Hallo Freunde! (Um mal in guter, alter Eric-Fish-Manier zu beginnen)
Heute ist der 10. Januar, 21:42Uhr nach Greenwich Meantime und endlich, endlich, endlich kann ich meinen Laptop wieder benutzen. Aber dazu später. Am besten ich beginne am Anfang...
Es war einmal am 04. Januar 2007 so zwischen 17 Uhr und 17.30Uhr da nahm ein kleines Masterlein* tränenreich Abschied von seinen Lieben, um ganz allein in die große, weite Welt aufzubrechen... nun ja, vielleicht doch nicht gaaaanz allein. Durch eine glückliche Fügung des Schicksals und dank der an Wochentagen generell billiger ausfallenden Flüge kam selbiger Master in den Genuss die anschließenden 2 Stunden Flug plus Check-out am Gatwick Airport mit der lieben, guten Kerstin verbringen zu dürfen. Die dann auch noch ganz heldenhaft den armen, kleinen Master durch die Wirren des Flughafens bis zum Bahnsteig begleitet hat und auch zum Abschied noch dem Zug hinterhergewunken hat. Dafür an dieser Stelle noch mal gaaaaaaanz doll Danke! Mit Sahne und Kirsche oben drauf!!!!
Als dann nach 1 ½ Stunden Fahrt des Masters Gefährt in der Victoria Station einschipperte galt es nur noch am nächsten Tube-Ticketschalter eine Oyster-Card zu erstehen um auch den öffentlichen Personennahverkehr in Anspruch zu nehmen. Dies gestaltete sich als äußerst einfach, auch wenn der nette, dunkelhäutige, über 30-jährige Rastamann am Schalter das Masterlein ein wenig verunsicherte als er ihm*** seine Handynummer geben wollte. Aber ein echter Seebär lässt sich von nichts erschüttern!!!
Das Londoner Tube-Netz gestaltete sich erfreulicherweise als ausgesprochen übersichtlich und gut ausgeschildert. Da können sich die ollen Franzmänner mal ne Scheibe von abschneiden! Weniger erfreulich bei schätzungsweise 30kg Gepäck war der Mangel an Fahrstühlen. Vor allem da sich der Master auf dem Weg zu seiner temporären Unterkunft gezwungen sah 3 mal Umzusteigen. Gott sei dank wurden die Engländer sofort ihrem Ruf gerecht äußerst hilfsbereit zu sein und so musste der Master nicht alle Stufen allein erklimmen. Auch im Dover Castle Hostel wurde dem Master sofort von einer reizenden jungen Dame dabei geholfen seine Seekiste in den zweiten Stock zu befördern. Die hier bezogene Unterkunft gestaltete sich als äußerst geräumig und war mit einem heimeligen unechten Kamin ausgestattet. Dumm nur, dass sich der Master die Bleibe mit 7 Männern teilen musste. Wenigstens befand sich die Koje an der Wand und nur einer der Männer schnarchte. Glücklicherweise ist es der Master durch seine jahrelange Dienstausübung auf den Schiffen seiner Majestät gewohnt an Orten zu schlafen die eigentlich niemals schlafen. Sonst hätte das bis 3 Uhr morgens brennende Licht sicher als unangenehm empfunden werden können.
Um 8 Uhr hieß es dann auf zum „Backen und Banken“, allerdings nicht ohne vorher eine katzenartige Morgentoilette durchzuführen. Die Zimmergenossen unseres Marineoffiziers hatten leider beschlossen ihren Tag erst gegen Mittag zu beginnen weshalb es dem Master nicht möglich war sich die Haare zu richten. Es wäre, hätte man den Versuch unternommen, sicher zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen den Master gekommen. „Ein Haartrockner am Morgen bringt Kummer und Sorgen.“
Nach einem reichhaltigen Seemannsfrühstück bestehend aus Toast mit Marmelade, Kornflakes, noch mehr Toast und Limo machte sich der Master daran eine standesgemäß angemessenere Unterkunft zu finden. Um 9 Uhr Greenwich Meantime initiierte unser Segelmeister**** also eine erste Kontaktaufnahme mit einem seiner Agenten. Da diese sehr positiv verlief fand er sich kaum 1 Stunde später auf dem von ihm zu begutachtenden Anwesen wieder. Die Ehefrau des betreffenden Agenten war über alle Einzelheiten unterrichtet worden und gestattete dem Master einen ausgiebige Besichtigung der Ländereien. Da der Master alles zu seiner Zufriedenheit vorfand wurde sogleich der Vertrag mit Handschlag besiegelt. Da dieser erste Morgen in London doch recht anstrengend war lud man den Master zu einer schönen Tasse Tee und Keksen ein, machte im Anschluss noch einen kleinen Besichtigungsrundgang durch die Nachbarschaft und half liebenswürdigerweise auch unserem Marineoffizier seine Seekiste aus der alten Herberge zu holen. Aber nicht nur das, das arme, kleine, halb verhungerte Masterlein bekam sogar noch ein ausgezeichnetes Mittagsmahl von der Herrin des Hauses zubereitet und konnte sich im Anschluss voll und ganz darauf konzentrieren sich in seinem neuen Heim einzurichten.
Es war ein sehr anstrengender Tag für den Segelmeister, und aufgrund der letzten doch eher kurzen Nacht befand er sich um 21Uhr Ortszeit bereits in tiefem Schlummer. Und da er auch jetzt noch schläft (ausgelaugt von seiner doch recht kunstvoll verschörkelten Berichterstattung J) bleibt wohl der Dagi nichts anderes übrig als selber weiterzuschreiben.
*Anmerkung des Autors: Menschen die nicht dem Master&Commander-Wahn verfallen sind wird dies absolut gar nichts sagen. Deshalb zur Aufklärung: Master = Dagi.**
** Dem geneigten Leser wird es vielleicht komisch vorkommen, dass der Autor von sich selbst in der dritten Person spricht. Aber das ist dem Autor egal.
*** Ja, natürlich ist der Autor männlich. Oder gibt es etwa in der Royal Navy des 18. Jahrhunderts von Frauen bekleidete Offiziersposten? Ich denke nicht!!!
Heute ist der 10. Januar, 21:42Uhr nach Greenwich Meantime und endlich, endlich, endlich kann ich meinen Laptop wieder benutzen. Aber dazu später. Am besten ich beginne am Anfang...
Es war einmal am 04. Januar 2007 so zwischen 17 Uhr und 17.30Uhr da nahm ein kleines Masterlein* tränenreich Abschied von seinen Lieben, um ganz allein in die große, weite Welt aufzubrechen... nun ja, vielleicht doch nicht gaaaanz allein. Durch eine glückliche Fügung des Schicksals und dank der an Wochentagen generell billiger ausfallenden Flüge kam selbiger Master in den Genuss die anschließenden 2 Stunden Flug plus Check-out am Gatwick Airport mit der lieben, guten Kerstin verbringen zu dürfen. Die dann auch noch ganz heldenhaft den armen, kleinen Master durch die Wirren des Flughafens bis zum Bahnsteig begleitet hat und auch zum Abschied noch dem Zug hinterhergewunken hat. Dafür an dieser Stelle noch mal gaaaaaaanz doll Danke! Mit Sahne und Kirsche oben drauf!!!!
Als dann nach 1 ½ Stunden Fahrt des Masters Gefährt in der Victoria Station einschipperte galt es nur noch am nächsten Tube-Ticketschalter eine Oyster-Card zu erstehen um auch den öffentlichen Personennahverkehr in Anspruch zu nehmen. Dies gestaltete sich als äußerst einfach, auch wenn der nette, dunkelhäutige, über 30-jährige Rastamann am Schalter das Masterlein ein wenig verunsicherte als er ihm*** seine Handynummer geben wollte. Aber ein echter Seebär lässt sich von nichts erschüttern!!!
Das Londoner Tube-Netz gestaltete sich erfreulicherweise als ausgesprochen übersichtlich und gut ausgeschildert. Da können sich die ollen Franzmänner mal ne Scheibe von abschneiden! Weniger erfreulich bei schätzungsweise 30kg Gepäck war der Mangel an Fahrstühlen. Vor allem da sich der Master auf dem Weg zu seiner temporären Unterkunft gezwungen sah 3 mal Umzusteigen. Gott sei dank wurden die Engländer sofort ihrem Ruf gerecht äußerst hilfsbereit zu sein und so musste der Master nicht alle Stufen allein erklimmen. Auch im Dover Castle Hostel wurde dem Master sofort von einer reizenden jungen Dame dabei geholfen seine Seekiste in den zweiten Stock zu befördern. Die hier bezogene Unterkunft gestaltete sich als äußerst geräumig und war mit einem heimeligen unechten Kamin ausgestattet. Dumm nur, dass sich der Master die Bleibe mit 7 Männern teilen musste. Wenigstens befand sich die Koje an der Wand und nur einer der Männer schnarchte. Glücklicherweise ist es der Master durch seine jahrelange Dienstausübung auf den Schiffen seiner Majestät gewohnt an Orten zu schlafen die eigentlich niemals schlafen. Sonst hätte das bis 3 Uhr morgens brennende Licht sicher als unangenehm empfunden werden können.
Um 8 Uhr hieß es dann auf zum „Backen und Banken“, allerdings nicht ohne vorher eine katzenartige Morgentoilette durchzuführen. Die Zimmergenossen unseres Marineoffiziers hatten leider beschlossen ihren Tag erst gegen Mittag zu beginnen weshalb es dem Master nicht möglich war sich die Haare zu richten. Es wäre, hätte man den Versuch unternommen, sicher zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen den Master gekommen. „Ein Haartrockner am Morgen bringt Kummer und Sorgen.“
Nach einem reichhaltigen Seemannsfrühstück bestehend aus Toast mit Marmelade, Kornflakes, noch mehr Toast und Limo machte sich der Master daran eine standesgemäß angemessenere Unterkunft zu finden. Um 9 Uhr Greenwich Meantime initiierte unser Segelmeister**** also eine erste Kontaktaufnahme mit einem seiner Agenten. Da diese sehr positiv verlief fand er sich kaum 1 Stunde später auf dem von ihm zu begutachtenden Anwesen wieder. Die Ehefrau des betreffenden Agenten war über alle Einzelheiten unterrichtet worden und gestattete dem Master einen ausgiebige Besichtigung der Ländereien. Da der Master alles zu seiner Zufriedenheit vorfand wurde sogleich der Vertrag mit Handschlag besiegelt. Da dieser erste Morgen in London doch recht anstrengend war lud man den Master zu einer schönen Tasse Tee und Keksen ein, machte im Anschluss noch einen kleinen Besichtigungsrundgang durch die Nachbarschaft und half liebenswürdigerweise auch unserem Marineoffizier seine Seekiste aus der alten Herberge zu holen. Aber nicht nur das, das arme, kleine, halb verhungerte Masterlein bekam sogar noch ein ausgezeichnetes Mittagsmahl von der Herrin des Hauses zubereitet und konnte sich im Anschluss voll und ganz darauf konzentrieren sich in seinem neuen Heim einzurichten.
Es war ein sehr anstrengender Tag für den Segelmeister, und aufgrund der letzten doch eher kurzen Nacht befand er sich um 21Uhr Ortszeit bereits in tiefem Schlummer. Und da er auch jetzt noch schläft (ausgelaugt von seiner doch recht kunstvoll verschörkelten Berichterstattung J) bleibt wohl der Dagi nichts anderes übrig als selber weiterzuschreiben.
*Anmerkung des Autors: Menschen die nicht dem Master&Commander-Wahn verfallen sind wird dies absolut gar nichts sagen. Deshalb zur Aufklärung: Master = Dagi.**
** Dem geneigten Leser wird es vielleicht komisch vorkommen, dass der Autor von sich selbst in der dritten Person spricht. Aber das ist dem Autor egal.
*** Ja, natürlich ist der Autor männlich. Oder gibt es etwa in der Royal Navy des 18. Jahrhunderts von Frauen bekleidete Offiziersposten? Ich denke nicht!!!
**** „Segelmeister“ ist lediglich die deutsche Bezeichnung für den Rang unseres Offiziers.
Am Sonntag Nachmittag ging es dann zum ersten shoppen mit Faisal und Maritza. Die haben mir netterweise angeboten mich jeden Sonntag mit dem Auto mitzunehmen zu Asda. Das ist so was wie Wertkauf. Alles schön billig, es sind geradezu deutsche Verhältnisse. Da hab ich mich also erst mal mit dem Nötigsten eingedeckt: Brot, Magarine, Marmelade J, Kartoffeln, Reis, Frost-Gemüse, diverse Soßen, Tee und Sqash. Nein, das ist keine Sportart, wie fälschlicherweise in unseren Breiten oft angenommen, sondern Getränkesirup *lol*. Sonntag habe ich dann auch festgestellt, dass mein Adapter nicht an den Stecker meines Laptops passt. Das war natürlich erst mal der Super GAU. Aber wie ihr euch denken könnt wurde das Problem gelöst. Aber dazu später.
Montag war dann mein erster Tag an der Uni. Um 9.45Uhr gings los. Wir Austauschstudenten (Alles Mädels, alle aus Dtl, FR oder der Schweiz) wurden dann erst mal über den Campus geführt damit wir uns nicht verlaufen und irgendwo nur dumm im Weg rumstehn. Interessanterweise liegt mitten auf dem Campus ein Jüdischer Friedhof, keine Ahnung wieso, aber es ist irgendwie lustig wenn man von der Bücherei zum Kunstgebäude will muss man da eben vorbei. Naja, nach der Campustour wurden wir alle an einer Wand wie Schwerverbrecher aufgestellt und fotografiert. Das ganze diente der Herstellung unserer Studentenausweise. Sehr neumodisch mit Strichcode und so zeug. Man muss den hier ganz oft vorzeigen wenn man ein Gebäude betritt und in die Bibo kommt man auch nur rein, wenn man das Ding übern Scanner zieht und das Drehkreuz frei schaltet. Überhaupt ist der ganze Campus richtiggehend abgeriegelt von der Außenwelt. Nicht wie in Dresden wo da mittendrin Leute wohnen. Aber das ist hier wohl normal so.
12.30Uhr war erst mal Mittagspause und wir 3 Deutschen sind mit den 2 Schweizerinnen in die Mensa gegangen. Hier gibt’s richtig geil lecker Zeuch. Frischen Lachs und Salat und andere Tolle Dinge und mit 4-5 Pfund ist das sehr Preiswert für die Qualität. Aber ich koch trotzdem immer zu Hause, da kostet mich ne Mahlzeit nicht mal ein Pfund... und ich muss ja sparen.
14.30Uhr haben wir uns dann mit unserem Koordinator Robert Gillett getroffen. Ein sehr putziger Kauz mit typisch englischem Humor, aber sehr nett. Mit dem haben wir unsere Kurswahl besprochen und den Stundenplan festgelegt. Ich hab jetzt also montags immer von 10-12Uhr, dienstags von 14-18Uhr, donnerstags von 10-13Uhr, freitags von 12-14Uhr und mittwochs hab ich frei.
Nach der Besprechung sind wir dann noch in die Bibo und haben Internet ausprobiert. Das auch funktioniert, wie ja einige von euch sicher schon bemerkt haben. Ich hoffe nächste Woche hab ich dann auch zuhause Internet. Das Modem kam gestern, mal sehn wann Faisal Zeit hat das alles einzurichten.
Dienstag war dann mein erster echter Tag an der Uni. Da Hatte ich ne Vorlesung in Film Studies („Stars“). Im Anschluss daran gabs ein Screening und da ich zu Hause eh keinen TV hab ist das ganz nett zum Filme schauen. Nächste Woche ist glaub ich „Singing in the Rain“ dran. Das tolle ist, da die Uni so sehr auf Film Studies spezialisiert ist haben die richtige Kinos als Hörsäle. Das ist schon gemütlich in so nem Sessel zu sitzen... da können unsere Holzstühle in Dresden nicht mithalten.
Abends hab ich mich nochn bissl mit Faisal und Maritza socialised und wir haben bis halb 1 Früh in der Küche gesessen, gequatscht und Wackelpudding mit Vanillesoße gefuttert.
Mittwoch hab ich dann erst mal bis mittags geschlafen, mir dann was gekocht und hinterher bin ich 30 Minuten zu Lidl gelaufen (ich bin zu geizig 90 pence für ne Busfahrt über 3 Haltestellen auszugeben, außerdem war das Wetter schön und der Weg geht durch nen netten Park). Da hab ich mir dann gute deutsche Bockwürste, Schwarzwälder Schinken und Karamell-Cappuccino gekauft. J Außerdem war ich noch mal in der Bibo um ins Internet zu gehen. Da ich aber immer noch keinen passenden Adapter hatte konnte ich mir nur 1 Stunde online gönnen. Abends habe ich dann auch endlich mal Yazim kennengelernt. Mein dritter Mitbewohner und der kleine Bruder von Faisal. Der hatte sich sonst immer in seinem Zimmer verschanzt und ich hab nur gemerkt dass er existiert weil er öfters mal auf Toilette geht (mein Zimmer is neben dem Bad). Durch einen geschickten, kleinen, recht destruktiven Handgriff (Stichwort: geschmolzenes Plastik) hat Faisal auch endlich meinen Adapter dazu gebracht an meinen Laptop zu passen. Das war sehr lieb von ihm... noch lieber war auch, dass er mir ne englische Sim-Karte organisiert und sogar geschenkt hat. *hach* Ich hab echt voll Schwein mit den Leuten gehabt. Alle voll lieb und unkompliziert... und am Wochenende wollen wir auch mal was zusammen unternehmen.
Donnerstag hatte ich meinen Medieval German Language & Literature Kurs. Sehr lustig weil es nur 4 Leute gibt den machen. Und alle 4 sind Deutsche, genau wie der Professor, also reden wir natürlich auch deutsch. Und weil wir so wenige sind findet der Kurs ab sofort in seinem Büro statt. Er meinte da gibt’s Tee und Kekse und Musik hat er auch. DAS nenn ich Uni wie sie sein muss.
Nach dem Unterricht hab ich mich noch mit den anderen beiden Deutschen und den 2 Schweizern getroffen und wir waren auf der „Sports Fair“ ... so ne Art Markt wo sich die Hochschulgruppen vorgestellt haben. Mal sehn vielleicht geh ich zu nem Selbstverteidigungskurs. Die ersten 2 male sind gratis und danach kostets auch nur 2 Pfund pro Termin.
Weil wir durch die Sports Fair relativ schnell durch waren haben wir (Jana, Stefanie und meine Wenigkeit) beschlossen noch was lustiges zu machen. Also haben wir uns in den Bus gesetzt und sind zum Oxford Circus gefahren und haben Schaufensterbummel gemacht. Bus fahren in London ist schön weil man sehr viel sieht, der Preis geht auch aber es dauert unendlich lange. Für ne Strecke in der man in der Tube 15-20 Minuten braucht fährt der Bus ne Stunde oder länger, je nach Verkehr eben.
Naja, wir waren jedenfalls im Liberty. So n Nobelkaufhaus in dem es Klamotten, Teppiche, Stoffe, Möbel und so Zeugs gibt. Das war extrem geil. Das Kaufhaus stand auf meiner „Unbedingt Ansehen – Liste“. Innen ist alles mit Holz vertäfelt das sieht alles unglaublich schön antik und romantisch aus, aber das Beste: Das Holz für die Vertäfelung stammt (Köptn jetzt musst du aufpassen!!!) von den beiden letzten hölzernen Schiffen der Royal Navy!!!!!! Der „HMS Impregnable“ und der „HMS Hindustan“. Versteht sich von selbst dass ich natürlich überall anfassen und dran rumrubbeln musste. Hach ich habe förmlich den Pulverqualm gerochen und den Kanonendonner gehört... allein der Gedanke dass ich das Holz dieser Schiffe anfassen konnte war atemberaubend... die anderen haben dass natürlich nicht verstanden, vermutlich liegt es daran, dass es auch nur der Köptn und der Erste verstehen können...aber so ist das eben.***** Eigentlich wollte ich mir auch was hübsches kaufen, aber nachdem ich gesehen hab, dass ein Kopfkissenbezug alleine 55 Pfund kostet hab ich mir das anders überlegt. Allerdings hatten die auch sehr schöne Seifen. Naja, spätestens mit dem Köptn geh ich da wohl noch mal rein.
Nach dem Liberty haben wir Kaffee getrunken bei Garfunkel’s. Extrem leckerer heißer Chocolate Fudge Chocolate Cake mit Vanille Eis. Hat zwar 4,25 Pfund gekostet aber das war es wert. *nam nam*
In anbetracht dessen, dass mein MaC Buch nur 100 Seiten übrig hat hab ich mir dann auf der Oxford Street in nem Buchladen auch Wintersmith in der Taschenbuchausgabe (mit dem Kidby Cover!!!) gekauft, für 6,99 Pfund. Danach bin ich dann mit Stefanie im Bus nach Hause gefahrn. Ganze 75 Minuten... aber na ja... 90 pence... Tube hätte mehr gekostet.
***** Ja hier geht es wieder einmal um die Master&Commander Bücher von Patrick O’Brian.
So und jetzt sitz ich auf meinem Bett und tippe diese Zeilen. Es ist 23.36Uhr. Morgen nach der Uni stell ich den Spaß online und dann dürft ihr liebe Freunde, Verwandte, etc. es lesen!!! Ich geh jetzt schlafen, Morgen abend gehen wir vielleicht ins Kino, wenn es nicht zu teuer ist und wenn was gutes läuft... ich würd ja zu gern Sweeney Todd sehn. Also dann gehabt euch wohl und Gute Nacht.
Die Dagi
Ps.: Jetzt wo ich wieder Strom habe werde ich mich wohl öfters mal melden. ICQ, e-mail, DA, was auch immer.
Am Sonntag Nachmittag ging es dann zum ersten shoppen mit Faisal und Maritza. Die haben mir netterweise angeboten mich jeden Sonntag mit dem Auto mitzunehmen zu Asda. Das ist so was wie Wertkauf. Alles schön billig, es sind geradezu deutsche Verhältnisse. Da hab ich mich also erst mal mit dem Nötigsten eingedeckt: Brot, Magarine, Marmelade J, Kartoffeln, Reis, Frost-Gemüse, diverse Soßen, Tee und Sqash. Nein, das ist keine Sportart, wie fälschlicherweise in unseren Breiten oft angenommen, sondern Getränkesirup *lol*. Sonntag habe ich dann auch festgestellt, dass mein Adapter nicht an den Stecker meines Laptops passt. Das war natürlich erst mal der Super GAU. Aber wie ihr euch denken könnt wurde das Problem gelöst. Aber dazu später.
Montag war dann mein erster Tag an der Uni. Um 9.45Uhr gings los. Wir Austauschstudenten (Alles Mädels, alle aus Dtl, FR oder der Schweiz) wurden dann erst mal über den Campus geführt damit wir uns nicht verlaufen und irgendwo nur dumm im Weg rumstehn. Interessanterweise liegt mitten auf dem Campus ein Jüdischer Friedhof, keine Ahnung wieso, aber es ist irgendwie lustig wenn man von der Bücherei zum Kunstgebäude will muss man da eben vorbei. Naja, nach der Campustour wurden wir alle an einer Wand wie Schwerverbrecher aufgestellt und fotografiert. Das ganze diente der Herstellung unserer Studentenausweise. Sehr neumodisch mit Strichcode und so zeug. Man muss den hier ganz oft vorzeigen wenn man ein Gebäude betritt und in die Bibo kommt man auch nur rein, wenn man das Ding übern Scanner zieht und das Drehkreuz frei schaltet. Überhaupt ist der ganze Campus richtiggehend abgeriegelt von der Außenwelt. Nicht wie in Dresden wo da mittendrin Leute wohnen. Aber das ist hier wohl normal so.
12.30Uhr war erst mal Mittagspause und wir 3 Deutschen sind mit den 2 Schweizerinnen in die Mensa gegangen. Hier gibt’s richtig geil lecker Zeuch. Frischen Lachs und Salat und andere Tolle Dinge und mit 4-5 Pfund ist das sehr Preiswert für die Qualität. Aber ich koch trotzdem immer zu Hause, da kostet mich ne Mahlzeit nicht mal ein Pfund... und ich muss ja sparen.
14.30Uhr haben wir uns dann mit unserem Koordinator Robert Gillett getroffen. Ein sehr putziger Kauz mit typisch englischem Humor, aber sehr nett. Mit dem haben wir unsere Kurswahl besprochen und den Stundenplan festgelegt. Ich hab jetzt also montags immer von 10-12Uhr, dienstags von 14-18Uhr, donnerstags von 10-13Uhr, freitags von 12-14Uhr und mittwochs hab ich frei.
Nach der Besprechung sind wir dann noch in die Bibo und haben Internet ausprobiert. Das auch funktioniert, wie ja einige von euch sicher schon bemerkt haben. Ich hoffe nächste Woche hab ich dann auch zuhause Internet. Das Modem kam gestern, mal sehn wann Faisal Zeit hat das alles einzurichten.
Dienstag war dann mein erster echter Tag an der Uni. Da Hatte ich ne Vorlesung in Film Studies („Stars“). Im Anschluss daran gabs ein Screening und da ich zu Hause eh keinen TV hab ist das ganz nett zum Filme schauen. Nächste Woche ist glaub ich „Singing in the Rain“ dran. Das tolle ist, da die Uni so sehr auf Film Studies spezialisiert ist haben die richtige Kinos als Hörsäle. Das ist schon gemütlich in so nem Sessel zu sitzen... da können unsere Holzstühle in Dresden nicht mithalten.
Abends hab ich mich nochn bissl mit Faisal und Maritza socialised und wir haben bis halb 1 Früh in der Küche gesessen, gequatscht und Wackelpudding mit Vanillesoße gefuttert.
Mittwoch hab ich dann erst mal bis mittags geschlafen, mir dann was gekocht und hinterher bin ich 30 Minuten zu Lidl gelaufen (ich bin zu geizig 90 pence für ne Busfahrt über 3 Haltestellen auszugeben, außerdem war das Wetter schön und der Weg geht durch nen netten Park). Da hab ich mir dann gute deutsche Bockwürste, Schwarzwälder Schinken und Karamell-Cappuccino gekauft. J Außerdem war ich noch mal in der Bibo um ins Internet zu gehen. Da ich aber immer noch keinen passenden Adapter hatte konnte ich mir nur 1 Stunde online gönnen. Abends habe ich dann auch endlich mal Yazim kennengelernt. Mein dritter Mitbewohner und der kleine Bruder von Faisal. Der hatte sich sonst immer in seinem Zimmer verschanzt und ich hab nur gemerkt dass er existiert weil er öfters mal auf Toilette geht (mein Zimmer is neben dem Bad). Durch einen geschickten, kleinen, recht destruktiven Handgriff (Stichwort: geschmolzenes Plastik) hat Faisal auch endlich meinen Adapter dazu gebracht an meinen Laptop zu passen. Das war sehr lieb von ihm... noch lieber war auch, dass er mir ne englische Sim-Karte organisiert und sogar geschenkt hat. *hach* Ich hab echt voll Schwein mit den Leuten gehabt. Alle voll lieb und unkompliziert... und am Wochenende wollen wir auch mal was zusammen unternehmen.
Donnerstag hatte ich meinen Medieval German Language & Literature Kurs. Sehr lustig weil es nur 4 Leute gibt den machen. Und alle 4 sind Deutsche, genau wie der Professor, also reden wir natürlich auch deutsch. Und weil wir so wenige sind findet der Kurs ab sofort in seinem Büro statt. Er meinte da gibt’s Tee und Kekse und Musik hat er auch. DAS nenn ich Uni wie sie sein muss.
Nach dem Unterricht hab ich mich noch mit den anderen beiden Deutschen und den 2 Schweizern getroffen und wir waren auf der „Sports Fair“ ... so ne Art Markt wo sich die Hochschulgruppen vorgestellt haben. Mal sehn vielleicht geh ich zu nem Selbstverteidigungskurs. Die ersten 2 male sind gratis und danach kostets auch nur 2 Pfund pro Termin.
Weil wir durch die Sports Fair relativ schnell durch waren haben wir (Jana, Stefanie und meine Wenigkeit) beschlossen noch was lustiges zu machen. Also haben wir uns in den Bus gesetzt und sind zum Oxford Circus gefahren und haben Schaufensterbummel gemacht. Bus fahren in London ist schön weil man sehr viel sieht, der Preis geht auch aber es dauert unendlich lange. Für ne Strecke in der man in der Tube 15-20 Minuten braucht fährt der Bus ne Stunde oder länger, je nach Verkehr eben.
Naja, wir waren jedenfalls im Liberty. So n Nobelkaufhaus in dem es Klamotten, Teppiche, Stoffe, Möbel und so Zeugs gibt. Das war extrem geil. Das Kaufhaus stand auf meiner „Unbedingt Ansehen – Liste“. Innen ist alles mit Holz vertäfelt das sieht alles unglaublich schön antik und romantisch aus, aber das Beste: Das Holz für die Vertäfelung stammt (Köptn jetzt musst du aufpassen!!!) von den beiden letzten hölzernen Schiffen der Royal Navy!!!!!! Der „HMS Impregnable“ und der „HMS Hindustan“. Versteht sich von selbst dass ich natürlich überall anfassen und dran rumrubbeln musste. Hach ich habe förmlich den Pulverqualm gerochen und den Kanonendonner gehört... allein der Gedanke dass ich das Holz dieser Schiffe anfassen konnte war atemberaubend... die anderen haben dass natürlich nicht verstanden, vermutlich liegt es daran, dass es auch nur der Köptn und der Erste verstehen können...aber so ist das eben.***** Eigentlich wollte ich mir auch was hübsches kaufen, aber nachdem ich gesehen hab, dass ein Kopfkissenbezug alleine 55 Pfund kostet hab ich mir das anders überlegt. Allerdings hatten die auch sehr schöne Seifen. Naja, spätestens mit dem Köptn geh ich da wohl noch mal rein.
Nach dem Liberty haben wir Kaffee getrunken bei Garfunkel’s. Extrem leckerer heißer Chocolate Fudge Chocolate Cake mit Vanille Eis. Hat zwar 4,25 Pfund gekostet aber das war es wert. *nam nam*
In anbetracht dessen, dass mein MaC Buch nur 100 Seiten übrig hat hab ich mir dann auf der Oxford Street in nem Buchladen auch Wintersmith in der Taschenbuchausgabe (mit dem Kidby Cover!!!) gekauft, für 6,99 Pfund. Danach bin ich dann mit Stefanie im Bus nach Hause gefahrn. Ganze 75 Minuten... aber na ja... 90 pence... Tube hätte mehr gekostet.
***** Ja hier geht es wieder einmal um die Master&Commander Bücher von Patrick O’Brian.
So und jetzt sitz ich auf meinem Bett und tippe diese Zeilen. Es ist 23.36Uhr. Morgen nach der Uni stell ich den Spaß online und dann dürft ihr liebe Freunde, Verwandte, etc. es lesen!!! Ich geh jetzt schlafen, Morgen abend gehen wir vielleicht ins Kino, wenn es nicht zu teuer ist und wenn was gutes läuft... ich würd ja zu gern Sweeney Todd sehn. Also dann gehabt euch wohl und Gute Nacht.
Die Dagi
Ps.: Jetzt wo ich wieder Strom habe werde ich mich wohl öfters mal melden. ICQ, e-mail, DA, was auch immer.
7 Kommentare:
Oh man, ich beneide dich wie wild. Geniese den Aufenthalt ganz dolle (und bitte mache Fotos, will auch was davon haben ;) )
Hach, Mist, das war die Christiane
o man wie toll und du schreibst ja auch echt so toll das man spaß beim lesen hat. obwohl ich auch eigentlich keinen blassen schimmer von den anspielungen auf diverse literatur habe.. aber ich lache trotzdem!..echt jetzt!!:)
kann nicht fassen dass ich schon wieder zurück bin, glaub mir ich
würde dich soo gern besuchen aber das wird dann sicher im mai oder so!
ganz lieben gruß oder auch mehrere:P
kerstin xx
was für eine freude deinen blog zu lesen! die londoner luft scheint dir sehr gut zu tun. mach doch mal einen ausflug zum hafen und schieß ein paar schicke bilder für deinen köptn damit ich dich noch mehr beneiden und mich noch mehr auf den april freuen kann (ich hör grad den mac-soundtrack). ich schick dir mal ne adresse für ne saugeile patisserie... sobald ich sie gefunden habe... die musst du dir unbedingt angucken!
lg, dein köptn
p.s.: grüß meinen prisenagenten von mir und bereite ihn schon mal darauf vor, dass wir es richtig krachen lassen, wenn ich komme!!!
ach ja, in dem geilen teuren kaufhaus war ich auch mal und hab die planken begafft... und dreimal darfst du raten, was sich meine mutter dort gekauft hat. seife! ^^ der rest war einfach zu teuer... aber es geht noch teurer. guck mal bei gelegenheit ins "harrods" rein. das ist auch ein erlebnis und die machen zum-sterben-leckere toffees ^^
Hi Dagi!
Wie schön so reichlich von dir zu lesen. Und schön, dass es dir so gut geht:-)
Das ist ja die Hauptsache.Freu mich weiterhin was von dir zu lesen, ich beneide dich. Würde mich im Moment hier eigentlich lieber wegbeamen..
Machs gut und ganz liebe Grüße aus DD
, deine Wiebke!
hey du, les mir gerade nochmal deinen Blog durch, um zu vergleichen *g* war heut auch mit dem Bus am Oxfort Circus, haben aber nur 45 Minuten zurueck gebraucht :P
LG ins froestliche DE!
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