begaben sich unsere zwei raubeinigen Wasserratten ins Fächermuseum . Hach, was es nicht alles gibt. Schön schick, schön antik und schöööön teuer. Das Museum war zwar recht klein aber die ausgestellten Stücke schon unglaublich beeindruckend. Man denkt gar nicht was für Kunstfertigkeit in so einem kleinen Teil steckt. DieGriffe waren filigran aus Elfenbein oder Perlmut geschnitzt und mit Gold und Silber verziert.

Natürlich konnten unsere zwei Offiziere nachher im Museums-Shop nicht widerstehen und erwarben jeder einen schicken schwarzen, handbemalten Seidenfächer mit floralem Motiv.

Im Anschluss ging es durch den schönen Greenwich Park zum National Maritime Museum um die Arktis zu erkunden ...





... und Lord Nelson zu huldigen. Der Erste stimmt dem Master übrigens zu, was dessen Vermutungen über Nelsons tatsächliches Ableben angeht. Natürlich wurden auch wie immer ein paar feindliche Schiffe versenkt und der Erste steuerte erfolgreich ein Schiff der Navy in den Hafen von Sydney (man konnte sogar die Oper sehen!).







Am Samstag, des Ersten letztem Tag auf Landurlaub ging es standesgemäß ins Spielzeugmuseum. Auch hier hatte man wieder viel Spaß beim Dinge Anschauen, sich Verkleiden, peinliche Fotos machen und den Master in Dame besiegen. Danach ging es dann nochmal zu des Masters Behausung und man verspeiste lecker Kroketten und Chicken-Fingers. Wer jetzt denkte:"Aha, aber Hühner haben doch gar keine Finger!" der hat die Lacher auf seiner Seite.







17.35 fuhr dann auch schon des Ersten Bus von der Liverpool Street ab und man musste sich verabschieden. Hach. Aber es sind ja jetzt nur noch 3 Wochen bevor der Master wieder heimische Gefilde ansteuern kann.

Aber am Mittwoch gehts erstmal zur nächsten Insel. Der Master verbringt eine Woche in Irland bei Franzi und wird versuchen im Atlantik zu baden. Also dann, geliebtes Publikum, bis zum 17. Juni.

Gruß und Kuss!
21.50 Uhr GMT - Kleiner Nachtrag:
Soeben wurde in London erfolgreich die Grillsaison eingeleitet. Zum Angrillen gabs lecker Plantanes (so ne Art riesige, sehr süße Bananen), Rindersteak und Chicken Tikka... irgendwas sauscharfes pakistanisches. Traditionelles Essen da wo Faisal und Co. herkommen. Zur romantischen Untermalung gabs liebreizenden Indie-Pop* von Yasirs Handy. Hach ja, Jungens und ihr Spielzeug...
Egal, Essen war lecker und umsonst und der Abend war lustig** also beschwert sich der Master nich. War jedenfalls sau lieb von des Masters Wohnungsgenossen ihn zum Grillen einzuladen. Und er fühlt sich jetzt auch gar nicht mehr so wehleidig weil die Wurstsisters heute ohne ihn grillen.
* Indie im Sinne von indisch, nicht zu verwechseln mit independent.
** Auch wenn Maritza fünfmal sagt "Achtung die Plantanes sind HEIß!" heißt das nicht, dass Muneeb nich alles auf einmal in den Mund steckt und dann fast ausspucken muss während alle anderen fast aufm Tisch liegen weil sie ihn auslachen... ach Schadenfreude is schon was dolles^^

6 Kommentare:

Betti hat gesagt…

I lurve this song, momma!!! Yo.

Betti

Anonym hat gesagt…

das Lied hab ich mir kürzlich erst angehört.
Hach ja, ihr im schönen England und ich hier krank darnieder. Dafür ist hier Fußballfieber^^

LG

Bootsmann

Dagi hat gesagt…

woah das reimt sich ja sogar^^ du arme was plagt dich denn? sommergrippe? na dann wünsch ich mal gute besserung!

lg
der master

Anonym hat gesagt…

Mir ist ständig schwindlig, liegt wohl diesmal an der Wirbelsäule. Naja, immerhin kann ich Fußball gucken.

LG

Bootsmann

Anonym hat gesagt…

Ich bin zuhause und will jetzt wieder nach London... erst recht wenn ich deinen Text so lese und mich wieder an alles errinnere... hachja, war schön mit dir, Masterlein.
Und ich bedanke mich nich noch einmal ganz dolle für ihre tolle Gastfreundschaft, Sir!!!

Anonym hat gesagt…

diese tollen modernen multi-media-guides gibt es im altonaer museum auch. sind schon echt praktisch. vor allem, wenn jemand das licht auf der museumstoilette aus macht und das zimmer keine natürlichen lichtquellen besitzt.
na da habt ihr eure zeit ja ordentlich genutzt.
freu mich schon, wenn wir alle wieder zusammen sind!
lg!